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Andere
über uns
Stadtjournal Februar 2012
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Spende an Lebenshilfe
Spendenübergabe
bei AGON: Der Erlös der "Kaffeekasse" im "Zugvogel"-Bistro des
Möbelhauses ging an die Lebenshilfe Havelland. Das Möbelhaus
hat bekanntlich bei Eröffnung festgelegt, dass Kunden für
ihren Kaffee im Bistro nichts bezahlen müssen dafür aber zum
Spenden gebeten werden. "Das hat gut funktioniert", berichtet
Geschäftsleiter Andre R. Schenkel bei der Übergabe, wir haben
in vier Monaten 1000 Euro gesammelt." bvs
Das
Foto zeigt Verkaufsleiterin Andrea Scherin, Möbelhaus-Chef Andre
R. Schnkel, sowie Jeanette Krämer und Hubert Kaufhold von der
Lebenshilfe. Foto: AGON
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Preußenspiegel 23.10.11
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Kinder überrascht
Wir, der Eltern-Kind-Kreis der Lebenshilfe Havelland hatten kürzlich besonderen Besuch.
Beim Betreten des Spielraums kam uns ein seltsames Schnurren entgegen.
Auf einem Tisch saßen vier riesige schnurrende Plüschkatzen.
Unsere Kinder haben die übergroßen Stubentiger gleich in ihren Besitz genommen.
Ganz herzlich möchten wir uns bei Frau Funke,
Geschäftsinhaberin von „Zoo & Angel Funke“
für das Geschenk bedanken.
Frau Funke brachte nicht nur Katzen, sondern auch viele kleine
Überraschungen und vor allem süße Leckereien mit. Es
war ein gelungener Nachmittag für alle, aber besonders für
unsere Kinder. Nochmals vielen Dank dafür.
Jutta Rölicke, Rathenow
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MAZ
20.06.11
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Grundstein gelegt
Der Verein Lebenshilfe Havelland baut in der
Falkenseer Bahnhofstraße eines neues Zentrum für die Beratung und Betreuung. Am
Sonnabend wurde der Grundstein gelegt (Foto: Radon) und das 20-jährige Wirken
des Vereins in der Region gefeiert.
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Ein fester Bezugspunkt
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FESTAKT: Lebenshilfe feiert 20-jähriges Bestehen und legt Grundstein für Zentrum
in Falkensees Stadtmitte
In dem
künftigen Hauptsitz an der Bahnhofstraße werden die Mitarbeiter des Vereins
Lebenshilfe Havelland ab kommenden Jahr informieren, beraten und betreuen.
FALKENSEE - Alle fünf
Jahre ein neues Haus – das war der Takt, an den sich die Mitglieder der
Lebenshilfe Havelland eigentlich gewöhnt hatten: Seit 1999 sind in Falkensee so
die Wohnstätte, die Integrations-Kita und die Tagesförderstätte für geistig
Behinderte entstanden. Doch mit dem neuesten Bau wollte der Verein nicht
abwarten. Zwei Jahre, nachdem das Werkstatt- und Wohnhaus in der Bahnhofstraße
bezogen wurde, wird daneben nun der Hauptsitz der Lebenshilfe gebaut. Am
Sonnabend wurde der Grundstein gelegt.
Der Verein
schenkt Mitarbeitern und Betreuten das Haus quasi zum Geburtstag; er feiert in
diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Beides feierten Gastgeber und Gäste mit einem
Fest. Nach den Reden, einem Theaterstück und einem Musikprogramm ließ die
Schülergruppe des Vereins 20 Luftballons fliegen. An deren Strippen hatten sie
Karten mit ihren Wünschen für das Haus gebunden. Ein Raum zum Ausruhen und
Entspannen stand etwa darauf, ein großer Busparkplatz – und „ein gutes
Sicherheitssystem und eine Alarmanlage“, wie ein junger Mann zur Freude des
Publikums vorlas.
Ein großer
Vorteil des Neubaus: Er ist komplett barrierefrei. Die aktuelle Geschäftsstelle
in der Ruppiner Straße liegt ungünstig auf einer Anhöhe und ist nicht für jeden
leicht zugänglich – ein Problem, das den Vereinsmitgliedern ein bisschen
peinlich ist. „Zu mir kommt kein Rollstuhlfahrer hoch“, sagt Geschäftsführer
Uwe Piel. Das neue Zentrum in der Bahnhofstraße werde darüber hinaus wesentlich
besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein.
In dem
dreistöckigen Haus, dessen Baukosten auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt werden,
sollen künftig aber nicht nur Büros untergebracht werden. Gleichfalls werden
Räume für Gruppenarbeit und zum Schlummern eingerichtet. Außerdem wird es ein
Zimmer geben, in dem Behinderte in Notsituationen übergangsweise Zuflucht
finden – etwa, wenn die Eltern krank werden und ihren Sohn oder ihre Tochter
nicht zuhause betreuen können.
Im
Erdgeschoss ist Platz für Veranstaltungen und eine kleine Bühne. Dort soll
künftig neben Sitzungen und Festen vor allem die Disko stattfinden. „Diese
Räume stehen auch anderen offen, Vereinen, Ausschüssen oder Stammtischen“, sagt
Uwe Piel. Auch so herum funktioniert Inklusion. Dass die Mitarbeiter ab
kommendem Jahr – man kalkuliert mit Juni 2012 – unter einem gemeinsamen Dach
beraten, informieren und betreuen, hat nicht nur praktische Gründe. „Behinderte
brauchen einen festen Bezugspunkt“, sagt Marianne Matho, Vorsitzende und
Gründungsmitglied der Lebenshilfe.
Sie ist
stolz darauf, dass es den Verein nach 20 Jahren „immer noch gibt“ und es
geschafft wurde, sich währenddessen von einer Elterngruppe bis zu einem Betrieb
mit 97 Beschäftigen weiterzuentwickeln. Der Grund beeindruckt Marianne Matho
stets aufs Neue: „Das ist vor allem den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken, die
sind mit so viel Herzblut dabei. Und selbstverständlich auch den Mitarbeitern.“
(Von Jana Einecke)
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MAZ
23.12.10
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Freigiebig
Hiltrud
Müller zum Abschluss der Weihnachtsaktion, die eine wunderbare Resonanz
fand
Es
geht hier nicht um Millionen. Die Spendenaktion der MAZ-Lokalredaktion,
die traditionell in der Vorweihnachtszeit ausgerufen wird, bewegt sich
in einem bescheidenen Rahmen. Dafür bieten wir Nähe und
Nachvollziehbarkeit: Bedacht werden Menschen, die in dieser Region zu
Hause sind. In diesem Jahr fiel die Wahl auf schwer geistig und körperlich
Behinderte. Wir waren bestrebt, in den zurückliegenden Wochen die
Lebensumstände deutlich zu machen, unter denen diese von der Natur
Benachteiligten und ihre Familien leben. Wir beschrieben, wie mühselig
ihr Alltag ist und welch ein Segen die Gemeinschaft für sie bedeutet,
die ihnen in Falkensee in der Förderstätte der Lebenshilfe geboten
wird. Die kann sich nun einige Extras mehr leisten – dank der
Freigiebigkeit von 86 MAZ-Lesern, die dem Spendenaufruf folgten und
knapp 3700 Euro zusammentrugen. Sie kommen ungeschmälert den geistig
Behinderten zugute, denn kein Cent muss für einen
Spendenverwaltungsapparat abgezweigt werden. Eine Resonanz, die überaus
erfreulich war – zeigt sie doch, dass die Adventszeit noch nicht gänzlich
an den Kommerz verloren ist. Menschen sind bereit, sich der Sorgen
anderer zu öffnen und mit ihnen zu teilen. Das ist der wahre Geist der
Weihnacht.
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Leser
spendeten 3685 Euro für Behinderte
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Lebenshilfe
und MAZ sagen danke: Stadtpartie gesichert,
Dampferfahrt und Sinnesgarten ebenfalls

Die
Sinne schärfen: Diese Tastwand in der Falkenseer Förderstätte wird
von den Tagesgästen liebend gern erfühlt

Beschwerlicher
Alltag: Cordula braucht Lifter, um in den Rollstuhl zu
kommen. Rechts: Aufbruch zum Einkauf
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
- Reich beschenkt wurden sie:
Statt der erforderlichen 500 Euro sind bis gestern 3685 Euro auf dem
Konto des Vereins Lebenshilfe Havelland eingegangen. Ursprünglich hatte
die MAZ-Lokalredaktion in ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion dazu
aufgerufen, den 14 schwer mehrfach behinderten Menschen, die die Tagesförderstätte
des Vereins in Falkensee besuchen, einen Ausflug im Spezialbus durch
Berlin zu ermöglichen.
Das
war schon immer der Wunsch der Mitarbeiter, denn „ihre Leute“, wie
sie ihre Tagesgäste nennen, lieben Ausflüge. Da aber sechs der 14 auf
einen Rollstuhl angewiesen sind, können sie immer nur in winzigen
Gruppen mit ihrem Transporter verreisen. Ein Cabrio-Rolli-Bus eines
Berliner Spezial-Unternehmens aber kann mühelos acht Rollstühle
aufnehmen und weist zudem eine behindertengerechte Toilette aus. Die
Miete von 380 Euro für eine Stadtpartie durch Berlin sind dank der
MAZ-Leser im Kasten, die 120 Euro für den Stadtführer übernimmt die
Dr.-Richard-Herrmann AG.
Für
dieses Weihnachtsgeschenk sagen nicht nur die MAZ-Lokalredakteure,
sondern auch Uwe Piel, Geschäftsführer des Vereins Lebenshilfe
Havelland, herzlich Dank: „Wir sind sehr angenehm berührt und dankbar
für diese große Anteilnahme“, sagt er. „Wir werden den Ausflug
zeitnah, also im Februar oder März, planen, auch wenn dann das
Cabriodach noch geschlossen bleiben muss. Aber da ja nun so viel mehr
Geld als erwartet eingegangen ist, werden wir uns auch noch eine
Dampferfahrt im Sommer leisten können, auch mit einem speziell für
Behinderte ausgestatteten Fahrzeug. Allen 86 Spendern, die das ermöglichten,
sagen wir herzlich Dank.“ Zudem wird noch Geld für einen Sinnesgarten
übrig bleiben, den die Lebenshilfe-Mannschaft mit ihren Schützlingen
anlegen möchte. Die MAZ wird davon berichten.
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MAZ
18./19.12.10
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„Man
muss es mit Leib und Seele wollen“
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Leiter
der Lebenshilfe über Integration, den Alltag mit geistig
Behinderten und die Probleme der Eltern

Uwe
Piel, Marianne Matho und Beate Remane gehören zu den Menschen, die die
Lebenshilfe im Havelland aufgebaut haben. Über die Auswirkungen ihrer
fast 20-jährigen Arbeit in der Region sprach mit ihnen Oliver Fischer.
MAZ:
Frau Matho, was bedeutet Weihnachten für die Bewohner und die Betreuten
der Lebenshilfe?
Marianne
Matho: Das Fest ist immer ein Höhepunkt des Jahres. Wir
konnten das vor drei Wochen schon beobachten. Da hatten wir eine
Weihnachtsfeier für die Ehrenamtlichen und Ausflügler, und unsere Schülergruppe
hat Rotkäppchen als Theaterstück aufgeführt. Ganz toll. Sie haben die
Kulissen selbst gebastelt und wochenlang dafür geprobt, ich habe mich
gefreut und sie sich auch.
Was
geht in Ihnen vor, wenn Sie solche Aufführungen sehen?
Matho:
Ein Außenstehender kann vielleicht gar nicht einschätzen, was für
eine Leistung dahintersteckt, aber ich finde es immer wieder interessant
zu sehen, was sie so alles schaffen. Ich weiß dann, wofür wir uns seit
fast 20 Jahren engagieren und sehe auch, dass wir alles richtig gemacht
haben.
Sie
gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Was hat Sie damals
motiviert?
Matho:
Ausgangspunkt war eine Elterninitiative, die eine schon existierende
Behindertenwerkstatt für ihre Kinder erhalten wollte. In dieser
Werkstatt arbeitete auch mein Sohn. Die Werkstatt hat schließlich einen
anderen Träger gefunden, aber einige Jahre später wurde uns als
Lebenshilfe die Wohnstätte in der Ruppiner Straße übertragen. Damit
fing alles an.
Welches
Ziel hat die Lebenshilfe am Anfang verfolgt?
Matho:
Wir Eltern wussten nach der Wende nicht, wie es für die Kinder
weitergeht. Wir wollten Betreuung, Beschäftigung und die Arbeitsplätze
unserer Kinder sicherstellen.
Uwe
Piel: Es gab aber noch eine andere Komponente. Damals waren
Menschen mit geistiger Behinderung zum Teil noch in reinen Männer- oder
Frauenheimen untergebracht. Einzelzimmer für Bewohner waren nicht die
Regel. Wir wollten andere Wege gehen. Kleine Einrichtungen, nah an der
Gemeinde, dicht an den Familien. Menschen mit Behinderungen sind schließlich
Menschen wie du und ich, die mehr Unterstützung benötigen. Die wollten
und wollen wir ihnen geben.
Ist
der Plan aufgegangen?
Piel:
Ich denke schon. Die Behinderten nehmen heute wesentlich direkter am
Leben und an der Gesellschaft teil, weil wir uns nie versteckt haben.
Matho:
In Falkensee schaut heute keiner schräg, wenn eine unserer Gruppen
durch die Stadt geht. Im Gegenteil. Die Leute freuen sich. Sie winken,
sprechen uns an, in den Geschäften kennt man uns.
Beate
Remane: Als ich 1993 in der Wohnstätte angefangen habe, wurden
wir zum Teil noch komisch angeguckt. Heute werden unsere Betreuten sogar
in den Geschäften vermisst, wenn sie mal nicht vorbeikommen. Menschen
mit Behinderung sind heute integriert in der Gesellschaft, das ist ein
Erfolg.
Piel:
Mich freut auch, dass die Kinder in der Integrationskita überhaupt
keine Berührungsängste haben, egal ob mit oder ohne Behinderung. Auch
die Eltern nicht. Viele Eltern von nicht behinderten Kindern wollen ihr
Kind sogar unbedingt in die Integrationskita geben.
Matho:
Berührungsängste haben unsere Betreuten sowieso nicht. Die kennen in
der Stadt mehr Leute als wir und sprechen jeden an. Sie sagen auch zum Bürgermeister:
„Dich kenn ich, du warst schon mal bei uns.“ Das finden die Menschen
toll.
Haben
Sie damit das erreicht, was Sie erreichen wollten?
Matho:
Unser Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung ein ganz normales Leben führen
können. Dazu gehört Arbeit, dazu gehört auch Wohnen im eigenen
Haushalt. Die Menschen, die in unseren Einrichtungen leben, betrachten
die Wohnstätten und Wohngemeinschaften als ihr Zuhause. Damit haben wir
schon viel geschafft.
Wie
ist die Lebenshilfe im Havelland heute aufgestellt?
Piel:
Wir haben 90 Mitarbeiter und eine Menge Angebote für momentan rund 500
Betreute. Sie können bei uns in der Wohnstätte, in der
Wohngemeinschaft oder ambulant betreut wohnen, wir haben eine Tagesförderstätte,
eine Integrationskita, eine interdisziplinäre Frühförder- und
Beratungsstelle und den großen Freizeitbereich Offene Hilfen,
Fahrdienste, wir bieten auch barrierefreie Reisen an. Im Kreis werden
wir inzwischen als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen.
Wenn
Sie weitere 20 Jahre in die Zukunft schauen, wo will die Lebenshilfe
noch hin?
Matho:
Der Bereich Offene Hilfen muss als erstes eine neue Heimat finden, dann
wollen wir noch weitere Angebote schaffen. Eine Baustelle ist unsere
Geschäftsstelle. Sie ist nicht barrierefrei, ein untragbarer Zustand.
Da müssen wir schauen, wie wir Information, Beratung und Betreuung
zentrumsnah in einem Gebäude vereinigen können.
Wie
finanziert der Verein seine Arbeit?
Remane:
Mit dem Landkreis haben wir für die meisten Einrichtungen und Dienste
Kostensätze vereinbart. Anderes wird über Beiträge der Eltern, über
Mitgliedsbeiträge, Spenden und über Fördermittel finanziert.
Matho:
Rechnen müssen wir trotzdem immer. Bei jedem Angebot schauen wir genau,
ob wir es uns leisten können oder nicht. Manche leisten wir uns dann,
obwohl sie Minusgeschäfte sind. Den Familienunterstützenden Dienst zum
Beispiel. Die Schüler treffen sich dort gerne und fahren mit zu Ausflügen.
Wenn es den Dienst nicht gäbe, wären sie die ganze Zeit zu Hause.
Die
Bandbreite von geistigen Behinderungen ist groß. Es gibt
Schwerstbehinderte, Menschen mit Autismus, Menschen mit leichter
Behinderung. Die müssen sich auch untereinander vertragen. Wie
funktioniert das?
Remane:
Das wirft natürlich Probleme auf. Die Bewohner sind ja doppelt abhängig.
In der Wohnstätte haben wir zehn bis elf Bewohner pro Gruppe, die müssen
miteinander und gleichzeitig mit den Betreuern zurechtkommen. Das
harmoniert natürlich nicht immer, da spielen sich manchmal Machtkämpfe
ab. Aber auch in jeder Familie gibt es hin und wieder Krach. Und wenn
zwei partout nicht miteinander können, dann versuchen wir da zu
vermitteln und schauen, dass sie zum Beispiel nicht noch unbedingt
zusammen in den Urlaub fahren.
Empfinden
Sie die tägliche Arbeit mit geistig Behinderten als schwierig?
Remane:
Ich wollte eine Arbeit mit Herausforderung, und die habe ich. Sicher
kommt man auch mal an seine Grenzen, wenn die Betreuten besonders
verhaltensauffällig sind oder aggressiv, aber dafür gibt es hinterher
Besprechungen oder Supervisionen. Auf der anderen Seite nehmen die
Betreuten Anteil an unserem Leben. Sie sind feinfühlig, sensibel und kümmern
sich um einen. Ich arbeite seit 17 Jahren bei der Lebenshilfe, und wenn
es für mich nicht der richtige Job wäre, dann wäre ich jetzt
woanders.
Matho:
Als Mutter bewundere ich alle, die in diesen Einrichtungen arbeiten. Man
muss es mit Leib und Seele wollen, sonst geht das nicht. Ich bin ganz
ehrlich – ich könnte es nicht immer. Wenn ich meinen Sohn eine Woche
zu Hause habe oder im Urlaub, dann bin ich auch froh, wenn ich ihn in
sein anderes Zuhause bringen kann.
Remane:
Auch das ist Teil unserer Arbeit. Wir wollen den Eltern ermöglichen,
ein eigenes Leben zu leben. Darauf haben sie einen Anspruch. Es gibt
aber viele Eltern, die sich nicht abnabeln können, weil sie fürchten,
ihr Kind wird nicht richtig betreut. Das ist ein schwieriger Prozess.
Haben
Sie ein Beispiel?
Remane:
Bei uns in der Wohnstätte lebt ein Mann, dessen Mutter ihn anfangs
nicht weggeben wollte, bis ein Notfall eintrat. Sie musste ihn zu uns
bringen und er ist geblieben. Das ist zehn Jahre her. Seither schickt
sie regelmäßig Karten und ist so dankbar, dass sie den Schritt gemacht
hat. Man muss das Zögern aber verstehen. Besonders bei schwierigen Fällen
müssen die Eltern ihr Leben hinterher komplett neu organisieren. Sie
sind 24 Stunden am Tag für das Kind da, zum Teil über Jahrzehnte. Wenn
diese Aufgabe plötzlich wegfällt, ist auch der Sinn ihres Lebens weg.
Sie haben ganz viel freie Zeit und wissen nicht, wohin damit.
Wie
gehen Sie auf solche Eltern zu?
Remane:
Wir bieten ihnen eine schrittweise Gewöhnung an. Die Kinder können die
Schülergruppe oder die Freizeitgruppe nutzen, sie machen vielleicht
einmal im Monat einen Ausflug. Die Eltern lernen dann erst mal, ein paar
Stunden Freizeit zu genießen. Solch ein langsames Abnabeln ist in
unseren Augen ideal.
Matho:
Die Kinder wegzugeben kostet schon Überwindung. Ich habe meinen Sohn
auch immer zu Hause gehabt. Aber man hat dann als Elternteil kein
eigenes Leben mehr.
Remane:
Viele der Behinderten machen nach einer Abnabelung auch noch einmal
einen Schritt nach vorn. Es ist hochinteressant, was plötzlich
funktioniert, wenn die Eltern loslassen und die Kinder motiviert werden,
Dinge selbst zu tun. Darauf muss man auch hinwirken. Manche Mütter
kommen in die Wohneinrichtungen und wollen die Zimmer ihrer erwachsenen
Kinder aufräumen. Ich frage dann, ob sie das bei ihren anderen Kinden
auch machen. Sie wollen beschützen und behüten, aber bestimmte Sachen
müssen auch die Behinderten lernen. Sie müssen auch mal die Erfahrung
machen, dass Dinge schief gehen. Und das vertragen sie auch.
Matho:
Es ist sicher keine leichte Aufgabe, aber das Schöne daran ist, dass
man von den Betreuten viel Dankbarkeit erntet. Man gibt etwas und
bekommt viel zurück.
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MAZ
11./12.12.10
Zwei-Mann-Betrieb
mit flexibler Arbeitszeit
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Wenn
das Kind ein Pflegefall ist, bleiben Vater und Mutter ein Leben lang in
der Elternrolle
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
/ PAAREN IM GLIEN - Wenn am Nachmittag der Bus der Lebenshilfe in
Paaren vorfährt, stehen die Eltern schon vor ihrem Haus bereit. Dann
nehmen sie ihren Jungen wieder in Empfang, der 48 Jahre alt ist und doch
immer unselbstständig wie ein Kleinkind bleiben wird.
Siegmar
Hänsel ist geistig und körperlich schwer behindert. Ein Pflegefall. 47
Jahre lang haben seine Eltern Erika und Horst ihn jeden Tag betreut und
beschützt, gefordert und gefördert, bis in diesem Jahr ein Unglück
das andere jagte: Erst wurde die Mutter schwer krank, dann brach sich
Vater den Arm. Wohin mit Siegmar?
Sie
hatten schon miserable Erfahrungen mit Pflegestätten gemacht, zum
letzten Mal, als Erika Hänsel sich den Star hat wegoperieren lassen.
Man hatte Siegmar in der Einrichtung, die sie gewählt hatten,
krampfauslösende Medikamente verabreicht – ihm, dem Spastiker. Er wäre
fast daran gestorben. Der Mutter treten beim Erzählen Tränen in die
Augen.
In
diesem Jahr, als über Nacht wieder ein Heim gefunden werden musste,
haben es die Eltern bei der Lebenshilfe in Falkensee versucht. Sie
unterhält dort Wohnheim und Tagesförderstätte für schwer mehrfach
behinderte Erwachsene. Seit Mai gehört nun Siegmar dort zu den Tagesgästen.
Er fühlt sich wohl. Damit geht es auch den Eltern gut. Und mit Blick
auf ihr Alter – er ist 73, sie 74 – haben sie schon vorsorglich für
ihren Sohn den Antrag auf einen Heimplatz bei der Lebenshilfe gestellt,
falls sie mal nicht mehr in der Lage sein sollten, für ihn da zu sein.
Denn das ist Schwerstarbeit, körperlich und psychisch.
Nie
hätte sich das junge Paar damals, 1962, träumen lassen, dass ihr
Wunschbaby, das zwei Jahre nach Töchterchen Marion zur Welt kam, ein
Leben lang ihre Hilfe brauchen würde – ob beim Essen, Fortbewegen,
Duschen oder Ankleiden. Es war ein schönes Neugeborenes. Aber es atmete
nicht, es schrie nicht, als es abgenabelt worden war. Später erfuhren
die Eltern, dass es Fruchtwasser geschluckt hatte und fast daran
erstickt wäre. Das zarte Gehirn hatte viel zu lange keinen Sauerstoff
bekommen. Frühkindliche Hirnschädigung, sagen die Mediziner. Doch die
ließen die Hänsels lange Zeit im Stich. „Das wird schon noch“, hieß
es, wenn die Eltern verzweifelt darauf aufmerksam machten, dass der
Kleine das Köpfchen nicht halten konnte und es auch mit dem Laufen dann
noch nichts werden wollte, als seine Alterskameraden schon längst dem
Fußball nachjagten. Vater Horst, ein Polytechniker, konstruierte dem
Jungen ein Gestell, in dem er den aufrechten Gang trainieren konnte. Sie
haben geübt, unendlich geduldig geübt, bis Siegmar tatsächlich
irgendwann Fuß vor Fuß setzte, ohne sich festhalten zu müssen. Doch
jetzt, wo er auf die 50 zugeht, kann er das Haus nicht mehr ohne
Rollstuhl verlassen.
Alles
im Paarener Elternhaus ist auf Siegmars Bedürfnisse ausgerichtet:
Stuhlgestelle sind verschweißt, Regale unlösbar mit der Wand
verschraubt, Lampen hängen nicht, sondern kleben als Scheiben direkt
unter der Decke, denn manchmal wird er aggressiv. Dann tobt er und schlägt
um sich. Der Hof ist nicht mit Steinplatten befestigt, das Haus nicht
mit Rauputz verkleidet, damit sich Siegmar nicht verletzt, falls er stürzt.
Die neueste Anschaffung ist ein Treppenlift. Denn oftmals konnten die
Eltern nur mit Hilfe der Nachbarn den kräftigen Sohn hoch- oder
heruntertragen. Wenn er etwas nicht will, und er will oft nicht, dann
kann man ihn mit Worten nicht bekehren. „Er hat autistische Züge.
Einerseits einen überragenden Orientierungssinn, andererseits das
Denkvermögen eines Zweijährigen“, erklärt sein Vater. „Ohne die
Hilfe und das Verständnis unserer Nachbarn wären wir verloren“,
setzt er dankbar hinzu. Auch der Hausarzt und die Zahnärztin, Familie
und gute Freunde zeigen den Hänsels immer wieder, dass sie große
Hochachtung vor deren Leistung haben. Und dass sie helfen, wenn Not am
Mann ist. Das tut den beiden gut. Mit ihnen tauschen will freilich
niemand.
„Wir
sind ein Zwei-Mann-Betrieb mit höchst flexibler Arbeitszeit“, so übersetzt
Horst Hänsel ihr Los ins moderne Geschäftsdeutsch. Er kann genauso gut
waschen, kochen, backen und putzen wie seine Frau. Obendrein ist er der
Hauptbuchhalter. Er verweist auf die vielen Ordner, die sie beide als
die gerichtlich bestellten Betreuer ihres Sohnes akribisch führen müssen.
Es ist eine Wissenschaft: Anträge ans Sozialamt, an die Pflegekasse,
die Kreisverwaltung und die Gemeinde. Rundfunkgebührenbefreiung,
Parkausweis, Schwerbeschädigtenausweis, Bericht ans
Vormundschaftsgericht, Rentensachen, Grundsicherung.
Manchmal
spüren sie es schon recht deutlich, dass die Kräfte schwinden. Seit
den 80er-Jahren haben sie keinen richtigen Urlaub mehr gemacht. Dabei hätten
sie ihn dringend nötig, zumal Siegmar nicht selten nachts nur drei,
vier Stunden schläft. Dennoch hadern sie nicht mit ihrem Schicksal. Nie
haben sie sich beklagt oder gar ihren Sohn versteckt. Immer war er
mittendrin, beim Fasching, bei der Konfirmation, bei Familienfeiern und
jetzt in der Gemeinschaft der Lebenshilfe in Falkensee. Erstmals lässt
der Vater den Gedanken zu, dass Siegmar auch ohne sie zurecht kommen könnte,
wenn im Wohnheim ein Platz frei werden sollte. „Aber jetzt doch noch
nicht!“, fällt ihm seine Frau sogleich ins Wort. Sie will sich nicht
vorstellen, dass das Kind, dem sie ihr ganzes Leben gewidmet hat, jetzt
aus dem Haus gehen könnte.
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MAZ
08.12.10
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MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Große
Spendenbereitschaft
Überwältigt
zeigt sich die Lebenshilfe von der Spendenbereitschaft der MAZ-Leser.
Die MAZ sammelt für einen Ausflug der Schwerstbehinderten mit dem
Rolli-Bus (Foto: Privat). Bisher sind fast 3000 Euro zusammengekommen -
und die Aktion läuft noch.
|
Große
Spendenbereitschaft
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Riesenfreude
bei der Lebenshilfe über Zwischenstand
FALKENSEE
- Uwe Piel und seine Mitarbeiter von der Falkenseer Lebenshilfe
bekamen die Anteilnahme und die Freigiebigkeit der MAZ-Leser vom ersten
Tag an direkt zu spüren. Kurz nach dem Auftaktartikel zur aktuellen
MAZ-Weihnachtsaktion hatte die Lebenshilfe einen Stand bei der
Falkenseer Angerweihnacht aufgebaut. „Wir wurden unentwegt auf die
Aktion angesprochen, Leute haben uns zum Teil gleich Barspenden in die
Hand gedrückt“, erzählt der Geschäftsführer. Andere überwiesen
wortlos, dafür aber zum Teil große Beträge. „Wir haben
Einzelspenden über mehrere hundert Euro bekommen“, freut sich Piel.
Eine
Frau etwa, die gerne anonym bleiben will, meldete sich auch bei der MAZ.
Sie hatte 500 Euro überwiesen – und lieferte auch gleich die Begründung:
Eine Spendenaktion für Menschen mit zum Teil schwerer
Mehrfachbehinderung, die hier in der Region leben, das sei ihr
sympathisch, sagte sie. Sie halte nichts von den großen Spendengalas im
Fernsehen, die ihrer Ansicht nach mehr der Präsentation der Stars als
dem guten Zweck dienen. „Die Leute von der Lebenshilfe aber, die sehe
ich hin und wieder, wenn sie einen Ausflug zum See machen. Und die
Arbeit in einer solchen Einrichtung ist sicher nicht einfach.“ Da sie
jetzt unverhofft eine Rentennachzahlung bekommen habe, habe sie
kurzentschlossen die Summe überwiesen.
Weil
offenbar noch andere MAZ-Leser so dachten, sind bis gestern Nachmittag
56 Weihnachtsspenden auf dem Konto der Lebenshilfe eingegangen, die
Gesamtsumme beträgt bisher 2935 Euro. Uwe Piel und sein Team können es
kaum fassen: „Von dieser Spendenbereitschaft sind wir alle überwältigt
und begeistert“, sagt der Geschäftsführer.
Der
eigentliche Weihnachtswunsch der Einrichtung – 14 Schwerbehinderten
aus der Falkenseer Tagesförderstätte eine Stadtrundfahrt durch Berlin
zu ermöglichen – kann damit schon erfüllt werden. „Wir machen uns
derzeit Gedanken, wie wir den Schwerbehinderten mit dem zusätzlichen
Geld eine Freude machen können“, sagt Piel. (Von Oliver Fischer)
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MAZ
04.12.10
Ein
Bus zum Reinrollen
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Der
Wunsch der Lebenshilfe ist nur mit Spezialgefährt umsetzbar

Bereit
für die Stadtrundfahrt: der
"Cabrio-Rolli-Bus".
FOTO: PRIVAT
FALKENSEE
- Wenn die Lebenshilfe mit schwerbehinderten Bewohnern einen größeren
Ausflug unternehmen will, ist das nicht so einfach. Schon ein einzelner
Rollstuhlfahrer bekommt in einem normalen Reisebus Probleme. Mit einer
ganzen Gruppe von Rollstuhlfahrern auf eine herkömmliche Stadtrundfahrt
gehen – das geht nicht.
Der
Berliner Unternehmer Richard Herrmann hat das Problem erkannt und Anfang
des Jahres ein Unternehmen gegründet, dass sich auf Reiseangebote für
Menschen mit körperlichen Behinderungen spezialisiert. Sein erstes
Projekt war der „Cabrio-Rolli-Bus“, ein barrierefreier Bus mit
bunter Karosserie und einer großen, behindertengerechten Toilette, der
seit Juli vor allem durch Berlin rollt, und mit dem sich die
Schwerbehinderten aus Lebenshilfe-Tagespflege gerne die Hauptstadt
anschauen würden.
Der
Bus war einst von der BVG angeschafft worden, um damit größere Gruppen
Fahrradtouristen oder Rollstuhlfahrer transportieren zu können. Die BVG
hatte ihn im vorigen Jahr aber ausrangiert. Richard Herrmann kaufte ihn,
um ihn zu einem barrierefreien Reisebus auszubauen. Das dauerte ein paar
Monate. Das Besondere an dem Bus: Praktisch alle Sitze können
herausgenommen werden, so dass Rollstuhlfahrer je nach Wunsch im eigenen
Untersatz sitzen bleiben können. „Und weil es ein Hochbodenbus ist,
haben die Passagiere eine wunderbare Sicht auf die Stadt“, sagt Frank
Hermenau Hellmuth, der Medienbeauftragte der Dr. Herrmann Wirtschaft
& Verkehr Beratungs-AG. Besondere Mühe habe sich das Unternehmen
bei der Gestaltung gegeben. Frank Hermenau Hellmuth: „Wir wollten den
Bus von Jugendlichen gestalten lassen, die selbst ein Handycap haben.“
Deshalb
trat das Unternehmen an das Potsdamer Oberlinhaus heran, in dem
Jugendliche mit körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung eine
Berufsausbildung machen können. Junge Mediengestalter aus dem
Oberlinhaus nahmen sich des Projektes an. Sie diskutierten generelle
Fragen, etwa ob überhaupt ein Rollstuhlfahrer auf dem Bus zu sehen sein
sollte. Dann zeichneten sie mehrere Entwürfe und wählten am Schluss
den besten aus.
Das
Dach lässt sich natürlich auch öffnen – wie es sich für einen
Cabrio-Bus gehört. Wenn die Lebenshilfe aber ihre Stadtrundfahrt noch
im Winter machen kann, werden die Fahrgäste darauf sicher lieber
verzichten. (Von Oliver Fischer)
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MAZ
01.12.10
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AUF
EIN WORT
Unterstützer
gesucht
Hiltrud
Müller zur diesjährigen MAZ-Weihnachtsaktion, die geistig Behinderten
gilt
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Es
ist ein alter Brauch, dass die 15 Lokalredaktionen der MAZ alljährlich
in ihrem Verbreitungsgebiet eine Weihnachtsaktion starten. Immer geht es
um eine Freude außer der Reihe, die man Kindern, Familien oder
bestimmten Gruppen bereitet, die es nicht leicht haben im Leben. In
diesem Jahr wollen wir im Osthavelland mit Hilfe unserer Leser geistig
behinderten Menschen ein Extra bescheren. Sie besuchen wochentags eine
Tagesförderstätte des Vereins Lebenshilfe Havelland in Falkensee und wünschen
sich einmal einen Ausflug, den alle gemeinsam unternehmen können. Dazu
ist ein Spezialbus nötig, in dem alle sechs
|
Rollstühle
zugleich Platz haben und die vertrauten Betreuer ebenfalls. Es sind
keine Unsummen, die für die Busmiete fällig werden. Aber für die
Betroffenen, die mit Erwerbsunfähigkeitsrente und Grundsicherung
auskommen müssen, wäre jedes Extra ein Kraftakt. Dabei wollen wir
nicht nur Geld sammeln, sondern auch ins Licht der Öffentlichkeit rücken,
was oft nur die unmittelbar Betroffenen bewusst wahrnehmen: die
Lebensumstände von schwer mehrfach Behinderten, die Arbeit ihrer
Betreuer und die gewaltige Leistung, die Eltern für ihre behinderten
Kinder ein ganzes Leben lang tragen ohne ein einziges Wort der Klage.
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Glücklich
mit dem stummen Radio
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Im
Gespräch mit Daniela Reichardt über ihre Arbeit als Betreuerin
Schwerbehinderter
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Sie
stammt aus Quermathen und kümmert sich in Falkensee um
Schwerstbehinderte. Mit der 23-jährigen Heilerziehungspflegerin Daniela
Reichardt vom Verein Lebenshilfe sprach Hiltrud Müller.
MAZ:
Frau Reichardt, war es Wunsch oder Schicksal, dass Sie sich jetzt um
geistig Behinderte kümmern?
Daniela
Reichardt: Es
ist meine freie Entscheidung gewesen. Eigentlich wollte ich Erzieherin
werden, wollte mit kleinen Kindern arbeiten. Aber während der Praktika
spürte ich schon: Die Assistenz liegt mir mehr als das Erzieherische.
Dabei hatte ich bis zu meinem Praktikum im Potsdamer Oberlinhaus noch
nie Menschen mit Behinderung erlebt. Ich war von dieser Begegnung
fasziniert.
MAZ:
Frau Reichardt, war es Wunsch oder Schicksal, dass Sie sich jetzt um
geistig Behinderte kümmern?
Daniela
Reichardt: Es
ist meine freie Entscheidung gewesen. Eigentlich wollte ich Erzieherin
werden, wollte mit kleinen Kindern arbeiten. Aber während der Praktika
spürte ich schon: Die Assistenz liegt mir mehr als das Erzieherische.
Dabei hatte ich bis zu meinem Praktikum im Potsdamer Oberlinhaus noch
nie Menschen mit Behinderung erlebt. Ich war von dieser Begegnung
fasziniert.
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Daniela
Reichardt schaut Karin über die Schulter, die heute das
Kartoffelschälen übernommen hat.
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MAZ:
Frau Reichardt, war es Wunsch oder Schicksal, dass Sie sich jetzt um
geistig Behinderte kümmern?
Daniela
Reichardt: Es
ist meine freie Entscheidung gewesen. Eigentlich wollte ich Erzieherin
werden, wollte mit kleinen Kindern arbeiten. Aber während der Praktika
spürte ich schon: Die Assistenz liegt mir mehr als das Erzieherische.
Dabei hatte ich bis zu meinem Praktikum im Potsdamer Oberlinhaus noch
nie Menschen mit Behinderung erlebt. Ich war von dieser Begegnung
fasziniert.
Wieso
das?
Reichardt:
Diese Menschen scheinen in einer ganz eigenen Welt zu leben, kommen aber
mit unserer Hilfe auch in dieser sehr gut klar. Mich berührt, dass sie
nicht so materiell eingestellt und überhaupt nicht berechnend sind.
Daniela zum Beispiel liebt Eimer über alles. Sie staunt sie an, als wäre
es eine Offenbarung. Und sie macht das raschelnde Geräusch von
Zellophanpapier glücklich. Ellen liebt ihr kleines Kofferradio,
schleppt das überall mit hin, ohne dass es auch nur einen einzigen Ton
von sich geben würde. Sie brauchen nicht ständig ein raffinierteres
Handy, noch tollere Klamotten, um glücklich zu sein. Und da sie sich
nur schwer artikulieren können, tragen sie uns die Aufgabe auf,
herauszufinden, was in ihnen vorgeht. Das ist immer wieder eine
Herausforderung. Das ist spannend und schön.

Ellen
liebt Kofferradios über alles,
selbst wenn sie schweigen.
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Wie
sagen Sie zu den schwerbehinderten Menschen, die Ihnen anvertraut sind
– Patienten, Tagesgäste, Klienten?
Reichardt:
Wir sagen „unsere Leute“. Patienten geht gar nicht. Wir pflegen sie
ja nicht gesund, wir sind kein Krankenhaus. Sie sind von Geburt an
geschädigt. Wir nehmen sie an, wie sie sind, und versuchen, das Beste
herauszuholen.
Und
das hat bei jedem offensichtlich ein anderes Maß.
Reichardt:
Richtig. Wenn es uns gelingt zu erreichen, dass Daniela sich nicht
selbst verletzt, dass sie sich also nicht mehr beißt, dann haben wir
viel erreicht. Sie kann sich verbal nicht erklären. Also ermutigen wir
sie immer wieder: Zeig uns, was du willst! Sie soll lernen, dass sie ein
erwachsener Mensch ist und die Macht hat, ihre Wünsche zu äußern.
Wie
begegnet Ihnen Ihre Umgebung, wenn sie hört, dass Sie sich geistig
Behinderten widmen?
Reichardt:
Oft höre ich: Also das könnte ich nie! Wer keine Ader dafür hat,
sollte es lassen. Manchmal begegnen mir auch Meinungen wie diese: Die
bringen doch dem Staat nichts, warum so viel Mühe und Geld dafür
aufwenden? Das halte ich für eine ganz fatale Betrachtungsweise.
Bekommen
Sie auch etwas zurück?
Reichardt:
Sehr viel sogar. Unsere Leute spüren sehr genau, wenn es einem nicht
wirklich gut geht. Dann streichelt dich schon mal tröstend eine Hand.
Schön ist es auch, die kindliche Freude an der Natur, am Pfützenpatschen,
an einem spaßigen Wort oder der entspannten Atmosphäre zu erleben. Es
wird in diesem Haus oft und gern gelacht.
Nie
am Ende mit der Kraft?
Reichardt:
Natürlich ist die Belastung mitunter groß, wenn Karin den ganzen Tag
zwanghaft spricht. Oder angesichts der Lautstärke, die der eine oder
andere an den Tag legt. Obwohl meine Kollegen und ich nur 30 Stunden pro
Woche arbeiten, sind wir zum Feierabend ziemlich geschafft. Trotzdem: Es
ist die Arbeit, die ich mir gewünscht habe. Die und keine andere.
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MAZ
27./28.11.10
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MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Stadtpartie
im Rollibus
14
schwer mehrfach Behinderte aus Falkensee wünschen sich einen Ausflug
nach Berlin. Aber sechs sind auf einen Rollstuhl angewiesen. Ein
Spezialbus könnte sie alle transportieren. Die MAZ bittet ihre Leser,
die Busmiete zu spendieren.
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Stadtpartie
im Rollibus
MAZ-WEIHNACHTSAKTION:
Schwerbehinderte
wünschen sich einen gemeinsamen Tagesausflug nach Berlin
Lebenshilfe:
Rosita (l.) und Nicole kommen täglich zur Tagesförderstätte in
Falkensee
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Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
-
Beate Remane hat den bunten Cabrio-Rolli-Bus in einem Prospekt
entdeckt und sofort gedacht: Das wäre ideal für unsere Leute! Ein
Reisebus, in den acht Rollstuhlfahrer einfahren können. Keiner muss
seinen Rollstuhl verlassen und jeder hat einen Fensterplatz! Wenn man die
Miete zusammenbekäme, könnten sie gemeinsam eine Stadtpartie
unternehmen. Ach, das täte allen gut.
Beate
Remane leitet in Falkensee die Tagesförderstätte für schwer mehrfach
behinderte Erwachsene. Träger ist der Verein Lebenshilfe Havelland. In
dem neuen Haus an der Bahnhofstraße werden zurzeit 14 geistig Behinderte
betreut. Sie sind zwischen 20 und 63 Jahren alt. Die meisten leben im
Wohnheim, vier im Haushalt ihrer Eltern. Der Weg zur Tagesförderstätte
ist der tägliche Gang „zur Arbeit“. Zu schwer wiegen ihre Schädigungen,
als dass diese Menschen in einer Behindertenwerkstatt beschäftigt werden
könnten. Ihre Arbeit heißt: Leben üben, Gemeinschaft spüren.
Heute
besteht ihre Aufgabe darin, gemeinsam zu kochen. Vier von fünf Tagen wird
das Mittagessen geliefert. Vor dem Kochen muss eingekauft werden. Daniela
Reichardt, eine junge Heilerziehungspflegerin, hat schon die Einkaufsliste
geschrieben, derweil sich der Einkaufstrupp – die mobilere der beiden
Gruppen – ankleidet. Einige brauchen Hilfe, vor allem die
Rollstuhlfahrer. Dann setzt sich der kleine Konvoi langsam in Bewegung,
Richtung Supermarkt. Während Jörg munter drauf los schwadroniert und
auch schon mal zutraulich wie ein Kind Passanten anspricht, hält die
schweigsame Daniela im Rollstuhl eisern den Einkaufszettel fest. Die
kleinwüchsige Karin fasst die Hand ihrer Betreuerin und lässt sie auf
dem ganzen Weg nicht mehr los.
Derweil
schlachtet Betreuer Enrico im Gruppenraum der Schwerstbehinderten einen Kürbis.
Sigmar, 48 und kaum in der Lage, sich über Worte mitzuteilen, darf den
Gemüseschneider bedienen und jauchzt vor Freude, wenn es „klack“
macht. Der fast gleichaltrige Lutz, der erst vor kurzem in die Gruppe kam,
kann den Lärm schwer ertragen. Er hat sich in den Nebenraum zurückgezogen.
Doch auch in der Stille klopft er sich mit stereotypen Armbewegungen unablässig
gegen die Schulter. „Es ist eine Form des Abreagierens“, erklärt
Anja, seine Betreuerin.
Sie
muss sich jetzt um Cordula kümmern, die zur Toilette will, aber in einem
ausladenden starren Rollstuhl liegt. Er wurde quasi Cordula auf den Leib
gegossen, denn sie ist spastisch gelähmt, muss gefüttert werden wie ein
Kind und wird mit einem Lifter am Abend vom Rollstuhl ins Bett gehievt.
Wenn dieser sperrige Rollstuhl in den Kleinbus gehoben werden soll, muss
jedes Mal die Rückbank entfernt werden und kein anderer Rolli hat im
Fahrzeug Platz. Aber sechs der 14 Tagesgäste sind darauf angewiesen, wenn
sie das Haus verlassen.
Darum
wäre es wunderbar, wenn man sich einen Gemeinschaftsausflug mit dem
Cabrio-Rolli-Bus leisten könnte. Dazu sind 500 Euro nötig, die die MAZ
mit Hilfe ihrer Leser in der diesjährigen Weihnachtsaktion aufbringen möchte.
Helfen Sie mit!
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BRAWO
11.07.10

Auf
Erfolgskurs seit bald zwanzig Jahren
In
der Falkenseer Bahnhofstraße entsteht bis Ende 2012 ein neues
Lebenshilfezentrum
FALKENSEE.
Nicht wenige Einrichtungen pausieren oder treten derzeit kürzer.
Dagegen
ist die Lebenshilfe Havelland für ihre Mitglieder und Freunde auch in
den Ferien voll da. Ihre Erfolgsgeschichte begann vor bald zwanzig
Jahren, sie reicht bereits in die weitere Zukunft hinein: Im März ist
beschlossen worden, in der Falkenseer Bahnhofstraße neben der Tagesförderstätte
ein Zentrum für Information, Beratung und Service zu errichten. Das
bereits im Modell vorzeigbare Bauwerk soll bis Ende 2012 fertiggestellt
werden. Das berichten die Lebenshilfe-Vorsitzende Marianne Matho und der
Vereinsgeschäftsführer Uwe Piel am Rande des Sommerfestes, das die
Mitarbeiter, Mitglieder und Freunde der Lebenshilfe für geistig
behinderte Menschen vor kurzem zusammenführte.
Die
für das Projekt verantwortliche Arbeitsgruppe hat sich nicht nur zum
Ziel gesetzt, den wachsenden Anforderungen an die Lebenshilfe gerecht zu
werden. Ihr geht es auch darum, im Zentrum Falkensees das Stadtbild
weiter zu verbessern und die Lebenshilfe im Stadtzentrum durch ein
eigenes Zentrum zu verankern, fügten Matho und Piel hinzu. „Hilfe zum
selbst bestimmten Leben bleibt die Maxime aller Mitarbeiter und
Mitglieder“, so heißt es in einer aktuellen Publikation der
Lebenshilfe Havelland.
Zu
ihren zahlreichen Einrichtungen gehören eine interdisziplinäre Frühförder-
und Beratungsstelle, Familienunterstützende Dienste, Wohnstätten und
die bekannte Integrations-Kita in der Falkenseer Falkenhagener Straße.
Wer die Arbeit der Lebenshilfe als Mitglied, ehrenamtlicher Helfer oder
durch eine Spende fördern möchte, erhält weitere Informationen unter
Telefon 03322/505280 oder geschaeftsstelle@lebenshilfehavelland.de.
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MAZ
06.07.10
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Lebenshilfe
feiert
Beim
Sommerfest der Lebenshilfe war am Sonnabend die Playback-Show der
Renner. Den meisten Beifall erhielt das Lied zur Fußball-WM "54,
74, 90, 2010", das auch ziemlich gut zum an diesem Tag
stattfindenden Spiel der deutschen Mannschaft passte. Auf der Bühne
stand auch CLown Retzi. Die Kinder der Integrationskita führten zudem
ein kleines Programm auf. FOTO:
HUBERT KAUFHOLD
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MAZ
28.06.10
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Sommerfest
der Lebenshilfe
FALKENSEE
Der Verein Lebenshilfe Havelland lädt für den 3. Juli zu seinem
Sommerfest auf dem Gelände der Lebenshilfe in der Falkenhagener Str.
95/97 in Falkensee ein (Zugang über Bergstr. 11) Zwischen 10 und 16 Uhr
werden unter anderem die Kinder der Integrationskita
"Entdeckerland" ein Programm aufführen. Anschließend ist
Clown Retzi zu erleben. Ein Krankenwagen wird zum Anfassen vor Ort sein.
Zudem ist auch eine Mini-Playback-Show geplant.
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MAZ
20.04.10
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Ein
Lebenshilfe-Center im Herzen der Stadt
Vor
20 Jahren entstanden in Falkensee die ersten
Wohnungen für geistig Behinderte / Nun ist ein neuer Bau geplant

In
der Wohnstätte für geistig Behinderte in Falkensee: Cordula wird mit
dem neuen Lifter in den Rollstuhl gehoben.
FOTOS: HILTRUD MÜLLER
Vor
20 Jahren wurden erstmals im Kreis Nauen Wohnungen für geistig
behinderte Menschen geschaffen. Inzwischen hat die Lebenshilfe Havelland
ein ganzes Netzwerk entwickelt und plant einen weiteren Neubau in
Falkensee.
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
Der Lifter ist eine tolle Einrichtung. Damit können schwerbehinderte
Menschen mühelos vom Bett in den Rollstuhl oder vom Rollstuhl in die
Badewanne gehoben werden. Und die Betreuer schonen ihren Rücken.
Allerdings hat das Gerät seinen Preis: 4500 Euro. Dank einer Zuwendung
von 1500 Euro durch die Berliner Volksbank konnte sich jetzt der Verein
Lebenshilfe Havelland diese Neuanschaffung leisten. Sie wird in der
Wohnstätte für geistig Behinderte in der Ruppiner Straße 30 vor allem
für die spastisch gelähmte Cordula gebraucht, die hier zu Hause ist
und ohne fremde Hilfe verloren wäre.
32
schwerbehinderte Erwachsene wohnen in diesem Haus. Es ist ausgebucht.
Wer ein relativ selbstständiges Leben führen kann und nur stundenweise
Betreuung braucht, lebt in der Wohngemeinschaft in der Bergstraße oder
in Außenwohnungen. Aber weil es kaum kleine, preiswerte in der Region
gibt, hat die Lebenshilfe zur Selbsthilfe gegriffen und im Vorjahr ein
eigenes Haus an der Bahnhofstraße gebaut, mit Wohnungen und einer
Tagesstätte für Schwerstmehrfachbehinderte, die nicht in der Lage
sind, in einer Behindertenwerkstatt zur Arbeit zu gehen. Aber sie sollen
wie jeder andere Mensch auch einmal aus ihrem Wohnumfeld herauskommen.
Gleich
neben diesem Haus an der Bahnhofstraße ist bereits mit dem Roden des
Nachbargrundstücks begonnen worden, es war unlängst zwangsversteigert
worden. Die Lebenshilfe griff zu, es erwies sich als Schnäppchen, denn
das schmale, 100 Meter ins Hinterland hineinreichende Grundstück an der
Hauptverkehrsstraße gilt Häuslebauern nicht gerade als Filetstück.
Wohl aber für die Lebenshilfe, die damit ihr Grundstück wunschgemäß
erweitern kann. Denn sie möchte, so hat es der Vorstand Ende März
beschlossen, ein Lebenshilfe-Center bauen. Damit öffnet sich der Verein
in noch stärkerem Maße als bisher nach außen. Er bietet Information,
Beratung und Service für alle an, die sich auf dem Gebiet der
Behindertenbetreuung informieren oder engagieren wollen. Mehr noch: Es
soll ein Anlaufpunkt für all jene werden, die sich in einer besonderen
Lebenssituation befinden und buchstäblich Lebenshilfe suchen. Außerdem
wird man sich dort über Möglichkeiten von Zivildienst, freiwilligem
sozialen Jahr oder Weiterbildung informieren können. Zudem sollen in
diesen Neubau auch die Geschäftsstelle aus der Ruppiner Straße und der
Bereich „Familie und Freizeit“ umziehen, der jetzt im Keller an der
Falkenhagener Straße untergebracht ist, wo sich der
Integrationskindergarten „Entdeckerland“ befindet. Bis es so weit
ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen. In diesem Jahr soll die
Planung erarbeitet, im nächsten Jahr die Baureife hergestellt werden,
so dass im Frühjahr 2012 mit dem Bau begonnen werden kann und
vielleicht Ende 2012 Einzug gefeiert wird. Auch in diesem Fall hofft der
Vorstand auf Förderzuschüsse durch die „Aktion Mensch“, denn ganz
ohne Hilfe lässt sich das Projekt nicht stemmen. Uwe Piel, Geschäftsführer
des Vereins, der 106 Mitglieder zählt und 85 Mitarbeiter in seinen
Einrichtungen beschäftigt, freut sich über diese Erweiterungsmöglichkeit
im Zentrum der Stadt. „Es entspricht unserer Philosophie, nicht an der
Peripherie, sondern mitten im geschäftigen Leben einer Stadt präsent
zu sein“, sagt Piel. Und auch im Rathaus wird man sich freuen, wenn
wieder eine Baulücke in der City geschlossen wird.
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PRAKTISCHE
LEBENSHILFE
Die
Anfänge: Dort, wo sich heute die Geschäftsstelle des Vereins LEBENSHILFE
Havelland in der Ruppiner Straße 30 von Falkensee befindet, wurden im
April 1990 die ersten drei Doppelzimmer für geistig behinderte
Erwachsene im Kreis Nauen eingerichtet. Es handelte sich ausschließlich
um junge Menschen, die bis dahin entweder im benachbarten
Altenpflegeheim lebten oder aus einem Wohnheim in Brandenburg/H. zurück
in ihre Heimat geholt wurden.
Der
Pionier: Uwe Piel, ausgebildet als Ökonom des Gesundheits- und
Sozialwesens, war der erste Heimleiter dieses ersten Heimes für geistig
behinderte Erwachsene im Kreis Nauen. Heute ist er Geschäftsführer der
LEBENSHILFE Havelland.
Die
LEBENSHILFE: Im Jahr 1991 gründete sich
dieser Verein, der peu à peu ein Netzwerk für die Betreuung von
geistig Behinderten - vom Kleinkind bis ins hohe Lebensalter - aufbaute.
Das
Betreuungsnetz: Der Verein kümmert sich heute um die Frühförderung
von 273 Kindern im Havelland zwischen null und sechs Jahren. Er unterhält
in Falkensee die Integrations-Kita mit 90 Plätzen, eine Wohnstätte für
32 Erwachsene in der Ruppiner und eine Wohngemeinschaft in der Bergstraße
für acht Personen, außerdem ein Haus an der Bahnhofstraße mit einer
Tagesförderstätte und sieben Wohnungen. Zudem gewährleistet er die
ambulante Betreuung von geistig Behinderten in diversen Außenwohnungen.
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MAZ
18.02.10
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Faschingsparty
in der Falkenseer Integrationskita
In
fantasievollen Kostümen haben die Kinder der Integrationskita der
Lebenshilfe in Falkensee Fasching gefeiert. Viele Mädchen erschienen
als kleine Prinzessinnen, am beliebtesten bei den Jungen war das Räuberkostüm.
Zu sehen waren aber auch viele Clowns, Batman-Darsteller, Schmetterlinge
und Astronauten. Höhepunkt des Faschingtrubels war der Auftritt des
Musikclowns Jopi aus Berlin.
Er
faszinierte die Kinder bei seinem Programm mit Tönen aus einer
Luftpumpe, einer Pauke und einem Saxophon. Anschließend durfte sich das
Publikum selbst beim Musizieren versuchen. FOTOs: HUBERT KAUFHOLD
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MAZ
30.12.09
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Weihnachtsmann
in der Integrationskita
Der
Weihnachtsmann hat bei seiner Tour durch die Region auch in der
Falkenseer Integrationskita „Entdeckerland" des Vereins
Lebenshilfe für geistig Behinderte Havelland Station gemacht.
Jedes Kind erhielt einen Beutel mit Süßigkeiten - freilich
nicht, ohne vorher einzeln oder als Gruppe ein kleines Gedicht
aufzusagen oder ein Lied zu singen. Jede der sechs Gruppen bekam
außerdem einen Sack mit pädagogisch wertvollen
Spielsachen.
foto: hubert kaufhold
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MAZ
04.12.09
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Hilfe
für die „Lebenshilfe“
Aktion
Mensch unterstützt Verein in Falkensee mit fast 400 000 Euro
FALKENSEE
Eine vorweihnachtliche Bescherung erlebte der Verein Lebenshilfe
Havelland in Falkensee. Für den Bau der Tagesförderstätte für
schwerstbehinderte Menschen und die in diesem Haus integrierten
Wohnungen für Behinderte, die Anfang des Jahres fertig gestellt worden
waren, gab es im Nachhinein noch einen beachtlichen Zuschuss. Das
bedeutet für die Lebenshilfe erhebliche
Marscherleichterung beim Abzahlen der Investition: Die Deutsche
Behindertenhilfe - Aktion Mensch hat den im September 2006 gestellten Förderantrag
positiv beschieden. Mit 350 000 Euro steuert sie ein beachtliches Sümmchen
zu den Eigenmitteln der Lebenshilfe bei.
Der Zuschuss entspricht knapp einem Viertel der Gesamtkosten für das
neue Haus an der Bahnhofstraße samt Grundstück und Ausstattung. Die
wird nun erneut ergänzt: Im Mai 2010 gibt es den lange ersehnten
Kleinbus mit Hubmatik-Schwenklift. Auch hier hilft die Aktion Mensch.
Zur jüngsten Kuratoriumssitzung war der Antrag der Falkenseer bewilligt
worden, womit 46 000 der 58 000 Euro Gesamtkosten übernommen werden.
Mit dem Bus werden die Behinderten künftig zur Therapie, zur täglichen
Arbeit, zu Ausflügen oder Ferienzielen gebracht. hm

Das
neune Lebenshilfe-Haus mit
Bewohnern
FOTO: HILTRUD MÜLLER
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BRAWO
12.07.09
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Alle
gut aufgehoben
Lebenshilfe
Havelland e.V. feierte stimmungsvolles Sommerfest
Falkensee
(cl.). Sogar auf Schatzsuche ging es beim Sommerfest der Lebenshilfe
Havelland e.V. am 04. Juli 2009 in der Falkenhagener Straße.
Vereinsvorsitzende Marianne Matho wünschte allen Besuchern einen Wohlfühltag,
und dieser Wunsch ging in dem fünfstündigen Programm mit Tänzen der
Kindergartenkinder, einer großen Piratenparty, Glücksrad, dem Auftritt
einer Bauchtanzgruppe aus dem Studio „Tausendundeine Nacht“ sowie
einer Mini – Playbackshow in Erfüllung. „Wir machen unsere
Sommerfeste seit vielen Jahren“, erklärte Marianne Matho, „und es
ist immer eine Freude mit anzusehen, welche Begeisterung das in unserer
großen Lebenshilfe – Familie auslöst.“ Die Lebenshilfe Havelland
e.V. besteht seit dem 18. Juni 1991. „Der Name unseres Vereins drückt
die Handlungsmaxime aller Mitarbeiter und Mitglieder aus – die Hilfe
zum selbst bestimmten Leben“, sagte Geschäftsführer zu den Zielen
des Vereins. „Menschen mit geistiger Behinderung sind Menschen wie Sie
und ich, sie leben mit uns gemeinsam und sind gleichberechtigte
Mitglieder der Gesellschaft.“ Dafür brauchen sie entsprechend ihrer
Eigenarten, Fähigkeiten und Fertigkeiten angepasste und einfühlsame
Hilfe im täglichen Leben. Diese Hilfe erhalten 230 Kinder in der
Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle (IFFB) und im
Integrationskindergarten „Entdeckerland“. Erwachsene werden im
Bereich Familie und Freizeit durch den Familienunterstützenden Dienst,
Lebenshilfe Tours oder sozialpädagogische Einzelbegleitung betreut. Im
Bereich Wohnen und Tagesgestaltung leben 32 Menschen in der Wohnstätte,
13 besuchen die Tagesförderstätte, 8 sind im stationär betreuten und
16 im ambulanten Wohnen untergebracht. „Ihr Dankeschön sind ein Lächeln
und ein Drücken für uns“, sagte der Vereinsvorsitzende Hubert
Kaufhold, „und das große Vergnügen ist sowieso allen anzusehen.“
Wer Mitglied des Vereins Lebenshilfe werden möchte oder ein Ehrenamt übernehmen
will, kann sich an die Geschäftsstelle Lebenshilfe Havelland, Ruppiner
Straße 30/32, 14612 Falkensee, wenden oder unter 03322/505280 bzw. geschaeftsstelle@lebenshilfehavelland.de
/ www.lebenshilfeHavelland.de
Kontakt aufnehmen und sich informieren.
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BRAWO
12.07.09
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BLICK
HINTER DIE KULISSEN
Der
seit 1991 in Falkensee ansässige Verein „Lebenshilfe für geistige
Behinderte Havelland e.V.“ feierte am 4. Juli sein diesjähriges
Sommerfest – und das mit reichlich Sonnenschein.
Das
Team um die Vereinsvorsitzende Marianne Matho und Geschäftsführer Uwe
Piel bot den Gästen einen Einblick in die Vereinsarbeit. Mit einem
bunten Programm und guter Küche wurde der Tag gebührend gefeiert.
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MAZ
03.07.09
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Sommerfest
bei der Lebenshilfe
FALKENSEE
| In der Integrationskita „Entdeckerland“ des Vereins Lebenshilfe
Havelland wird morgen ab 10 Uhr Sommerfest gefeiert. Der Zugang zum Gelände
an der Falkenhagener Straße erfolgt über die Bergstraße 11. Geplant
sind bis 16 Uhr unter anderem eine große Piratenparty sowie der
Auftritt einer Bauchtanzgruppe. Es gibt Bastelstände, ein Glücksrad
und viele andere Attraktionen.
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BRAWO
28.06.09
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Auf
Entdecker - Tour im Rathaus

Elf
Kinder der Kita Entdeckerland
besuchten in der vergangenen Woche die Falkenseer
Rathausverwaltung. Nachdem sich die Kids über die Arbeit von Bürgermeister
Heiko Müller informierten, erfuhren die drei- bis sechsjährigen bei
Angelika Wikowski, wo sie einmal heiraten können.
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MAZ
23./24.05.09
AUF
EIN WORT
Hürdenlauf
Hiltrud
Müller über die Leistungen der „Lebenshilfe“ und ihre inneren
Krisen
Dem
Verein „Lebenshilfe Havelland“ verdankt die Stadt Falkensee ein
beachtliches Segment ihres sozialen Netzes. Denn dieser Verein nimmt
sich geistig behinderter Menschen an – von der Wiege bis ins hohe
Alter. Zu diesem Zwecke hat die „Lebenshilfe“ in den vergangenen
zehn Jahren en umfassendes Konzept entwickelt und drei große neue Häuser
in die Stadt gesetzt: ein Wohnheim, einen Integrationskindergarten, eine
Förderstätte für Schwerstmehrfachbehinderte. Doch so linear
erfolgreich wie sich diese Nachricht liest, war es um den Verein nicht
immer bestellt.
Es
gab Zeiten, in denen die „Lebenshilfe“ auseinander zu brechen drohte
und selbst Lebenshilfe benötigte. Dass diese Krisen letztlich überwunden
und als Chance genutzt wurden, ist vor allem der Besonnenheit einiger
ihrer Mitglieder zu danken, die sich fürs Kapitulieren entschieden
haben. Zu ihnen gehört zweifellos der heutige Vize – Vereinschef
Hubert Kaufhold. Wie die meisten Mitglieder, so ist auch er ein
Betroffener und hat als solcher beizeiten das Kämpfen gelernt: Um jeden
Fortschritt in der Entwicklung seines behinderten Sohnes musste er
ringen. Nicht minder um die Akzeptanz der Gesellschaft für die Bedürfnisse
Behinderter und ihrer Familien.
Das
Feld war weit und unbestellt
FALKENSEER
KÖPFE: Hubert
Kaufhold gab vielen Kindern Lebenshilfe / Außerdem sammelt er Kameras
– bald sind 1000 beisammen
Hubert
Kaufhold (60) hat im Havelland die "Lebenshilfe" mit
aufgebaut. Wie fast allen, die sich dort engagieren, ist auch bei ihm
die Familie betroffen
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
- „Er fährt, er fährt!!“
Hubert Kaufhold musste die Freude hinausrufen über die sandige Jahnstraße
hinweg, an der sie damals wohnten und wo Sohn Christian endlich –
heureka! – das Kinderrad in der Balance hielt. Hunderte, ach was,
tausende Male war Kaufhold, die Hand stützend am Hinterrad, im
Windschatten seines eifrig strampelnden Jungen hergesprintet. Zwei
Sommer lang. Fast hätte er aufgegeben. Beinahe. Hat dennoch
weitergemacht. Und nun konnte Christian tatsächlich Rad fahren. Was für
ein Sieg. Der Junge war zehn.
Christian
ist geistig behindert. „Frühkindliche Hirnschädigung“ lautete die
Diagnose, nachdem offenbar geworden war, dass der Sauerstoffmangel unter
der Geburt verhängnisvolle Folgen gehabt hatte und sich das
zweitgeborene Kind von Regina und Hubert Kaufhold nicht wie andere
entwickeln würde. Haderte das Paar mit seinem Schicksal? Wenn Hubert
Kaufhold (60) auf jene Zeit zurückblickt, dann ist ihm vor allem gegenwärtig,
wie angespannt beschäftigt sie waren, um ihr tägliches Pensum zu bewältigen:
Seine Frau kümmerte sich um die beiden kleinen Kinder – ihre Tochter
ist nur ein Jahr älter als Christian – und um den Haushalt. Er selbst
arbeitete als Sport- und Unterstufenlehrer und war in jeder freien
Minute mit dem Sport oder der Suche nach einer Fördermöglichkeit für
den Jungen beschäftigt. Denn in der thüringischen Provinz, in der sie
lebten, war weit und breit nichts dergleichen auszumachen. Mit dem Moped
durchquerte er die Republik, auf der Suche nach Förderstätte, Arbeit
und Wohnung. Fündig wurde er letztlich in Falkensee. Das war
1975.
Die
Hoffnung, dass der Kleine die Hilfsschule besuchen könnte, erfüllte
sich nicht. Obwohl viele glaubten, der Junge, der so aufgeschlossen und
mit geschliffenen Manieren auftrat, schafft das. Seine Eltern hatten
Wert darauf gelegt, ihn zu fordern anstatt zu verhätscheln. „Das ist
bei behinderten genauso wie bei anderen Kindern: Sie entwickeln sich mit
den Anforderungen“, sagt der Pädagoge. Auch wenn jeder Sieg um vieles
schwerer zu erringen ist und sich irgendwann kein Fortschritt mehr
einstellt.
Christian
besuchte die Tagesstätte in der Leinestraße für
„nichtschulbildungsfähige, förderfähige Kinder“, wie es damals
hieß. Wie viele Familien, so hatten auch die Kaufholds kein Auto. Ob
sengende Sonne, Sturm oder Schnee – die Eltern brachten den Filius täglich
auf dem Fahrrad zur Förderstätte. Der Vater setzte sich dafür ein,
dass ein Hol- und Bringedienst die Eltern entlastet, die ohnehin eine
schwere Bürde zu schleppen hatten in einer Welt, in der die Teilhabe
von Behinderten am gesellschaftlichen Leben gerade erst zaghaft ins öffentliche
Bewusstsein zu rücken begann. In einer Welt, in der es an Hilfsmitteln
für Behinderte fehlte und in der die Organisation des täglichen Lebens
mit hundert Hürden blockiert war.
Die
intensive Beschäftigung mit dem Kind war es denn auch, die Kaufhold
veranlasste, sich mit 32 Jahren noch einmal als Direktstudent
einzuschreiben. Er ließ sich in Halle zum Diplomlehrer für
Hilfsschulen ausbilden und tauschte seinen Arbeitsplatz in der Thälmannschule
mit einem in der Hilfsschule Falkensee ein. Als in den Achtzigerjahren
die erste Behindertenwerkstatt entstand und auch Christian dort zu
arbeiten begann, war es Vater Hubert, der als Lagerleiter in Zechlinerhütte
den jungen Menschen einen Ferienaufenthalt organisierte. Fast immer sind
es die Eltern, die etwas in Bewegung setzen, um ihren Sorgenkindern neue
Horizonte zu erschließen und die Familie zu entlasten. Das war im Osten
nicht anders als im Westen.
Und
als der Westen ins Havelland kam und ein neuer Träger für die
Behindertenwerkstatt Falkensee gesucht wurde, die der Kreis abgeben
musste, weil eben im Westen derartige Einrichtungen nicht vom Staat,
sondern von freien Trägern betrieben werden, da war es die
Elternorganisation „Lebenshilfe für geistig Behinderte“, die am 18.
Juni 1991 in Falkensee einen Ost-Ableger gründete – bereit, die
Werkstatt aufzufangen. Doch am Ende bekam ein kirchlicher Träger den
Zuschlag. Die „Lebenshilfe“ aber, bei der Hubert Kaufhold Gründungsmitglied
und fast zehn Jahre Vorsitzender war und in der er heute als Vize
agiert, sah sich um, wie sie in der Region Lebenshilfe leisten könnte.
Das Feld war weit und unbestellt.
Es
begann ein kühnes Aufbauprogramm: Der Verein gründete
Wohngemeinschaften und Frühforderstätten, nahm 1999 in Falkensee eine
neue Wohnstätte in der Ruppiner Straße in Betrieb, baute 2003 eine
Integrationskita in der Falkenhagener und 2008 eine Tagesförderstätte
in der Bahnhofstraße. Millionen-Investitionen, die erst in Jahrzehnten
abgezahlt sein werden, aber schon heute den vielen vom Schicksal
Benachteiligten das Leben erleichtern.
Auch
Christian kam in den Genuss dieser Aufbauleistung: Der 38-Jährige wohnt
in der Wohnstätte Ruppiner Straße. Am Wochenende holt ihn sein Vater
ab. Dann radeln sie gemeinsam nach Hause. „Auch ein Behinderter hat
ein Recht auf ein selbstständiges Leben“, sagt Kaufhold senior. Mit
Sorge blickt er auf manche Familien, in denen die erwachsen gewordenen
behinderten Kinder nicht darauf vorbereitet wurden, einmal ohne die
Eltern im Leben zurechtzukommen. Und da grübelt er schon wieder über
das nächste Projekt für die „Lebenshilfe“ nach.
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MAZ
12.05.09
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Abgründe
in der Bergstraße
WEGEBAU
Rat behinderter Menschen fordert schnell Lösung
Falkensee| Die Bergstraße ist eine Katastrophe,
jedenfalls zwischen Ruppiner Straße und Krummer Luchweg. Darin
unterscheidet sie sich nicht von einem Dutzend anderer zerklüfteter,
unbeleuchteter Wege in dieser Stadt. Doch ausgerechnet an diesem Straßenabschnitt
liegt eine Wohnstätte des Vereins Lebenshilfe Havelland, wo behinderte
Menschen, auch Rollstuhlfahrer, wohnen. Ihnen fällt es um vieles
schwerer, mit den unwegsamen Pfaden zurechtkommen. Daher fordert der Rat
behinderter Menschen, der sich im April innerhalb des Vereins formiert
hat, dass endlich Abhilfe geschaffen wird. Als Bürgermeister Heiko Müller
vergangene Woche die neue Förderstätte der Lebenshilfe an der
Bahnhofstraße besuchte, nutzte Matthias Weber, der Sprecher des
Behindertenrates, die Gelegenheit, mit Nachdruck auf die besondere
Verantwortung der Gesellschaft für Menschen mit Handicap hinzuweisen.
Die wollte Müller gar nicht bestreiten, verwies aber auf das übliche
Prozedere: Diskussion der Prioritäten im Stadtentwicklungsausschuss,
Entscheidung der Stadtverordneten, planen, bauen.
Die Listen für den
Ausbau von Anliegerstraßen für 2009 und 2010 sind festgezurrt, die
Liste für 2011 wird gerade erarbeitet. 2011 ? So lange will sich der
Behindertenrat nicht gedulden. Er kämpft um eine unbürokratische Lösung.
Wenigstens eine Beleuchtung, wenigstens eine provisorische Befestigung.
Der Bürgermeister machte dem Rat wenig Hoffnung, ermunterte ihn aber,
seine Forderungen im Fachausschuss mit Nachdruck zu artikulieren. Denn
die Lage sei prekär: „In der Stadt sind noch 80 Kilometer Straße
auszubauen, pro Jahr kriegen wir gerade vier Kilometer hin.“ Gut und
schön, sagt Weber, aber der Straßenabschnitt ist extrem kurz, der
Anteil behinderter extrem hoch. Da müsste sich doch was machen lassen.
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BRAWO
03.05.09
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Von
Mensch zu Mensch
Tagesförderstätte
der Lebenshilfe in Falkensee offiziell eingeweiht
FALKENSEE
(pat) Havellands Landrat Dr. Burkhard Schröder (SPD) hat am
Donnerstag die "Tagesförderstätte für schwerstmehrfachbehinderte
Menschen" der Lebenshilfe in Falkensee offiziell eingeweiht.
"Für
Falkensee und Umgebung ist es eine enorm wichtige Einrichtung. Damit
schließt die Lebenshilfe eine Versorgungslücke im Landkreis",
betonte der Landrat, der zudem die ehrenamtlich Tätigen würdigte. So
sind mit der Fertigstellung des Baus, der Grundstein wurde im Mai
vergangenen Jahres gelegt, unter anderem acht neue Wohneinheiten
entstanden.
"Wir
können damit unser Ziel erreichen, Menschen mit
Schwerstmehrfachbehinderungen, die Teilhabe am öffentlichen Leben zu
ermöglichen", sagte die Vereinsvorsitzende der Lebenshilfe des
Havellandes, Marianne Matho. Laut Angaben von Geschäftsführer Uwe Piel
habe der Bau der Tagesförderstätte inklusive der Wohneinheiten etwa
1,63 Millionen Euro gekostet. Knapp eine Million Euro wurde per Kredit
finanziert. "Bei der Aktion Mensch haben wir jedoch finanzielle
Unterstützung beantragt. 350.000 Euro könnten wir noch erhalten."
13
Schwerstmehrfachbehinderte, weitere fünf werden demnächst folgen,
verbringen den Tag in der Einrichtung, einige wohnen bereits dort.
Thomas Zylla, Bürgeramtsleiter der Stadt Falkensee: "Dass die
Tagesförderstätte im Zentrum der Stadt liegt, trägt zur Harmonie bei,
die wir ausdrücklich wünschen."
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BRAWO
02./03.05.09
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Das
Engagement hat sich in bare Münze ausgezahlt. Die Kinder der Falkenseer
Integrationskita – Gruppe „Freche Früchtchen“ hatten Ostereier
gemalt, die von Conny Henkel (stehend links), Geschäftsführerin
„Kronprinz“, verkauft wurden. Mit dem Erlös von 75 € können nun
Kleinigkeiten angeschafft werden. Das erfreut die Kinder und
Erzieherinnen, darunter Kita – Leiterin Heike Seeger, gleichermaßen.
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MAZ
02./03.05.09
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Tagesförderstätte
ist fertig
Der
Verein Lebenshilfe Havelland hat mit der neuen Tagesförderstätte für
behinderte Menschen einen dritten markanten Bau in die Stadt Falkensee
gesetzt.
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Willkommen
im Herzen der Stadt
In
Falkensee wurde die Vollendung der Tagesförderstätte für Behinderte
gefeiert
Von
HILTRUD MÜLLER
FALKENSEE
- Der Bauherr, die
Lebenshilfe Havelland, hat beste Beziehungen nach oben: Ob
Grundsteinlegung, Richtfest oder Einzugsfeier – stets strahlte die
Sonne über allem. Am Donnerstag wurde nach knapp einjähriger Bauzeit
mit vielen Gästen – vom Landrat bis zum Bauarbeiter – die
Vollendung des 1,6 Millionen Euro teuren Bauwerkes gefeiert, das an der
Bahnhofstraße 34 unweit der Seegefelder Kirche entstanden ist. Dort ist
eine Tagesförderstätte für Schwerstmehrfachbehinderte entstanden. Sie
weist 18 Plätze aus, von denen bereits zwölf belegt sind. Die Frauen
und Männer leben entweder in ihren Familien oder aber im Wohnheim der
Lebenshilfe, das 1998 an der Ruppiner Straße von Falkensee errichtet
worden war (2003 baute der Verein die Integrationskita
„Entdeckerland“ an der Falkenhagener).
Wegen
der Schwere ihrer Handicaps kommt für diese Menschen die Beschäftigung
in einer Behindertenwerkstatt nicht infrage. Weil aber auch ihnen außer
ihrem Zuhause ein zweiter Lebensbereich erschlossen werden soll, wurde
dieses Haus gebaut. In den beiden Obergeschossen entstanden acht
Wohnungen für behinderte Menschen, die weitgehend selbstständig leben
können.
Marianne
Matho, die Vereinsvorsitzende, dankte allen, die an diesem Werk Anteil
hatten. Es schließt eine Versorgungslücke im Kreis, konstatierte
Landrat Burkhard Schröder. Dezernent Thomas Zylla, der stellvertretend
für den Falkenseer Bürgermeister gekommen war, bestätigte, dass
„die Mitte der Stadt sowohl menschlich als auch baulich bereichert
worden ist“. Im Hof entsteht jetzt der Hausgarten für die Bewohner
und der Grillplatz für alle. (Von Hiltrud Müller)
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Bäume
statt Blumen
Als
Ersatz für die
Rodung des Baufeldes musste die „Lebenshilfe“ 21 Setzlinge pflanzen.
Sie hatte dafür Spender
gesucht – und gefunden. Nun säumen Kugelakazien, Trompetenbäume,
Rotdorn
und Goldregen das Haus. Schilder weisen auf die Spender hin: Baufirmen
der Region, Familien, Nachbarn und der Landrat.
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MAZ
29.04.09
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Die
Sinne anregen
Diese
Tastwand gefällt Rosita. Sie ist geistig behindert und kann seit
wenigen Wochen die neue Tagesförderstätte des Vereins
Lebenshilfe in der Falkenseer Bahnhofstraße nutzen. Morgen wird
Einweihung
gefeiert.
FOTO: HILTRUD MÜLLER
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MAZ
28./29.03.09
AUF
EIN WORT
Lebenshilfe
Hiltrud
Müller über das neue Haus für Behinderte im Herzen von Falkensee
Emanuel
ist 21 Jahre alt. Die Schule hat er abgeschlossen, doch einen Beruf wird
er nie ergreifen. Der junge Mann ist schwer behindert und Autist. Er
lebt in einem Dorf im Westhavelland. An jedem Werktag fährt ihn seine
Mutter nach Falkensee, wo es jetzt eine Förderstätte für
Schwerstbehinderte gibt. Dort ist er der Jüngste. Die Älteste könnte
fast seine Großmutter sein. So unterschiedlich Alter, Schicksal und
Behinderung, so ist den Nutzern dieser Tagesförderstätte doch eines
gemeinsam: Sie fühlen sich in Gesellschaft um vieles wohler. Und: Sie
brauchen professionelle Hilfe, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Das
also wäre der erste große Vorzug dieser Förderstätte der
„Lebenshilfe“. Der zweite: Durch den Raumgewinn können nicht nur
die eigenen Heimbewohner, sondern auch Behinderte wie Emanuel gefördert
werden, die noch bei ihren Eltern leben. Die Eltern werden – und das wäre
das dritte Plus – entlastet. Nicht zuletzt aber hat der Bauherr mit
der Platzwahl für diesen Bau gepunktet, der mitten im Herzen der Stadt
entstand und damit signalisiert: Schwerstbehinderte sind keine
Randgruppe, sie gehören zu dieser Gesellschaft dazu. Die ersten
freundlichen Reaktionen des Umfeldes auf ihre neuen Nachbarn beweisen:
Das sehen die Falkenseer ganz genauso.
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MAZ
28./29.03.09
Zur
Arbeit in die Tagesstätte
SOZIALES
Die
„Lebenshilfe Havelland“ eröffnete eine Fördereinrichtung
für Schwerstmehrfachbehinderte
Sie
gehen jetzt täglich „zur Arbeit“, auch wenn die ganz anders
aussieht als für den Rest der Welt. In Falkensee nahmen jetzt zwölf
Schwerstbehinderte eine Tagesförderstätte in Besitz.
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE
In der Falkenseer Bahnhofstraße wurde eine Baulücke durch einen gefälligen
Neubau geschlossen. Der Verein „Lebenshilfe Havelland“ investierte
in den Zweigeschosser 1,63 Millionen Euro. In die oberen Etagen waren
bereits im Februar acht geistig behinderte Erwachsene in eigene kleine
Mietwohnungen eingezogen. Die Männer und Frauen sind so selbstständig,
dass sie im eigenen Refugium gut zurechtkommen. Am Tage gehen sie
arbeiten – in die Fliednerwerkstätten. In ihrem Wohnhaus steht ihnen
für alle Fälle ein Betreuer als Ansprechpartner zur Verfügung, denn
hier praktiziert die „Lebenshilfe“ die Form des ambulant betreuten
Wohnens.
Nun
wurde im frostigen März auch das Parterre des Hauses mit Leben erfüllt.
Dort öffnete jetzt eine Tagesförderstätte für
Schwerstmehrfachbehinderte ihre Türen. Sie bietet 18 Plätze in drei
Gruppen an. Bis jetzt sind zwölf Plätze belegt. „Es ist gut,
wenn’s schrittweise wächst“, sagt Beate Remane, die Leiterin der Förderstätte.
Die ist für jene gedacht, die wegen der Schwere ihrer Behinderungen
nicht in der Lage sind, werktags in einer Behindertenwerkstatt zu
arbeiten. Doch auch ihnen soll außer dem Lebenshilfe-Wohnheim in der
Ruppiner Straße – dort leben zehn von ihnen – oder ihrem
elterlichen Zuhause noch ein zweiter Lebensbereich vergönnt sein. Darum
hatte der Trägerverein entschieden, dieses neue Haus zu errichten und
die Förderung der Schwerstmehrfachbehinderten, die bisher in einem
einzigen Zimmer im Wohnheim praktiziert wurde, mehr Raum zu geben. So
ist es nicht nur die Ortsveränderung, der Gewinn eines „zweiten
Milieus“, wie die Insider sagen, was die fünf Betreuer und ihre Schützlinge
am neuen Haus zu schätzen wissen. Es bietet endlich genug Platz für
alle und ihre Bedürfnisse. Jede Gruppe hat ihr eigenes Reich, wo
gemeinsam gekocht, gemalt oder gestaltet wird. Ein geräumiges
Pflegebad, behindertengerechte Toiletten, Räume für die Physiotherapie
und zum Alleinsein – an alles ist gedacht, das Haus ganz auf die Bedürfnisse
der Menschen ausgerichtet, die entweder durch eine frühkindliche
Hirnschädigung schwerstbehindert sind, als Autisten oder Spastiker zur
Welt kamen und daher nicht ohne die Hilfe anderer leben können. Der
attraktivste Raum ist der halbrunde Bewegungssaal, gehalten in warmen
Orange, dessen Türen in den Garten münden. Er eignet sich auch als
Festraum und wird das spätestens zum sommerlichen Einweihungsfest unter
Beweis stellen.
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MAZ
19.02.09

Schneehasen
auf dem Hochsitz
Bei warmen Sonnenstrahlen genossen die Kinder aus den Gruppen
„Sonnenkinder“ und „Frösche“ der Falkenseer Integrationskita
„Entdeckerland“ am Dienstag den frisch gefallenen Schnee. Nach einer
Wanderung kletterten sie auf Bäume, tobten sich in einer
Schneeballschlacht aus und stärkten sich am Ende bei einer köstlichen
Obstpause. Die Kita ist eine Einrichtung des Vereins „Lebenshilfe“
und betreut 90 Kinder – mit und ohne Behinderung. FOTO:
HUBERT KAUFHOLD
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MAZ
18.02.09
Das
Glück einer eigenen Wohnung
BEHINDERTE
„Lebenshilfe
Havelland“ übergab Schlüssel an die neuen Mieter
Von
Hiltrud Müller
FALKENSEE Es war dunkel, eisig und unwirtlich und dennoch ein
erhebender Augenblick. Denn auf ihn hatten sie alle viele Jahre
sehnlichst gewartet. Ende vergangener Woche übergab der Verein
„Lebenshilfe Havelland“ an die künftigen Bewohner die Schlüssel für
ihre Wohnungen an der Bahnhofstraße 34 in Falkensee.
Einige glückliche neue Mieter waren mit ihren Eltern gekommen. Denn
obwohl alle erwachsen sind, lebten sie bisher entweder noch im
Elternhaus oder aber in der Wohngemeinschaft Bergstraße, betreut vom
Lebenshilfe-Verein. Denn auf Hilfe sind sie angewiesen, handelt es sich
doch um Menschen mit geistiger Behinderung. Für die sechs Auserwählten,
die nun jeweils eine richtige eigene, abgeschlossene Wohnung mit Einbauküche,
Balkon und Bad (43 Quadratmeter) beziehen werden, hat sich ein Traum erfüllt:
Sie wechseln nun in ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Ebenso jene
Paare, die die beiden behindertengerecht ausgestatteten größeren
Wohnungen (60 Quadratmeter) in diesem Haus beziehen werden, das mitten
in der „City“ liegt, Einkaufsmöglichkeiten, Bus und Bahn in
Reichweite. Die Miete liegt bei 375 Euro, wird aber in diesen Fällen
durch das Grundsicherungsamt getragen. Sabrina Lohrenz, die die
Wohngemeinschaft Bergstraße leitet, wird sich nun im Parterre des neuen
Hauses ein Büro einrichten, denn eine ambulante Betreuung bleibt den
neuen Mietern garantiert. Außerdem zieht am 2. März in die übrigen Räume
des Erdgeschosses Leben ein. Dann nämlich wird die Tagesförderstätte
für schwer Mehrfachbehinderte mit 18 Plätzen eröffnet. Somit können
nun auch jene Bewohner des Wohnheims an der Ruppiner Straße, die nicht
in der Lage sind, in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten, täglich
„zur Arbeit“ fahren – in die Bahnhofstraße.
Noch zeigen sich die Erdhügel im Freigelände hinterm Haus
schneebedeckt und tiefgefrostet. Die Gartengestaltung muss also noch ein
wenig warten. Doch alles andere ist pünktlich einzugsfertig.
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Ein
wundervoller Tag: Schlüsselübergabe durch den Lebenshilfe-Verein. FOTO:
KONRAD RADON
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MAZ
10./11.02.09
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Ein
eigenes Reich
Mehr
Selbstständigkeit können sich fortan geistig behinderte Menschen
leisten, an die gestern acht neue Wohnungen in Falkensee übergeben
wurden. An der Bahnhofstraße ließ der Verein Lebenshilfe Havelland
eine Wohnstätte errichten, in der Behinderte von Fachkräften betreut
werden. Vereinschefin Marianne Matho übergab einen Schlüssel an
Bewohner Gerhard Bandemer. FOTO: KONRAD RADON
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MAZ
10./11.01.09

Einzug im März
An der
Bahnhofstraße von Falkensee entsteht eine Tagesförderstätte für
schwermehrfachbehinderte Menschen. Zurzeit läuft der Innenausbau. Im März
soll Einzug gefeiert werden. Bauherr ist der Verein Lebenshilfe
Havelland. Außerdem
entstehen acht Wohnungen für
Behinderte.
FOTO: Hiltrud Müller
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BRAWO
21.12.08
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In
drei Tagen kommt der Weihnachtsmann! Die Lebenshilfe in Falkensee bekam
schon eher Besuch vom rotgewandeten Rauschebart. Unter anderem Dank des
berühmten Heinzelmännchen – Services, der aus
Studierenden Nikoläuse macht, konnten sich 32 Behinderte über
einen gut gefüllten Gabensack
freuen.
Foto: Hahn
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Jubel
und strahlende Gesichter
Weihnachtsüberraschung
für Behinderte
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Falkensee
(ha). Gespannt und konzentriert öffnete
Solveig Oppe, Bewohnerin der Wohnstätte Falkensee der Lebenshilfe e.V.,
das liebevoll verpackte Geschenk, das ihr der Weihnachtsmann gerade überreicht
hatte. „Guck mal, ich habe Buntstifte und Malbücher bekommen. Das ist
toll, weil ich doch so gerne male“, wandte sich die 42-Jährige mit fröhlichem
Lächeln an Christine Moll. Die Inhaberin der fünf Filialen von
„Mollys Struppelshop“, die die Weihnachtsüberraschung mit
Weihnachtsmann und Geschenken für die 32 behinderten Bewohner der
Einrichtung in Falkensee organisiert und finanziert hatte, war tief berührt
von der Freude, die sie mit den kleinen Präsenten ausgelöst hatte.
„Die Menschen hier sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich komme
einmal monatlich her, um Haare zu schneiden und zu pflegen, da konnte
ich jeden Einzelnen kennen lernen. Und so kam mir die Idee, eine
Weihnachtsfeier für alle zu veranstalten“, so die Friseurin. Immer
wieder musste sie Hände schütteln und die Gaben anschauen, die bei den
Beschenkten ein glückliches Strahlen auf die Gesichter zauberten oder
sogar laute Jubelrufe hervorlockten.
Beate
Remane, die Leiterin des Wohnheims, hatte die bescheidenen Wünsche
ihrer Schützlinge zusammen getragen und aufgeschrieben. Doch so ganz
umsonst bekamen die meisten die bunten Päckchen nicht. „Hast Du auch
etwas für mich?“, fragte mit sonorer Stimme der stattliche
Weihnachtsmann jedes Mal, wenn er einen Namen aufgerufen hatte. Dann
wurden kleine Gedichte aufgesagt oder ein Lied angestimmt, in das alle
einfielen. Ein Gruppenbild mit Weihnachtsmann und einzelne
„Kuschelbilder“ mit dem Weißbärtigen machten die Weihnachtsfeier
für die Behinderten perfekt. „Dieser Einsatz hat sich gelohnt.
Das Glück, die echte Freude und die Fröhlichkeit, die von diesen
Menschen hier ausgeht, geben mir viel mehr zurück, als es gekostet
hat“, strahlte Christine Moll.

Großer
Trubel herrschte
bei der Lebenshilfe als der Weihnachtsmann persönlich auftauchte,
um die Geschenke zu
verteilen.
Foto:
Hahn
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MAZ
13.10.08
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Viele
Kinder werden zu spät gefördert
FRÜHPÄDAGOGIK
Fachtagung zum
Hilfesystem
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Von
Dirk Guderjan
Rathenow
| Am Samstag fand im Paracelsus-Krankenhaus der zweite havelländische
Fachtag zum Thema „Frühe Hilfen für Eltern mit kleinen Kindern“
statt. Die Veranstaltung richtete sich an Fachleute und Vertreter von
Institutionen, die mit Familien in Kontakt treten.
Die
Veränderungen der „Frühen Hilfen“ im Havelland und die Frage, wie
man sie zu den Familien bringt, waren das Hauptthema. „Es ist eines
der wichtigsten Themen, die wir überhaupt haben“, sagte
Kreissozialdezernentin Margarethe von Fintel (SPD).
Nur
wenn die Hilfen rechtzeitig und richtig kämen, könnten sie Schlimmeres
verhindern.
Die
Beratungsstellenleiterin von Lebenshilfe Havelland, Kerstin Loew,
stellte die Frühförderung im Landkreis vor. Sie umfasst pädagogische,
psychologische, medizinisch-therapeutischen und Sozialhilfemaßnahmen,
mit denen Familien mit behinderten oder in ihrer Entwicklung beeinträchtigten
Kindern von der Geburt bis zum Schuleintritt geholfen wird.
Kooperationspartner
sind die kommunalen Ämter, die sonderpädagogischen Förder- und
Beratungsstellen, die niedergelassenen Ärzte, therapeutische Praxen,
das Netzwerk „Gesunde Kinder“ sowie regionale und überregionale
Beratungsstellen. In Brandenburg gibt es aktuell 45 derartige
Einrichtungen. Die Lebenshilfe Havelland verfügt inzwischen über zwei
Anlaufstellen in Rathenow und Falkensee. Beschäftigt sind 14
Mitarbeiter, die aus heilpädagogisch ausgebildeten Berufsgruppen
kommen. Ein Problem aller Frühförderstellen ist, dass die Kinder oft
sehr spät kommen. Der Altersdurchschnitt liegt bei viereinhalb
Jahren.„Dieses Durchschnittsalter ist viel zu hoch“, bemängelte
Kerstin Loew.
Die
Leiterin der Jugendhilfestation „Kisy“ in Premnitz, Sabine Hille,
stellte ebenfalls ihr Projekt vor. „Kisy“
hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien so früh wie möglich zu
erreichen, um gegebenenfalls gezielte Hilfe zu geben. Die
Jugendhilfestation ist eine flexible Organisation der Jugendhilfe, die
bedarfsgerechte ambulante Hilfen zur Erziehung im Einzelfall entwickelt
und durchführt. Bei „Kisy“ werden gegenwärtig zehn Familien mit 19
Kindern im Alter von eins bis 18 Jahren betreut. Das Leitziel der
Jugendhilfestation ist es, „Kinder in ihren Systemen“ zu halten –
daher auch die Abkürzung „Kisy“. Zudem soll der Verbleib der Kinder
und Jugendlichen in ihrem familiären und sozialräumlichen Bezügen gefördert
werden.
Wie
es aussehen kann, wenn junge Mütter überfordert sind, zeigte die
Diplom Psychologin und Psychotherapeutin Bärbel Derksen von der
Fachhochschule Potsdam in einer Videodemonstration. Auch sie zeigte,
dass es noch einiges zu tun gibt in Sachen Frühförderung in
Brandenburg.
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BRAWO
14.09.08
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Während
des diesjährigen Sommerfests der Lebenshilfe Havelland e.V. in der
Falkenhagener Straße in Falkensee unterhielten Hexi und Clown
Palimo das Publikum mit einem lustigen
Märchenspektakel.
Foto: Achilles
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Der
Preußenspiegel 27.08.08
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Lebenshilfe
feierte Richtfest
Halbzeit
mit guter Tradition begangen
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Falkensee
(ps).
Mit einem Richtfest beging die Lebenshilfe e.V. kürzlich die Halbzeit
ihres Neubaus in der Falkenseer Bahnhofstraße. „Nach guter Tradition
feiern wir heute die Fertigstellung des Daches und damit des Rohbaus“,
so Hubert Kaufhold, stellvertretender Vereinsvorsitzender, in seiner
Ansprache, bevor der Zimmermann in luftiger Höhe den Richtspruch
sprach. Darin wünschte er all denen Glück, die zukünftig in diesem
Haus wohnen und aus- und eingehen werden. Der Verein Lebenshilfe
baut seit Mai dieses Jahres ein Haus im Zentrum Falkensees, in
dem neben einer Tagesförderstätte für Schwerstbehinderte auch Wohnungen
entstehen. Dort werden Behinderte wohnen, die gerne ihre eigenen vier Wände
haben möchten, aber gleichzeitig auf den Kontakt mit anderen nicht
verzichten wollen. Entsprechend
gibt es im Haus einen großen Gemeinschaftsraum. Hubert Kaufhold ist
froh über die Lage des Hauses: „Es gibt direkt eine Busanbindung vor
der Haustür und auch die Einkaufsmöglichkeiten sind nah. Entsprechend
unserer Philosophie können die Behinderten, die hier wohnen, ein
weitestgehend selbstbestimmtes Leben führen.“ Am 1.März 2009 wird
das Haus eröffnet. Danach soll der Garten gemeinsam mit den Bewohnern
gestaltet werden.
Foto: Pi
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BRAWO
17.08.08
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Richtfest
für die Tagesförderstätte
Falkensee
(ha). Mit dem traditionellen Spruch des Zimmermanns, dem Einschlagen
des „letzten“ Nagels und dem Zerschmettern eines Glases wurde am
Donnerstag nach knapp drei Monaten Bauzeit das Richtfest für die Tagesförderstätte
für schwerst mehrfachbehinderte Menschen gefeiert. „Die Eröffnung
des Gebäudes mit acht Wohnungen und der Tagesförderstätte im
Erdgeschoss mit drei Gruppenräumen, einem Therapieraum, einem
Bewegungs- und Snoezelraum mit jeweils den dazugehörigen Nebenräumen
und Sanitäranlagen, wird am 1. März 2009 erfolgen“, berichtete
Hubert Kaufhold vom Verein.
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MAZ
15.08.08
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Gemeinsam
in der Mitte
Der
Neubau des Vereins Lebenshilfe an der Bahnhofstraße
in Falkensee ist im
Rohbau fertig
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Der
Bau liegt voll im Zeitplan. Nur zwölf Wochen nach der Grundsteinlegung
lud der Verein Lebenshilfe Havelland in Falkensee zum Richtfest.
Von
Stefan Kuschel
FALKENSEE
| Zimmermann Tobias Runge stand beim Verlesen des Richtspruchs auf dem
Dach in der gleißenden Sonne vor wolkenlosem Himmel. Die Besucher der
Zeremonie nahmen das angenehme Spätsommerwetter als gutes Omen für die
Zukunft dieses Projekts.
In
ihm vereint der Verein Lebenshilfe an der Bahnhofstraße schräg gegenüber
der Seegefelder Kirche eine Tagesförderstätte für
Schwerstmehrfachbehinderte mit ambulant betreutem Wohnen für Menschen
mit geistiger Behinderung. Rund 1,63 Millionen Euro werden nach
Auskunft von Geschäftsführer Uwe Piel investiert, finanziert mit einem
Kredit, Eigenmitteln und voraussichtlich auch mit einem Zuschuss der
„Aktion Mensch“. Am 1. März 2009 soll das Haus offiziell eröffnet
werden.
In der Tagesförderstätte, sie wird von Beate Remane geleitet
werden, sind drei Gruppen mit jeweils sechs Plätzen vorgesehen. Jeder
der drei Bereiche verfügt über einen Gruppen- und Nebenraum, Sanitärbereich
und Garderobe, zudem gibt es Therapie- und Bewegungsräume. Im ersten
und zweiten Obergeschoss gibt es jeweils vier Wohnungen. Sechs davon sind für
jeweils einen Mieter ausgelegt, die beiden anderen
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sind für Paare oder
Eltern mit Kindern vorgesehen, bei Bedarf
auch für „Generationswohnen“. Auf jeder Etage sind zwei
Wohnungen barrierefrei und mit dem Aufzug zu erreichen. Beim ambulant
betreutem Wohnen erhalten Menschen mit geistiger und womöglich körperlicher
Behinderung individuelle Hilfe beim Bewältigen des Alltags, sagte die
designierte Leiterin Sabrina Lohrenz.
Das neue Haus liegt zentral in der
Ortsmitte. Bus- und Einkaufsmöglichkeiten sind gut. „Es entspricht
unserer Philosophie, dass die Behinderten, die hier wohnen, ein
weitgehend selbstbestimmtes Leben
führen“, sagte Hubert Kaufhold. Er ist stellvertretener
Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfe-Vereins. So möchten viele geistig
behinderte Menschen zwar in ihren eigenen vier Wänden wohnen, aber
dennoch nicht auf den Kontakt mit anderen Menschen verzichten.
Beispielsweise sind gemeinsame Unternehmungen und Besuche spontan möglich.
Wenn sich die Bewohner gegenseitig und ohne professionelle Betreuung
helfen, kann das ihr Selbstwertgefühl steigern und der Vereinsamung und Ängsten vorbeugen.
Das
vereinseigene Gelände an der Bahnhofstraße wird bei weitem
nicht voll bebaut. Hubert Kaufhold kündigte an, dass abgesehen von
den Parkplätzen auch verschiedene Freizeitbereiche geplant sind.
Über die weitere Art der Nutzung werde zwar noch entschieden,
denkbar seien aber ein Teich sowie Blumenbeete und Rabatten.
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BRAWO
10.08.08
Richtfest
für die Tagesstätte
Falkensee.
Am Donnerstag, 14. August, wird am Neubau der Tagesförderstätte für
ambulant betreutes Wohnen in der Bahnhofstraße 34 Richtfest gefeiert. Bauherr
der acht Wohnungen ist der Verein Lebenshilfe e.V. Die
Tagesstätte bietet für geistig Behinderte und schwerst
Mehrfachbehinderte Menschen Beschäftigung an. Sozialarbeiter betreuen
bei Bedarf die Wohnungsmieter.
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MAZ
08.08.08
Richtfest
für Tagesstätte
Falkensee
| Für die neue Tagesförderstätte für ambulant betreutes Wohnen an
der Bahnhofstraße 34 in Falkensee wird am kommenden Donnerstag
Richtfest gefeiert. Bauherr ist der
Verein Lebenshilfe für geistig Behinderte. Es
entstehen acht Wohnungen, die Bewohner erhalten bei Bedarf Hilfestellung
von Sozialarbeitern. In der Tagesförderstätte können sich geistig
Behinderte und schwerst Mehrfachbehinderte beschäftigen, die in einer
Behindertenwerkstatt überfordert wären.
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MAZ
21.05.08
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Heimstätte
für Behinderte
Bunte
Luftballons stiegen gestern in den Frühlingshimmel über Falkensee. An
der Bahnhofstraße wurde Grundsteinlegung für ein Haus gefeiert, in dem
geistig Behinderte wohnen und beschäftigt werden. FOTO:
KONRAD RADON
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Die
Kassette wird gefüllt, die sodann in der Grundplatte der
Tagesförderstätte für geistig Behinderte versenkt wird.
FOTO:
KONRAD RADON
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SOZIALES:
Ein Ort, an dem behinderte Menschen angenommen sind
„Lebenshilfe“
verwirklicht innerhalb von zehn Jahren ihr drittes Bauprojekt
FALKENSEE
- Frank Leuschner ist 38 und
lebt noch bei seinen Eltern in Falkensee, denn er ist geistig behindert.
Doch wie jeder erwachsene Mann möchte er sich gerne abnabeln. Die
Eltern ihrerseits sind darüber nicht unglücklich, denn sie werden
irgendwann nicht mehr für ihren Sohn da sein können. Insofern war für
Familie Leuschner gestern ein guter Tag.
Denn
an der Bahnhofstraße, schräg gegenüber der Seegefelder Kirche, wurde
die Grundsteinlegung für ein Wohnhaus für geistig Behinderte gefeiert.
Frank und seine Eltern waren auch dabei, denn sie hoffen, dass ihr
Antrag positiv beschieden wird und Frank eine der acht Wohnungen
bekommt, die dort in Regie des Vereins „Lebenshilfe Havelland“
entstehen. Es handelt sich um ambulant betreutes Wohnen. Hilfestellung
durch Sozialarbeiter ist bei Bedarf gegeben.
Im
Parterre des Zweigeschossers wird darüber hinaus eine Tagesförderstätte
eingerichtet, in der geistig Behinderte und schwerst Mehrfachbehinderte
aus dem Wohnheim Ruppiner Straße Beschäftigung finden, die in einer
Behindertenwerkstatt überfordert sind.
Hubert
Kaufhold, der stellvertretende Vereinsvorsitzende der „Lebenshilfe
Havelland“, dankte den Bauleuten, die bereits die Grundplatten verlegt
und erste Wände aufgestellt haben, dem Architekten Wolfgang Müller und
allen, die dieses Projekt mit ihren Ideen bereichert haben. Er dankte
dem neuen sowie dem Altbürgermeister, die beide auf der Baustelle
erschienen waren, wo die Sonne den kalkweißen Porenbeton zum Gleißen
brachte. Jürgen Bigalke hatte die Projekte der „Lebenshilfe“ in der
Stadt seit den Neunzigern begleitet: 1998 war der Grundstein für die
Wohnstätte in der Ruppiner Straße, 2003 für die Integrationskita an
der Falkenhagener Straße gelegt worden. Nun also der dritte Streich,
der für Bigalkes Nachfolger Heiko Müller nicht nur ein guter Ort ist,
„an dem behinderte Menschen an- und aufgenommen werden und ihnen die
Teilnahme am öffentlichen Leben erleichtert wird“. Er schätzt an
diesem Bau auch, dass er die gewünschte City verdichtet. In die
Kassette, die nach gutem alten Brauch in der Grundplatte versenkt wurde,
wanderten Tageszeitung, Münzen, Zeichnungen und Fotos von jenen
Bewohnern der Wohnstätte Ruppiner Straße, die – so erst das neue
Haus steht – dorthin täglich zur Beschäftigung, also „auf
Arbeit“, gehen. Die Fachleute sprechen vom Zwei-Millieu-Prinzip, das
bis dato am Platzmangel scheiterte. Der Neubau schafft nun Abhilfe. Er
wird vermutlich 1,63 Millionen Euro kosten, die über Kredit und mit
Unterstützung der Aktion „Mensch“ bereit gestellt werden.
Um
Baufreiheit zu schaffen, mussten 100 Bäume fallen. Im Gegenzug ist die
„Lebenshilfe“ zu einer Ausgleichspflanzung verpflichtet. „Ein Baum
kostet zwischen 150 und 350 Euro. Wer Interesse hat, uns zu unterstützen
und dafür spenden will, kann das gerne tun“, warb Vereinsvize
Kaufhold um Unterstützung, bevor die künftigen Nutzer des Hauses viele
bunte Luftballons mit ihren Wünschen in den frühlingsblauen Himmel
aufsteigen ließen.
Kontakt
für Spendenwillige (Spendenquittung wird ausgestellt):
(0
33 22)50 52 80. (Von Hiltrud Müller)
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KOMMENTAR:
Zutrauen
Von
Hiltrud Müller
Wer
ein geistig behindertes Kind aufzieht, hat eine schwere Bürde zu
tragen. Nehmen wir nur allein die Fahrtwege, die nötig sind, um dem
Kind in einer Förderstätte, Förderschule oder Behindertenwerkstatt
annähernd das zu bieten, was für andere Kinder völlig selbstverständlich
ist: den Kontakt zu Gleichaltrigen und zu Fachleuten, die die
Entwicklung ihrer Anlagen fördern.
Dass
unter solchen Umständen auch ein geistig Behinderter ein großes Maß
an Selbstständigkeit entwickeln kann, ist hinlänglich bekannt. Doch
noch immer erweist es sich als schwierig, sie auch dann abzufordern,
wenn er denn den Kinderschuhen entwachsen ist.
Es
fehlt an kleinen, preiswerten Wohnungen, um betreutes Wohnen außerhalb
des Elternhauses zu ermöglichen. Das wird vor allem dann ein Problem,
wenn die Eltern alt geworden sind. Nun hat die „Lebenshilfe“ in
Falkensee zur Selbsthilfe gegriffen. Der Verein traut nicht nur den
Behinderten, sondern auch sich selbst einiges zu. Zum dritten Mal in
Folge beweist er sich in dieser Stadt als Investor. Den Nutzen haben
nicht nur die künftigen Bewohner und ihre Familien, sondern auch diese
Stadt, die damit die Palette ihrer sozialen Angebote komplettiert.
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BRAWO
04.05.08
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Für
die Erlangung einer
hohen Selbstständigkeit
Lebenshilfe
baut neues Wohnzentrum
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FALKENSEE.
Selbstständig, aber nicht allein wohnen - das ist das Ziel, das die
Lebenshilfe Havelland e.V. unter anderem mit dem Bau des neuen Objektes
in der Falkenseer Bahnhofstr. 34 verfolgt. Im Erdgeschoss des Hauses
wird sich nach der Fertigstellung die Tagesförderstätte für Menschen
mit schwerer geistiger und/oder mehrfacher Behinderung befinden. In drei
Gruppen werden jeweils sechs behinderte Menschen tagsüber gefördert.
betreut und am Leben in der Gesellschaft teilhaben. Auf einer
Gesamtfläche von rund 460 Quadratmetern können neben Gruppen- und
Nebenräumen auch gruppenübergreifend ein Therapie-, Snoezel-und
Bewegungsraum sowie eine Terrasse genutzt werden.
Seit
Ende 1999 bietet die Lebenshilfe Havelland neben stationärem Wohnen
auch ambulant
|
betreutes
Wohnen in Falkensee, Brieselang, Dallgow und Umgebung an. Oftmals fehlt,
so die Erfahrung des Vereins, in Falkensee geeigneter Wohnraum und
die Integration in das Wohnumfeld fällt schwer. Deshalb entstehen nun
auf zwei Etagen acht Wohnungen für das ambulant betreute Wohnen für
Menschen mit geistiger Behinderung. Ziel des Projektes ist das Erlangen
einer hohen Selbstständigkeit dieser Menschen durch die Schaffung von
Wohnraum in passender Größe und zentraler Lage. Neben dem Leben in der
Gemeinschaft werden gleichzeitig Individulität und
Rückzugsmöglichkeit in den "eigenen vier Wänden gewährleistet.
Die
Eröffnung ist für den 1. Januar 2009 geplant. Weitere Informationen zu
dem Projekt gibt es unter der Rufnummer 03322
/ 505270.
|
MAZ
10.05.08
Neubau,
Umbau und Modernisierung
Stadtentwicklung
Fortschritte im Zentrum
FALKENSEE
Wer über die Spandauer Straße nach Falkensee hinein fährt, dem bietet
sich seit einiger Zeit kurz vor dem Haus am Anger eine völlig neue
Perspektive. Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Eichenkranz“,
das jahrelang leer gestanden hatte und zusehends verfiel, ist renoviert
worden und leuchtet jetzt in hellem Gelb. Bier und Musik gibt es dort
aber nicht mehr: Nach Auskunft von Baudezernent Harald Höhlig hat ein
Berliner Lampengroßhändler das Haus gekauft, saniert und dort seinen
Firmensitz installiert.
In Falkensees zentralem Bereich am Falkenhagener Anger und an der
Bahnhofstraße ist das nicht die einzige augenfällige Entwicklung, die
das Ortsbild positiv verändert. Nur wenige Schritte vom alten
„Eichenkranz“ entfernt hat sich ein Falkenseer Unternehmer sein
privates Domizil errichtet – ein zweistöckiges Haus, das sich
stilvoll in das vorhandene Ensemble der Wohnbebauung einfügt.
Wiederum ganz in der Nähe geht es in dem alten Eckhaus an der Kreuzung
Bahnhof- und Freimuthstraße voran. Wie berichtet, hat ein privater
Investor das Gebäude erworben. Anfangs gab es zwar Dissonanzen mit den
Stadtverordneten, als das Dach plötzlich blaue Ziegel bekommen hatte.
Sie sind längst gegen rostbraune ausgetauscht, innen und außen laufen
die Bauarbeiten auf Hochtouren. Geplant sind in dem Haus zwei Wohnungen.
An der Bahnhofstraße weiter Richtung Bahnhof sind in dieser Woche
die Fundamente für die Tagesförderstätte gegossen
worden, die der Verein Lebenshilfe errichtet. Und kurz vor der Kreuzung
Poststraße, Bahnhofstraße 78, gibt es ebenfalls
Fortschritte. In dem alten Haus entstehen mit Fördermitteln im
Sanierungsgebiet zwei Wohnungen. Nicht weit ist es von dort zum
Familien- und Gesundheitszentrum, das aus dem Boden wächst –
es tut sich viel im Falkenseer
Zentrum.
kusch
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MAZ
30.04.08
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Skizze
der künftigen Wohnstätte, Ansicht von der Bahnhofstraße
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Selbstständig
leben,
doch
niemals allein
BEHINDERTE:
Neue Wohn- und Tagesstätte im Bau
FALKENSEE An der Bahnhofstraße
34 von Falkensee, unweit der Seegefelder Kirche, ist eine neue Baustelle
eröffnet worden. Dort entsteht ein Haus für geistig und mehrfach
behinderte Erwachsene. Die Eröffnung ist zum 1. Januar 2009 vorgesehen.
Bauherr ist der Verein „Lebenshilfe Havelland“. Er hat dieses Haus
sowohl als Tagesförderstätte als auch als Wohnhaus konzipiert. Im
Erdgeschoss sollen in drei Gruppen jeweils sechs Menschen, die ansonsten
noch bei ihren Eltern leben, tagsüber Beschäftigung und Gesellschaft
finden. Auf 460 Quadratmetern werden neben den Gruppenräumen auch
Therapie-, Snoezel- und Bewegungsraum eingerichtet.
Das Haus mit Terrasse wird bewusst mitten ins Herz des Ortes und nicht an
den Stadtrand gesetzt, ist doch die Integration der Behinderten in das öffentliche
Leben Grundanliegen des „Lebenshilfe“-Konzepts. Die wichtigsten
Versorgungseinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmittel sind von hier
aus zu Fuß erreichbar. In den beiden Obergeschossen des Neubaus werden
acht Wohnungen eingerichtet. Zu jeder Wohnung gehören zwei Zimmer, Küche,
Bad, Balkon und Abstellraum. Vier der Wohnungen sind behindertengerecht über
einen Aufzug zu erreichen. Ein Garten schließt sich im hinteren Teil des
Grundstücks an. Die Quartiere entstehen als „ambulant betreutes
Wohnen“. Dort sollen geistig behinderte Menschen einerseits ein hohes Maß
an Selbstständigkeit erwerben und genießen, andererseits aber die Hilfe
durch Betreuer in unmittelbarer Nähe wissen. Darum wird das Büro der
„Lebenshilfe Havelland“ ebenfalls in diesem Haus eingerichtet.
Dieser Verein bietet neben der Wohnstätte in der Ruppiner
Straße 30/32, die im Jahr 1999 eröffnet worden war und in
der 32 Behinderte wohnen, auch schon ambulant betreutes Wohnen für
insgesamt elf behinderte Menschen in Brieselang, Dallgow und Falkensee
an. Doch nach wie vor übersteigt der Bedarf das Angebot, weshalb
man sich zu dieser Investition entschlossen
hat.
hm
info
Interessenten melden sich bei Frau Remane, Tel. (0 33 22) 50 52 70.
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Die
Baustelle, im Hintergrund die Seegefelder Kirche FOTO:
MÜLLER
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MAZ
02.11.07
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Lust
aufs Lernen wecken
Vorschulkinder
zu Gast in der Kästnerschule Falkensee
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DORTHEA
FLECHSIG
FALKENSEE
Die Schulkinder der Erich-Kästner-Grundschule Falkensee übernahmen
Verantwortung. Die Kinder der ersten bis vierten Klasse waren in dieser
Woche beim Lernfest Paten von Kindergartenkindern. „Kindertagesstätten
und Schule mehr zu vernetzen und Ängste vor der Schule abzubauen –
das sehen wir als eine wichtige Aufgabe „, sagt Karin Keber. Die Pädagogin
und Sozialarbeiterin war verantwortlich für das Schnupperprojekt der
Schule. Sie lud gemeinsam mit dem Kollegium die Kinder von benachbarten
Kindertagesstätten zu einem Lernfest rund um das Thema Herbst ein.
„Es haben sich so viele Kita angemeldet, dass wir heute nicht alle
aufnehmen konnten. Wir werden ein weiteres Event anbieten, um allen eine
Chance zu geben“, sagte Karin Keber.
Die
Vorschulkinder durften unter der Obhut der Schüler erstmalig
Schulalltag kennen lernen. Fünf bis acht Kita-Kinder wurden in jeder
Klasse von ihren größeren Paten empfangen. „Es macht Spaß, weil man
sich um jemanden kümmern kann“, sagte der siebenjährige Jonas
Konstantin Dragendorf aus der zweiten Klasse. Er nahm Louis Priebsch aus
der Kita „Entdeckerland“ mit auf die Entedeckungsreise „Schule“.
„Wenn du Englisch lernst, kannst du mal in andere Länder gehen“,
erklärte Jonas seinem Schützling und bot ihm freundlich seinen roten
Stift an. Christiane
Rudolph,
Klassenlehrerin einer zweiten Klasse, teilte mit ihren Kindern
die Freude.
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„Die Kleinen können von den Großen lernen und wir wollen
Lust auf Schule machen.“ Sie verteilte differenzierte Arbeitsblätter,
so dass auch für die Kita-Kinder das
Lernen nicht zu schwer gemacht wurde und sie mit Spaß ihren
ersten Unterricht erfuhren. „Ich male nur die Herbstbilder aus“
sagte die fünfjährige Lara Mühle, die sich aber am meisten aufs
Schreiben freut, wenn sie zur Schule kommt. Vorlesen,
Basteln, Baumrinde fühlen, Spielen und
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ist
für Kinder sehr gut greifbar. Wir hatten überlegt, wie wir weiter
unser Image aufbauen und wie wir die zukünftigen Schulkinder erreichen
können“, sagte die Direktorin.
Dass
die Idee, Schule ungezwungen zu erleben, auf so großes Interesse stößt,
erfreute alle Schüler und Pädagogen der Erich-Kästner-Grundschule.
Die 490 Schulkinder waren voller Tatendrang und auch gehörig aufgeregt.
Auch Heike Troll, Erzieherin in der Integrationskita
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Der
Große hilft dem Kleinen: Jonas Konstantin Dragendorf (7 Jahre, l.) mit
seinem Patenkind Louis Priebsch (6
Jahre)
FOTO: DOROTHEA FLECHSIG
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ein
Halloween-Buffet standen auf dem Programm. Die elfjährige
Angelina führte selbstbewusst ihr Patenkind, den sechsjährigen Jannis,
von der Kita „Spatzenhaus“ durchs Schulgebäude. „Er soll ja auch
mit entscheiden, zu welcher Schule er gehen will und wir machen so für
unsere Schule Werbung“, sagte Angelina, die in die Vierte geht.
„Es
ist toll, dass wir so viele Anmeldungen haben“, freute sich
Schulleiterin Claudia
Allum. Das Thema ‚Herbst’ und ‚Halloween’
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„Endeckerland“, war von diesem Schnupperprojekt angetan: „für die
Kitakinder bedeutet Schule, viele neue Erfahrungen zu sammeln. Sie müssen
sich melden dürfen nicht dazwischen rufen, sie kommen in eine neue
Gruppe von Kindern, haben eine neue Bezugsperson vor sich, erfahren, wie
lange eine Schulstunde dauert, und vieles mehr.“ Da sei es gut, auf
diese Weise den Übergang sanft vorzubereiten. „Eine gute Idee, die
bei allen Kindern gut ankommt.“
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MAZ
10.09.07
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Wer
balanciert den Teller am längsten? Clown Leo sorgte für Spaß beim
Sommerfest der Lebenshilfe in Falkensee. Der Verein ist Träger einer
Integrationskita und plant den Bau einer Tagesförderstätte für
behinderte Menschen. Foto: Konrad Radon
Umfassende
Lebenshilfe
Neue
Tagesförderstätte für Behinderte in Falkensee 2009 bezugsfertig
ULRIKE
KIEFERT
FALKENSEE Nur eine Woche Zeit hatten die Kinder der
Lebenshilfe-Kita "Entdeckerland" in Falkensee, um sich nach
den Ferien auf ihr diesjähriges Sommerfest vorzubereiten. Tänze
mussten einstudiert, Gedichtzeilen gelernt und Kostüme anprobiert
werden.
Kein Wunder also, dass die Aufregung groß war am Sonnabendmorgen, zumal
etwa hundert Besucher den Auftritt der Mädchen und Jungen verfolgten.
15 Minuten später war alles überstanden, und die Kinder konnten gelöst
Clown Leo beim Zaubern zuschauen, sich schminken lassen, Büchsen
werfen, am Glücksrad drehen oder Trike fahren.
Vor vier Jahren eröffnete die integrative Kita mit sechs Gruppenräumen,
kombiniertem Spielzimmer, zwei Therapieräumen, Werkstatt, Fahrstuhl und
eigener Küche in der Bergstraße. Mit 89 Kindern, unter ihnen 23
behinderte, ist die Einrichtung bis auf den letzten Platz belegt. Der
dreijährige Lukas besucht das "Entdeckerland" seit einem
Jahr. "Das Haus ist einfach besser ausgestattet als viele städtische
Kitas. Die Gruppen sind kleiner und mit den Kindern wird viel
gemacht", erzählte sein Vater Thomas Wimmer am Rande des
Sommerfestes.
Die 1991 gegründete "Lebenshilfe für geistig Behinderte
Havelland" zählt heute 111 Mitglieder. Neben der Integrationskita
ist der Verein in Falkensee auch Träger der Frühförderstelle mit
betreuter Wohngruppe in der Bergstraße sowie des teilstationären
Wohnheims für Behinderte in der Ruppiner Straße.
Schräg gegenüber der neuen evangelischen Kita in der Bahnhofstraße
plant die Lebenshilfe ein neues Projekt des betreuten Wohnens. Dort soll
eine Tagesförderstätte mit acht Wohnungen für schwerst
Mehrfachbehinderte eröffnen. "Es sind Erwachsene, die keine
Behindertenwerkstatt besuchen können, weil die Arbeit zu schwer für
sie ist", erläuterte Vereinschefin Marianne Matho. Allerdings
liege die Baugenehmigung von der Stadt noch nicht vor, da sich das
Verfahren um sechs Monate verzögert habe. Im März nächsten Jahres
rechnet Marianne Matho mit dem ersten Spatenstich. Im Januar 2009 soll
die Tagesstätte bezugsfertig sein. Die Kosten von 1,3 Millionen Euro
finanziert der Verein über Kredit, Eigenmittel und Spendengeld. Die
Stadt Falkensee übernimmt die Personalkosten.
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MAZ
16.06.07
Die
regen Freien
Kommentar:
HILTRUD MÜLLER
Der
älteste Kindergarten in Falkensee ist ein evangelischer. Er ist 92
Jahre alt und liegt in Seegefeld. Es könnten also heute die Ururenkel
der damaligen Kinder dort herumtoben. Auch der jüngste Kindergarten der
Stadt wird von der evangelischen Kirche betrieben. Er wurde gerade erst
zum Kindertag eröffnet und liegt in Falkenhagen. Doch schon deutet sich
an, dass er nicht lange der jüngste Kita-Bau bleiben wird, denn diese
Woche wurde der Grundstein für einen neuen Waldorfkindergarten gelegt.
Wer meint, nun müsste es aber mal genug sein mit dem Anschaffen von
Kinderhäusern, der irrt. Noch immer schreibt diese Stadt Wartelisten,
denn der Zuzug und die Gebärfreude halten an. Die jungen Frauen aber wünschen
beides – Kind und Beruf. Darum fehlen zu Beginn jedes neuen
Kita-Jahres 150 Plätze. Der Entschluss von freien Trägern – Kirche,
Waldorfverein, Lebenshilfe oder ASB –, selbst Verantwortung und vor
allem Geld in die Hand zu nehmen, kann also durch die Kommune und ihre
Familien nicht hoch genug gewürdigt werden. Der gute Nebeneffekt: Man
muss nicht mehr nur nehmen, was man eben kriegt, sondern kann die
Betreuung fürs Kind mehr und mehr auch nach inhaltlichem Gusto wählen.
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MAZ
12.01.07
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Lebenshilfe
HILTRUD
MÜLLER
Die
Bahnhofstraße in Falkensee verbindet auf kürzestem Wege die alten
Dorfkerne von Seegefeld und Falkenhagen. Sie ist gewissermaßen die „Magistrale“
zwischen Bahnhof und Rathaus. In dessen Mauern wünscht man sehnlichst,
dass sich diese Achse beleben und zur tatsächlichen Mitte dieser Stadt
mausern möge.
Und
während man im Rathaus plant und im Stadtparlament palavert, werden draußen
bereits Tatsachen geschaffen. Hier und da siedelt sich ein weiteres Geschäft
an, dort wächst ein neuer Kindergarten. Nun soll auch eine
Behindertentagesstätte mit Wohnetagen entstehen. Der Verein
„Lebenshilfe Havelland“ – einer von 22 Lebenshilfe-Vereinen im
Brandenburgischen- will geistig behinderten Erwachsenen, die ganz gut
alleine zurecht kommen, ein hohes Maß an Selbstständigkeit gewähren. So
wird er ihnen kleine, feine Wohnungen bauen, und zwar nicht irgendwo am
Stadtrand, sondern mittendrin im Herzen der Stadt. Eben da sollen auch
Schwerstbehinderte eine Tagesstätte finden, die ihren Gesichtskreis
erweitert und ihnen somit mehr Lebensqualität schenkt. Der Verein
leistet, getreu seinem Namen, Lebenshilfe. Lebenshilfe auch für die Idee
von einer pulsierenden Stadtmitte.
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Eine
neues Haus für Behinderte
Weiterer
Lückenschluss an der Falkenseer Bahnhofstraße ins Auge gefasst
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HILTRUD
MÜLLER
FALKENSEE
Die Baulücken längs der Falkenseer Bahnhofstraße scheinen sich
langsam zu schließen. Während die evangelische Kindertagesstätte
ihrem Richtfest entgegenstrebt, plant jetzt der Verein "Lebenshilfe
Havelland" schräg gegenüber, an der Bahnhofstraße 34/36, einen
Dreigeschosser. Er soll eine Tagesförderstätte für geistig behinderte
Erwachsene beherbergen, im Obergeschoss werden acht Wohnungen entstehen
– sechs für geistig behinderte Singles, zwei für behinderte Paare.
Alle Bewohner sollen ambulant durch die Mitarbeiter der
"Lebenshilfe" betreut werden. "Unser Haus in der Ruppiner
Straße 30/32 platzt aus allen Nähten", bekennt Geschäftsführer
Uwe Piel. Dort haben 32 geistig Behinderte im Alter zwischen 24 und 64
Jahren seit 1999 ein behagliches Zuhause gefunden. Man schreibt
Wartelisten. Doch es geht nicht nur darum, mehr Plätze – in diesem
Falle im betreuten Wohnen – anzubieten. "Wir wollen im neuen Haus
auch Förderung für die schwer Mehrfachbehinderten durchführen.
Zurzeit erfolgt das noch im Wohnheim an der Ruppiner Straße. Doch sie
sollen einen zweiten Lebensbereich finden – wie wir eben auch ,zur
Arbeit’ außer Haus gehen. Das ist wichtig fürs Selbstwertgefühl",
erläutert Beate Remane, die Leiterin der Wohnstätte. Außerdem aber
wird man im neuen Haus auch jene Behinderte fördern und beschäftigen,
die heute noch in ihren Familien leben und keine Behindertenwerkstatt
besuchen. "Auch unsere Heimbewohner, die jetzt Rentner geworden
sind oder es in den nächsten Jahren werden, können nach ihrem Abschied
vom Arbeitsleben in den Werkstätten im neuen Haus Beschäftigung
finden", ergänzt Marianne Matho, die Vorsitzende des
Lebenshilfe-Vereins und zugleich Leiterin der frisch formierten
Projektgruppe.
Der Grundstückskauf ist besiegelt, Architekt Wolfgang Müller, der
bereits die Integrationskita "Entdeckerland" entwarf, bereitet
die Planunterlagen vor und erhofft sich die Baugenehmigung für diesen
Sommer. Die Fertigstellung des 1,3 Millionen Euro teuren Baus wird für
den Sommer 2008 angestrebt. Man wird einen Kredit aufnehmen. Die 650 000
Euro Eigenmittel werden durch die Rücklagen des Vereins und durch
Zuwendungen aus der "Aktion Mensch" gespeist. Und vielleicht
legen auch Sponsoren noch ein Sümmchen dazu. Den Anfang machte gestern
die Berliner Volksbank mit einem Scheck von 200 Euro.
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Jörg
Kutzner (r.) nahm stellvertretend für alle Heimbewohner gestern den
Scheck von Uwe Schulzki, Direktor der Berliner Volksbank, entgegen -
sehr zur Freude von Frau Marianne Matho, der Vereinsvorsitzenden.
FOTO:
KONRAD RADON
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MAZ
05./06.08.06
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Das
„Endeckerland“ ist vom Blech umgeben
Kinder,
Eltern und Erzieherinnen der Falkenseer Integrationskita leiden unter dem
starken Autoverkehr
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STEPHANIE
REISINGER.
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FALKENSEE
„Die Autos sind so laut“,
lagt die vierjährige Luise. „ Die fahren so schnell, dass sie kleine
Kinder dabei totfahren können“, befürchtet Pia, ebenfalls vier Jahre
alt. Die beiden Mädchen gehen in die Integrationskita „Entdeckerland“
in Falkensee. Die 2004 eröffnete Einrichtung liegt an der von
Kraftfahrzeugen stark frequentierten Falkenhagener Straße. Der Abschnitt
direkt vor der Kita besteht aus Kopfsteinpflaster, der Radweg endet kurz
vorher. Obwohl an der Stelle eine Tempo-30-Zone eingerichtet ist, sind die
Autos wegen des Belages und der häufig nicht eingehaltenen
Geschwindigkeits-begrenzung besonders laut. Manche Kinder drehen sich
schon gar nicht mehr um, wenn hinter ihnen krachend etwas vorbeischeppert.
Sie buddeln weiter und stellen fest: „Großer Laster.“
Etliche
Kraftfahrzeuge nutzen tägliche die Falkenhagener Straße. 14 000 seien
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Kein
Durchkommen: Das „Entdeckerland“ (hinten) würde vom Bau der
Nordumfahrung profitieren. FOTO: STEPHANIE REISINGER
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auch
Kristin Opper. „Es ist gefährlich für die Kinder, und ich habe den
Eindruck, dass es immer wird“, so die Mutter der kleinen Nina. Direkt
vor der Kita wo es nur fünf reguläre Parkplätze gibt, rauschen die
Autos in beide Richtungen teilweise lückelos vorbei. Findet sich doch
eine Lücke in der Blechlawine, wird gern zackig und mit jaulendem Motor
aufgeschlossen. Fußgänger, und seien sie auch noch so klein, werden nur
in Ausnahmefällen auf die andere Straßenseite gelassen, so erleben es
die Eltern. Eine Ampel gibt es zwar, diese befindet befindet sich noch
hinter der in Stoßzeiten ebenfalls viel befahrenen, ampelfreien Ruppiner
Straße. Mit drei Kindern, einer Babyschale auf dem Arm oder einer ganzen
Kitagruppe ist das zudem ein weiter Weg. Wenigstens dieser Zustand wird in
Kürze verbessert: Noch im August wird vor der Kita mit dem Bau einer
Verkehrsinsel begonnen, sagt Manfred Rathert.
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es, ist zu hören. Das ist eine Zahl, die der Landesbetrieb Straßenwesen
Potsdam „ aufgrund
schlechter Erfahrungen“, so Niederlassungsleiter Manfred Rathert, aber
weder bestätigt noch dementiert. Wie dem auch sei: Lärm, Erschütterungen,
Abgase und Rücksichtslosigkeit von Fahrern sind für die 18 Erwachsenen
und 89 Kinder der Kita alltägliche Probleme. „Wir merken das Beben der
Lkw, wenn wir auf dem Fußboden sitzen“, sagte Erzieherin Carmen Busche.
„Wenn
die Kinder schlafen, müssen wir die Fenster schließen, der Lärm würde
sie sonst immer wieder aufwecken“, beklagt ihre Kollegin Kathrin
Schäfer. Beide sind froh, dass die 20er-Zone eingerichtet ist: „ Es
wäre aber noch besser, wenn sich alle daran halten würden“, so
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Schäfer.
Das
findet auch Hauswirtschafterin Regine Hornemann, die täglich mit dem
Fahrrad von der Kita Richtung Rathaus Falkensee fährt. „Es ist
gefährlich, da muss unbedingt etwas geschehen.“ Bis zum Mittwoch dieser
Woche wurden an der Kita seit Jahresbeginn 1511 Fahrzeuge mit überhöhtem
Tempo geblitzt. Fast jede Woche werde an dieser Stelle die Geschwindigkeit
gemessen, so die Pressesprecherin der Polizei, Katrin Laurisch. „Die
Zahl der Geschwindigkeits-überschreitungen ist im Verhältnis zu anderen
Messstellen durchaus viel“ betont sie. „Unangepasste
Geschwindigkeit“ sei noch immer Unfallursache Nummer eins.
„Das
sind furchtbare, unmögliche Zustände mit der Straße“,
sagte
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Der
Preußenspiegel 05.07.06
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Lebenshilfe blickt auf 15 erfolgreiche Jahre zurück:
Das nächste Projekt ist eine Tagesförderstelle
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Falkensee
(ps). Der guten Laune, die auf dem Gelände der Lebenshilfe Havelland
e.V. ihren Charme versprühte, konnte sich keiner der vielen Gäste
entziehen.
15
Jahre Lebenshilfe Havelland galt es zu feiern und dem entsprechend
ausgelassen war die Stimmung vor Ort. So verwunderte es denn auch nicht,
dass Marianne Mathos Gang zum Rednerpult mit lautem Beifall begleitet
wurde. Die Vorstandsvorsitzende der Havelländischen Lebenshilfe erinnerte
noch einmal an den Anfang fast auf den Tag genau vor 15 Jahren. „Keiner
der Gründungsmitglieder hatte damals geahnt, wie positiv sich alles
entwickeln wird“, so Marianne Matho. „Wir sind von Anfang an ein
Elternverein und wollen in allen Bereichen für Menschen mit Behinderungen
da sein.“
Heute zählt
der Verein 120 Mitglieder und 70 Mitarbeiter. Aktiv am Leben teilzunehmen
ist ein Grundbedürfnis aller Menschen und das setzt die Lebenshilfe mit
Erfolg um. Als der SV Blau-Gelb Falkensee eine Mannschaft der Lebenshilfe
zum vereinseigenen Pfingstturnier einlud, sagte man
|
nicht nein.
„Seitdem“ – so Matho, „wissen wir, dass wir auch gut Fußball
spielen“. Beifall brandete auf. Die Falkenseer Integrationskita ist das
jüngste Erfolgsprojekt. Hier werden 17 Kinder mit Behinderungen,
integriert mit 89 gesunden Kindern, liebevoll betreut. Vorstandvorsitzende
versicherte den Eltern, das Förderprogramm zu erhalten und auszubauen.
Mit einem Lächeln im Gesicht verkündete sie, dass als Nächstes eine
Tagesförderstelle in Angriff genommen werden soll.
Margarethe
von Finthel, Sozialdezernentin des Landkreises, fühlte sich
„ausgesprochen wohl“. Sie überbrachte die Glückwünsche des
Landrates und des gesamten Sozialdezernates. „Mein Anliegen ist es, Sie
auch weiterhin zu unterstützen. Jeder gehört zu uns, so wie er ist –
mit seinen Handycaps und seinen Vorzügen.“ So die Sozialdezernentin.
Mit der Zuständigkeitsübertragung auf den Landkreis warb sie um ein
respektvolles und kreatives Miteinander im Sinne einer
Mannschaftsleistung.
Alles
Gute wünschte
auch
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Bürgermeister Jürgen
Bigalke. Er bewunderte, „dass
Sie sich so mit ganzer Kraft für Menschen mit Behinderungen einsetzen.
Dafür gilt Ihnen der ganze Dank der Stadt.“ Seiner Erfahrung nach, sprüht
die Lebenshilfe vor tollen Ideen und viele davon sind mit Erfolg umgesetzt
worden. So auch die Integrationskita „Entdeckerland“, die nach Meinung
Bigalkes aus Falkensee nicht mehr wegzudenken sei. Er wünschte den
Vereinsmitgliedern zum Schluss „für die nächsten 15 Jahre genau so
viele kreative Ideen an den Tag zu legen“. Mit einem Rundgang über das
Gelände überzeugten sich die Gäste aktuell von der Qualität der
Vereinsarbeit. Während Margarethe von Finthel endlich einmal die
Integrationskita besichtigen konnte, stellte Bürgermeister Bigalke
wiederholt fest, wie gut ihm diese gefalle. Kita-Leiterin Marie-Luise
Esser führte durch die Räume und erklärte so manche Besonderheit. Im
Anschluss ging es im Zelt weiter mit den Feierlichkeiten.
Mehr
über die Lebenshilfe Havelland e.V. erfahren Sie unter
www.lebenshilfehavelland.de.
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MAZ
19.06.06
Ein
Radler in der Hand
Falkenseer
Stadtverordnete auf Tour / Bauvorhaben an der Kita
"Entdeckerland"
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STEPHANIE
REISINGER
FALKENSEE
Kaum wieder zu erkennen in ihren Basecaps, Sonnenhüten, in Radlershorts
und Sportshirts traten am Sonnabend 40 Falkenseer Stadtverordnete und Bürger
am Rathaus an, um in ausgelassener Stimmung auf ihren Fahrrädern die
Gartenstadt zu erkunden. Bei herrlichstem Sonnenschein traten sie kräftig
in die Pedale und gelangten so in flottem Tempo zu Stationen, die
mancher bisher nur aus den Diskussionen in der
Stadtverordnetenversammlung (SVV) kannte. Es war die 16. Radtour des
Stadtparlaments und die führte über das Gewerbegebiet Nord durch
Finkenkrug hindurch bis zur Finkenkruger Straße.
Die
Touren dienen neben der Vor-Ort-Besichtigung stadtpolitisch relevanter
Plätze vor allem der überparteilichen Kommunikation. "Man darf in
einer so großen Gruppe zu zweit nebeneinander fahren", verkündete
denn auch SVV-Vorsitzender Thomas Fuhl (CDU) und wich alsdann nicht mehr
von der Seite des SPD-Mannes Harald Höhlig. Dieser war jedoch weniger
als Politiker denn als Baudezernent dabei und führte deshalb den ersten
Teil der Radtour mit Erläuterungen zu Bauplanungen an. Als wichtigstes
und aufwändigstes Vorhaben informierte Höhlig vor der Integrationskita
"Entdeckerland" über den Bau einer lang gezogenen
Verkehrsinsel noch in diesem Jahr. "Das wird zu erheblichen Beeinträchtigungen
führen, weil hier dann wochenlang nur
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Immer
dabei: Dieter Rach von der Bürgerinitiative Lindeweiher erläutert den
radelnden Falkenseer Stadtverordneten die Problemen die es im Stadtteil
Finkenkrug gibt FOTOS: STEPHANIE
REISINGER (2)
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Darauf
ein Radler! Die Falkenseer Radler Thomas Fuhl (links) und Harald Höhlig.
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erhalten
soll. "Dann werden hier auch die Wege für Reiter gesperrt", kündigte
er an. Die Interessengemeinschaft Naherholung, die den lange vergessenen
Lehrpfad wieder ins Gedächtnis bringen will, hatte über die Pferdehufe
geklagt, die den Weg regelrecht zerhacken und ihm die Festigkeit nehmen.
Im
schönen Finkenkrug erwartete Dieter Rach von der Bürgerinitiative
Lindenweiher die Radler und zeigte ihnen die neue Lindenweiherbrücke.
15 000 Euro habe sie gekostet, sie sei mithilfe von Spenden und
freiwilligen Arbeitseinsätzen errichtet worden. "Die Brücke gibt
es seit nicht mal einem Jahr und wir haben schon jetzt Probleme mit
Vandalismus", klagte er.
Dann
traten die Stadtverordneten noch einmal kräftig in die Pedale und
gelangten trotz aller Probleme noch immer gut gelaunt zum
Energieversorger Eon-Edis an der Finkenkruger Straße, der
Abschlussstation. Die überparteilichen Nebeneinanderradler Höhlig und
Fuhl kommunizierten weiterhin bestens, nun mit einem Radler in der Hand.
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einspurig gefahren werden
kann", kündigte er an. Bei
einer kleinen Führung über das Gelände der im Gewerbegebiet ansässigen
Gartenbaufirma war zu erfahren, dass Gartenabfälle dort abgeliefert
werden können. Angesichts der vielen illegalen Kompostberge in den Wäldern
eine wertvolle Information. Auf einem Abstecher durch den Bredower Forst
übernahm Grünflächenamtsleiter Thomas Zylla die Führung. Er
informierte über illegale BMX-Anlagen, die in dem Naturschutzgebiet
entstanden sind und vom Förster rigoros beseitigt würden. Um dieses
Problem langfristig zu verhindern bemühe sich die Stadt Falkensee um
eine öffentliche Anlage, so Zylla. Er sagte darüber hinaus, dass der
1930 angelegte Naturlehrpfad im September eine
Gedenkstelle
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brawo
25.06.06
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"Wir
Brüten über neuen Ideen"
Lebenshilfe
Havelland e.V. feierte 15. Jubiläum in Falkensee
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Falkensee.
Der guten Laune konnte sich kein Gast entziehen. 15 Jahre „Lebenshilfe
Havelland e.V.“ galt es kürzlich zu feiern. Und so war die Stimmung
in der Integrations-Kita in Falkensee entsprechend ausgelassen.
Als
Marianne Matho zum Rednerpult schritt, um die Feier zu eröffnen, wurde
sie von lautem Beifall begleitet. Die Vorstandschefin der Lebenshilfe
erinnerte an den Beginn der Vereinsarbeit vor 15 Jahren. „Kein Gründungsmitglied
hätte damals geahnt, wie positiv sich alles entwickeln wird“ sagte
Marianne Matho. „Damals wie heute sind wir ein Elternverein der in
allen Bereichen des Lebens für behinderte Menschen da sein will.“ Der
Verein zählt heute 120 Mitglieder und 70 Mitarbeiter. „Aktiv am Leben
teilzunehmen ist ein Grundbedürfnis
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Von
Anfang an dabei: Marianne Matho(l.) mit Falkensees Bürgermeister
Jürgen Bigalke und Sozialdezernentin Margarethe von Fintel. Die
Lebenshilfe feierte kürzlich 15. Geburtstag. Foto: Zychla
|
wünsche
des Landrates. „Mein Anliegen ist es, Sie auch weiterhin zu unterstützen.
Jeder gehört zu uns so wie er ist. Mit seinen Handicaps und seinen Vorzügen“,
betonte die Sozialdezernentin.
Alles
Gute wünschte auch der Bürgermeister Jürgen Bigalke: „Dass Sie sich
so mit ganzer Kraft für behinderte Menschen einsetzen, dafür gilt
Ihnen unser Dank.“ Seiner Erfahrung nach sprühe die Lebenshilfe nur
so vor tollen Ideen. Viele davon seien erfolgreich umgesetzt worden. So
auch die Integrations-Kita, die nach Meinung Bigalkes aus Falkensee
nicht mehr wegzudenken ist. Auf einem Rundgang mit Kita-Leiterin
Marie-Luise Esser über das Gelände der Integrations-Kita überzeugten
sie die Gäste anschließend von der Qualität der Vereinsarbeit.
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aller
Menschen. Das setzt die Lebenshilfe mit Erfolg um“, erläuterte
Marianne Matho. Als der SV Blau-Gelb-Falkensee eine Mannschaft der
Lebenshilfe zum vereinseigenen Pfingstturnier einladen wollte, habe man
nicht nein gesagt. „Seitdem wissen wir, dass wir auch gut Fußball
spielen können.“ Die Falkenseer Integrations -
Kita
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„Entdeckerland“
ist das jüngste Erfolgsprojekt der Lebenshilfe. Dort werden 17 Kinder
mit Behinderung gemeinsam mit 89 gesunden Kindern betreut. Demnächst
soll eine Tagesförderstelle eingerichtet werden, informierte Marianne
Matho.Margarethe von Fintel,
Sozialdezernentin des Landkreises Havelland, überbrachte dem
Verein die Glück-
|
MAZ
20.06.06
|
Behindert,
doch mittendrin
„Lebenshilfe“
feierte 15. Geburtstag der Kita „Entdeckeland“
|
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MONIKA
BERGMANN
FALKENSEE
„Löse dich von dieser Erde!“, riefen die Kinder der
Lebenshilfe-Kita „Endeckerland“ ihren imaginären fliegenden Teppich
zu, der sie musikalisch einmal um die ganze Welt trug. Der integrative
Kindergarten an der Falkenhagener Straße feierte am Sonnabend sein
Sommerfest. Aber die Tänze der Kinder waren gleichzeitig ein gelungener
Auftakt für das Jubiläumsfest der Lebenshilfe Havelland, eines
Vereins, der sich vor 15 Jahren gründete, um Menschen mit geistiger
Behinderung die Integration in den Alltag zu erleichtern.
„Als
Eltern von behinderten Kindern wussten wir damals genau, was wir
wollten“, erinnert sich Gründungs-mitglied Hubert Kaufhold. „Die
Beschäftigung der etwa 60 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der
Werkstatt für Behindertee sollte auch nach der Wende gesichert werden.
Das war nur durch die Übernahme in freie Trägerschaft möglich.“
Ungefähr 30 Elternteile waren bei der Gründung des Vereines am 18.
Juni 1991 anwesend. 17 trugen sich sofort in die
|

Sommerfest
im Integrationskindergarten "Entdeckerland" in Falkense. Die
Kinder hatten ihren Spaß, die Großen nicht minder.
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Frühförder-
und Beratungsstelle in Rathenow von der „Lebenshilfe“ übernommen
und zwei Jahre später in einem Neubau etabliert. Im Dezember 2000
erwarb der Verein in Falkensee die Grundstücke an der Berg- und
Falkenhagener Straße, die heute ein Wohnhaus mit Hobbykeller und die
Integrationskita „Endeckerland“ beherbergt. Der Kita-Neubau wurde
2003 eröffnet. Heute werden hier 17 behinderte und 89 nichtbehinderte
Kinder betreut. Davon überzeugte sich am Sonnabend auch Magarethe von
Fintel, die Sozialdezernentin des Kreises.
„Für
die Zukunft wünsche ich mir eine Tagesförderstätte für Menschen mit
starker Behinderung und für Behinderte im Rentenalter“, sagt Hubert
Kaufhold. Dafür, dass auch geistig behinderte Menschen etwas von der
Welt sehen können, wurde bereits etwas getan. Seit sechs Jahren gibt es
die Lebenshilfe-Erlebnisreisen. Zwar nicht mit einem fliegenden Teppich,
aber mit einmaligen Erlebnissen für Menschen, für die Reisen nichts
Selbstverständliches ist.
|
|
Mitgliederliste
ein. Doch unerwartet übernahm die Werkstatt dann die evangelische
Kirche. Der neu gegründete Lebenshilfe e.V. konzentrierte sich statt
dessen auf kleinere Projekte, die mit ehren-amtlicher
Tätigkeit und ohne großes Kapital möglich waren. „Einen Computer zu
beschaffen, war für uns damals eine richtig große Sache“, erinnert
sich Hubert Kaufhold. Auch Marianne Matho, heutige Vorsitzende des
Vereins, gehörte schon damals zu den engagierten Mitgliedern: „Es gab
in der DDR wenig Hilfe für Eltern mit
behinderten
|
Kindern.
Wir wollten unsere Kinder aber nicht verstecken und ihnen ein menschenwürdiges
Leben ermöglichen.“ Mit der Übernahme der Trägerschaft für die
Behindertenwohnstätte vom Landkreis Havelland und dem folgenden Neubau
in der Ruppiner Straße machte der Verein „Lebenshilfe“ einen
bedeutenden Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit. Fachlich
ausgebildete Mitarbeiter konnten eingestellt und mehrere betreute
Wohngemeinschaften
eröffnet
werden.
Parallel
dazu wurde 1997 die
heilpädagogische
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MAZ
19.06.06
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Die
Lebenshilfe hat in neuen Trikots aufgespielt:
Noch
muss ein wenig geübt werden
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Die
beiden Fußballmannschaften
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Zum 25-jährigen Vereinsbestehen
des SV Blau-Gelb Falkensee spielten die Fußballmannschaften der
Lebenshilfe gegen die D-Jugend von Blau-Gelb. Der Kauf der Trikots und
Trainings-anzüge wurde durch
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eine Spende von 1000 Euro in
Rahmen der 100-Jahre-Ceresit-Charity-Aktion des Düsseldorfer
Unternehmens Henkel ermöglicht, die durch die Vermittlung von Blau-Gelb
Falkensee zustande kam. Dafür
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möchten wir uns recht
herzlich bedanken, insbesondere bei Trainer Eberhardt sowie beim 1.
Vorsitzenden Giersberg. Trotz Leidenschaft und einem Spielendstand von
4:4 haben wir leider das Neun -
Meter -
|
Schießen verloren. In den
neuen Trainingsanzügen werden wir aber eifrig trainieren und Blau-Gelb
zum Rückspiel auffordern.
Jeanette
Neudel
Lebenshilfe
Havelland
|
MAZ
15.06.06
|
„Lebenshilfe“
feiert
Geburtstag
FALKENSEE
Vor 15 Jahren gründete sich der Verein der Lebenshilfe Havelland und
legte damit den Grundstein für viele Projekte, die geistig und körperlich
behinderte Menschen helfen sollten, sich besser ins alltägliche Leben
zu integrieren. Das wird vom 16. bis 18. Juni gefeiert. Am Freitag
beginnt das Fest mit einem Zeltkino, bei dem drei Filme zur Auswahl
stehen. Es beginnt um 16 Uhr auf dem Gelände der Integrationskita
„Entdeckerland“. Dort findet auch am Sonnabend die große Jubiläumsfeier
mit einem Kinderfest von 10
bis 13 Uhr statt. Anschließend kann man gegen einen Obolus von zehn
Euro (ermäßigt fünf Euro) an einem Sommerabendfest von 17 bis 22 Uhr
teilnehmen, bei dem es ein Buffet, eine Tomobla und Livemusik, unter
anderem von „Rock’s Core“, gibt. Am Sonntag klingt das Jubiläum
mit einem Frühshoppen ab 10 Uhr aus.
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MAZ
09.06.06
|

Nach
einem Benefizspiel mit den D-Junioren von Blau-Gelb Falkensee wurden
1000 Euro an den Verein Lebenshilfe Havelland für geistig Behinderte
übergeben. FOTO
KONRAD RADON
|
MAZ
31.05.06
Textauszug
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Pfingsten - Zeit der
Turniere
Blau-Gelb
Falkensee feiert Vereinsjubiläum / Die Rocky-Brüder kicken in
Paulineaue
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AXEL
EIFERT
.
HAVELLAND
Zu Pfingsten sind die Fußball-Punktspiele
in vielen Ligen schon beendet, andere legen noch einmal eine letzte
kurze Saisonpause ein. An diesen Feiertagen werden deshalb traditionell
große Turniere ausgetragen wie in diesem Jahr beim Verein Blau-Gelb
Falkensee, der so sein 25-jähriges Bestehen feiert, und beim ESV Lok
Elstal. In Paulineaue gibt es am Sonnabend ein großes Altherren-Turnier
mit zehn Mannschaften, darunter Rockys Allstar Team mit den beiden
ehemaligen Profibox-Weltmeistern Graciano und Ralf Rocchigiani aus
Berlin. In jedem Fall sollen es wieder kleine Volksfeste werden, bei
denen vor allem den Familien mit ihren Kindern neben dem Fußball noch
vieles mehr geboten wird.
.
Blau-Gelb
Falkensee wird 25
.
Eigentlich
ist der richtige Jubiläums-termin des SV
Blau-Gelb Falkensee
|
schon
der 16. März dieses Jahres gewesen, denn an diesem Tag vor 25 Jahren
wurde der Verein unter dem Namen BSG Möbel Falkensee gegründet. Da zu
diesem Termin aber noch strenger Winter herrschte und die vereisten Plätze
keine sportliche Aktivitäten im Freien zuließen, entschlossen sich die
Blau-Gelb-Verantwortlichen, die richtigen Feierlichkeiten auf Pfingsten
zu verlegen. Drei Tage geht es dabei von morgens bis abends auf dem
Sportplatz an der Falkenseer Ringpromenade rund. Zur Eröffnung am
Sonnabend um 9 Uhr hat sich Falkensees Bürgermeister Jürgen Bigalke
angesagt. Danach finden Turniere von den Minis bis zu den Alten Herren
statt. Es gibt Ehrungen verdienter Sportler, ehrenamtlicher Helfer und
Sponsoren. Die D-Jugend von Blau-Gelb und ihre Betreuer tragen am
Samstag (14 Uhr) ein Spiel zu Gunsten der Lebenshilfe Havelland aus. Das
Spielmobil mit Hüpfburg ist am Sonnabend und Montag vor Ort. Abends ist
Tanz im „Saftladen“ angesagt, am Sonnabend gibt es dort ab 16 Uhr
eine Kinderdisco. (...)
|
MAZ
27.04.06
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Schönwalder
Linedancer haben die Lebenshilfe in Falkensee besucht:
Ein
Publikum, das mitgeht und ganz bei der Sache ist
Das
Jahr 2005 neigte sich dem Ende zu, als wir, die Interessengemeinschaft
Schönwalder Linedancer, eine Anfrage nach einem Auftritt in der Wohnstätte
des Vereins Lebenshilfe Havelland in Falkensee erhielten. Alle
Mitglieder unserer Interessengemeinschaft, die am Tag des Auftritts
nichts durch Job, Krankheit oder anderweitig verhindert waren, sagten
sofort ihre Teilnahme zu. Es war das erste Mal, dass wir vor behinderten
Menschen auftreten werden und keiner von uns wusste, wie diese unseren
Auftritt aufnehmen würden.
Im
Nachhinein muss ich sagen, dass wir vor der Begegnung aufgeregter waren
als unsere Gastgeber, die uns beim Eintreffen in der Wohnstätte in der
Ruppiner Straße mit viel Beifall und Erwartung in Empfang nahmen. Jedem
wurde ein Parkplatz zugewiesen und sofort ging es in den
Veranstaltungsraum, wo wir von Betreuerin Anja Feller und weiteren
Bewohnern der Wohnstätte begrüßt wurden.
Auch
wenn wir uns sehr viel Mühe bei der Zusammenstellung der Tänze für
den Auftritt gegeben hatten, aber solch ein begeistertes und emotional
toll mitgehendes Publikum hatten wir noch nicht erlebt. Von Anfang am
wurden unsere Tänzerinnen und Tänzer angefeuert und eine Zugabe nach
der anderen wurde gegeben, wobei viele der Bewohner es sich nicht nehmen
ließen, sich auch selbst im Linedance zu versuchen.
Wir
waren von dieser Begegnung sehr bewegt und sagten deshalb spontan unser
erneutes Kommen am Tag der Begegnung im April zu. Hatten wir bis zu
diesem Zeitpunkt noch nicht viel gewusst über die Bewohner der Wohnstätte
des Lebenshilfevereins in der Ruppiner Straße und die
verantwortungsvolle Arbeit der dort tätigen Betreuer, so sollte sich
das in der Folgezeit ändern. So werden in der Wohnstätte 32 Menschen
mit geistiger Behinderung betreut, wovon 24 Bewohner die Werkstatt für
behinderte Menschen besuchen. Sechs Schwerstmehrfachbehinderte und zwei
Rentner werden tagsüber im eigenen Förder- und Beschäftigungsbereich
der Wohnstätte betreut, gefördert und beschäftigt. Durch die in der
Wohnstätte tätigen Betreuer, die sich als Sprachrohr für diese
Menschen verstehen, ist eine enorme verantwortliche und
verantwortungsvolle Arbeit zu leisten, gilt es doch im umfassendsten
Sinne, diese Menschen nicht nur zu betreuen, sondern auch in enger
Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Vertretern, Behörden und Ämtern
die Interessen der zu betreuenden Person zu vertreten. Dazu gehört natürlich
auch die tägliche Organisation vielfältigster Abläufe und
Veranstaltungen. Das erfordert eine spezielle Ausbildung der Betreuer
und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Akzeptanz und Kreativität.
So
werden die Bewohner ganztägig umsorgt und begleitet. Die Begleitung
erfolgt unter anderem in folgenden Bereichen: lebenspraktischer Bereich
(Kochen, Körperpflege, Wäschepflege, Reinigungsarbeiten),
Sozialbereich (Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Partnerschaft,
Kommunikation, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben), Gesundheit und
Freizeit. Die Freizeitgestaltung reicht von Entspannungsabenden,
Fernsehen, Musik hören, Ausflügen, Festen, Diskos, Kochkursen und
Bastelnachmittagen bis hin zu Urlaubsfahrten. SO wird auch der kommende
Tag der Begegnung an diesem Sonnabend, 29. April, ein ganz normaler Höhepunkt
für die Bewohner werden.
Wir
Linedancer aus der Nachbargemeinde Schönwalde-Glien freuen uns schon
jetzt, zusammen mit unserer Kinder-Linedance-Gruppe von der Grundschule
Schönwalde auf die neuerliche Begegnung mit den Menschen in der Wohnstätte
des Vereins Lebenshilfe Havelland in der Ruppiner Straße und möchten
mit unserem Auftritt einen kleinen Beitrag für viel Spaß und Freude an
diesem Tag leisten, so dass es mehr als eine Begegnung bleibt.
Heinz
Bode
Interessengemeinschaft
Schönwalder
Lindedancer
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MAZ
14.12.05
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Jesus
wird erst mal groß
Kinder
aus der Integrationskita besuchen Kirche in Finkenkrug
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Entdecker:
Lennart, Yannick, Pia, Luise, Max, Felix und Nina (von links) haben die
Holzkrippe im Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde Neufinkenkrug in Besitz
genommen. FOTO: STEPHANIE REISINGER
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STEPHANIE
REISINGER
FALKENSEE
„Wird der Jesus auch mal groß?“, fragt Yanick die Pfarrerin.
Sie erzählt zwölf Kindern aus der Falkenseer Integrationskita
„Entdeckerland“ die Weihnachtsgeschichte. Anlässlich der nahenden
Festtage haben die Drei- bis Vierjährigen gestern in Begleitung ihrer
Erzieherinnen die evangelische Kirchengemeinde Neufinkenkrug besucht.
„Es ist das erste Mal. Dass eine Kitagruppe zu uns kommt“, sagte
Gemeindepfarrerin Anneliese Hergenröther.
...Beim
Besuch in der Kirche ist auch zu spüren, dass das Haus einigen der Kinder
fremd ist. Ein Mädchen hat Angst, die Orgel finden alle spannend, ein
Junge wundert sich mit großen Augen, dass Jesus nicht gekommen ist. Knapp
40000 Einwohner hat Falkensee. Nur rund 10000 davon sind Mitglieder in den
Kirchengemeinden. Obwohl sie viele Veranstaltungen
auch für Kinder anbieten, bleibt das Interesse der meisten
Nichtmitglieder auf die Weihnachtszeit beschränkt. Darauf reagieren die
Kirchen mit großen Angebot von Weihnachtens- und Jahresendeveranstaltungen.
Auch
die Finkenkruger Kirche, obwohl sie gerade saniert wird. Hier werden drei
der fünf Gottesdienste am 24. Dezember speziell für Kinder vorbereitet.
...Die
gelbe Fassade des Gotteshauses an der Karl-Marx-Straße wurde bereits 2003
fertig gestellt. Zu ihrem 80. Geburtstag am 31. Oktober 2006 soll auch der
Innenraum in neuem Glanz erstrahlen. Die Fußbodenheizung ist gerade
eingebaut, die nächste Bauphase steht an. Deshalb wechseln die Kitakinder
im Anschluss an die Kirchenbesichtigung ins Pfarrhaus. Die Pfarrerin
veranschaulicht anhand einer Holzkrippe die Geschichte von Maria und
Joseph und dem Jesuskind. Die Kinder Lauschen gebannt, dann kommt die
Frage, ob das Jesuskind auch einmal groß wird. Dass der kleine Jesus in
der Holzkrippe derselbe ist, der direkt oberhalb der Krippe am Kreuz hängt,
das bringen die Kinder noch nicht zusammen. Sie lassen ihn erst mal groß
werden, wie sie selbst es werden wollen, ohne schmerzhaftes Ende. Für die
Beschäftigung damit haben sie mindestens noch bis Ostern Zeit.
|
MAZ
24.10.05
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In
guten Händen
Die
Falkenseerin Ilrike Herzog ist dreifache Mutter und engagiert sich in
einer Selbsthilfegruppe für Eltern behinderter Kinder
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Monika
Bergmann
Falkensee
Ulrike Herzog wohnt mit drei Kindern in Falkensee, und sie sagt:
“Das Schwerste am Alltag mit einem behinderten Kind ist es, sich ab und
zu einmal frei zu schaufeln und sein Kind in guten Händen zu wissen.“
Sie weiß, wovon sie spricht, denn ihr zweites Kind hat seit seiner Geburt
komplexe körperliche Behinderungen. „Mein Sohn hat seine ganz eigene
Art zu Laufen und reagiert auf manche Situation besonders stark, aber wer
kann schon sagen was „normal“ ist, beschreibt die Mutter die
Auswirkungen der Behinderung.
Jan
ist jetzt acht Jahre alt und hat inzwischen seinen Platz in einer Schule für
behinderte Kinder in Potsdam gefunden. Doch
nicht immer gab es für den aufgeweckten Jungen eine fachgerechte
Betreuung. "Als
wir 1999 von Berlin
|
nach
Falkensee zogen, war Jan zwei Jahre alt, meine Tochter Natalie war fünf.
Mit seinen spastischen Lähmungen und seiner gravierenden Schwerhörigkeit
konnte ihn hier keine Kindereinrichtung betreuen“, erzählt Ulrike
Herzog. Sie war zum Zeitpunkt des Umzuges zum dritten Mal schwanger und hätte
täglich ein paar Stunden sich gebraucht, zumal die Therapie des damals
Zweijährigen ständige Fahrten nach
|
Berlin
erforderten. Viel
schlimmer noch wurde es, als der kleine Nils geboren wurde, der eigentlich
kerngesund war und doch nach neun Tagen im Krankenhaus an einer
Blutvergiftung starb. „Einen Betreuer nur für Jan wollte das Sozialamt
nicht bewilligen, und so fand ich erst 2002 einen Kitaplatz für meinen
Sohn, wo er von einer Frau betreut wurde, die eigentlich Keramikerin war
und über das Arbeitsamt diesen Job
|
bekam.
Dort wurde Jan sehr liebevoll betreut, fand jedoch keinen Anschluss zu den
anderen Kindern“, sagt die gelernte Heilerziehungspflegerin. Erst nach
einem Kitawechsel fand Jan endlich Freunde. Hier gab es eine Erzieherin
mit sonderpädagogischer Ausbildung, da sich der speziellen Anforderungen
des Jungen annahm und ihm voll in der Kitaalltag integrierte. Ulrike
Herzog hatte sich inzwischen der Selbsthilfegruppe „Eskimo“(www.shg-eskimo.de)
für Eltern behinderter Kinder in Falkensee zu bauen. „Jan wurde dann
dort aufgenommen und konnte von nun an optimal gefördert werden. Durch
eine Operation vor eineinhalb Jahren konnte sein Hörvermögen enorm
gesteigert werden.
|
Er
lernte endlich laufen und konnte im letzten Jahr in den Taub-/Blindbereich
der Oberlin-Schule in Potsdam eingeschult werden. Trotz mehrerer folgender
Fehlgeburten gaben Ulrike Herzog und ihr Mann den Wunsch nach einem
weiteren Kind nicht auf, und so kam vor drei Jahren ihr Sohn Marc zur
Welt. Er gehört heute zu den gesunden Kindern in der Falkenseer
Integrationskita „Entdeckerland“. Hier erlernen die Kinder den
respektvollen Umgang mit behinderten Kindern. Wer Kontakt zu anderen
Eltern sucht oder Hilfe braucht, kann sich melden unter (0 33 22)20 93 10
oder (03 32 34) 8 63 89. Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden letzten
Freitag im Monat.
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Ulrike
Herzog lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Falkensee
|
MAZ
22.08.05
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Sonnenschein
bestellt
Lebenshilfe
feierte Sommerfest im „Entdeckerland“
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MONIKA BERGMANN
FALKENSEE Das war doch
mal ein Sommerfest, das wirklich seinen Namen verdiente. Die Lebenshilfe
Havelland e.V. feierte am Sonnabend mit vielen tollen Aktionen ihren 15.
Geburtstag auf dem Gelände der Falkenseer Kita „Entdeckerland“ in der
Falkenhagener Straße 95/97. Offenbar hatte das Organisationsteam den
Sonnenschein gleich mit bestellt, denn der Tag zeigte sich von seiner
freundlichsten Seite. Geschäftsführer Uwe Piel und seine
Mitarbeiterinnen Jeanette Neudel und Nadine Berger hatten ganze Arbeit
geleistet, um das Ereignis zu einem Erfolg für alle Besucher werden zu
lassen.
.
Mit
einem bunten Programm, das die Kita-Kinder, die Akrobatikgruppe der Förderschule
Falkensee und Schulkinder aus Brieselang gestaltet hatten, wurden die
kleinen und großen Besucher besten unterhalten. „Seit dem Vormittag war
es hier auf dem Festplatz gut gefüllt“, sagte Jeanette Neudel. „Natürlich
nehmen die Vorbereitungen immer viel Zeit in Anspruch“, ergänzte Nadine
Berger, „ aber die Praktikantinnen und auch die Kinder haben geholfen,
so dass wir rechtzeitig fertig wurden.“ Besonders gut gefiel Kindern
und Erwachsenen die
|
Lebenslustig: Auch die jüngsten
Kita-Kinder traten auf.
|
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Animation
des Entertainers Andy Trillhase aus
Dessau, der unter dem Titel „Gemeinsam stark!“ zahlreiche Über-raschungen
mitgebracht hatte. Die Pausen zwischen den Darbietungen überbrückte er
mit Ballonzauberei, wobei er für die kleinen Zuschauer Tiere aus langen
Luftballons formte und Geschichte über das jeweilige Tier zum Besten gab.
.
An
den Mal- und Basteltischen herrschte reger Andrang, besondere Höhepunkte
waren die Erbsenschlagmaschine und das Wasserbombenwerfen auf ein
Clownsgesicht. Beim Dosenwerfen und Torwand-schießen konnten kleine
Gewinne errungen werden, in den Schatten-pavillons auf dem Spielgelände
wurden Kinder
|
zu Schmetterlingen
oder Raubkatzen geschminkt. Interessierte konnten sich währenddessen über
die Arbeit der Lebenshilfe Havelland e.V. und über die Kita
„Entdeckerland“ informieren. Die Polizei bot Rundfahrten mit dem
Mannschaftswagen an; und jeder konnte mal eine schusssichere Weste
anprobieren und sich das Arbeitsmaterial wie Funkgerät und Schlagstock
aus der Nähe ansehen.
.
Höhepunkt des Festes war
jedoch die Miniplaybackshow am frühen Nachmittag, wo sich Kinder an den
Songs ihrer Lieblingsstars versuchten. Mit Discomusik von Discjockey Andy
Trillhase klang das Sommerfest aus.
|
MAZ
02.02.05
|

Ein
Programm muss ersonnen, Idee für Idee ausgewertet werden. Das
Festkomitee der Lebenshilfe Havelland, hier Monika Mohri, Doris Rutz,
Sabrina Gierschner, Marko Lechner und Uwe Piel (v.l.n.r.), trifft sich
monatlich zum "Geistesblitzen". FOTOS: Konrad
Radon
|
|
Akustische
Bewerbungen
Lebenshilfe
sucht für Jubiläum 2006 auftrittswillige Hobbymusiker
|
|
FALKENSEE
Von Rock bis Schlager ist alles erlaubt. Von Schülerband bis
Seniorenkombo sind alle willkommen. Egal ob aus Falkensee, dem Havelland
oder den Nachbarkreisen. "Musik kennt keine Grenzen"- der
Verein Lebenshilfe Havelland nimmt das Motto wörtlich. "Wir suchen
Menschen, die Spaß am Musizieren haben, ihre Freude ausstrahlen und
andere mit der Stimmung anstecken können", sagt Doris Rutz.
Im
Juni kommenden Jahres ist zum 15. Gründungsjubiläum des Vereins, der
behinderte Menschen und ihre Angehörigen unterstütz, ein Musikfestival
geplant.
Fünf
Bühnenauftritte, vermutlich sogar einige mehr, hat die Lebenshilfe zu
|
vergeben:
Wer
mit Mikrofon und Instrumenten vertraut ist, kann sich schrift-lich, aber
unbedingt mit CD, Kassette oder Video bewerben.
"Die
ersten Einsendungen haben uns erreicht." Doris Rutz, die den
Bereich Familie und Freizeit leitet, wedelt vor ihren Mitstreitern mit
CD's den akustischen Bewerbungsunterlagen. Bisher haben sich Bands der
rockigeren Klänge beim Festkomitee vorgestellt. Auch die Musikschule
hat ihr Interesse bekundet.
Genaue
Daten können die Planer, die sich monatlich zum Ideen-austausch treffen,
noch nicht präsentieren. "Fest steht, dass die Jubiläumsfeier in
Falkensee stattfindet und das Konzert
an
|
einem Sonnabend steigt", sagt Geschäftsführer Uwe Piel.
Verglichen mit dem Akt zum zehnjährigen Bestehen des Vereins - damals
feierte man häppchenweise über die ganze Woche verteilt - werde die
Gaudi 2006 "kürzer, aber größer". Ein Wochenende ist
vorgesehen. Eingeladen sind die für die Lebenshilfe wichtigsten
Menschen - Behinderte und ihre Familien. "Wir feiern keine Feste
ohne sie", sagt Doris Rutz bestimmt. Das Unterhaltungsprogramm wird
entsprechend abgestimmt. "Und selbstverständlich können auch
Behinderte am Musikfestival teilnehmen."
Am
18.Juni 1991 gründete sich auf Elterninitiative die
|
Lebenshilfe
in Falkensee. Ein
Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Neubau der Wohnstätte 1998
und 1999. Ein Jahr später kaufte die Lebenshilfe die Grundstücke
Bergstraße 11 und Falkenhagener Straße 97, wo sie die aus DDR-Zeiten
stammende Bauruine zum Wohngemeindehaus und Sitz des
Beschäftigungsprojekts Indura (Integration durch Arbeit) um und
ausbauten. 2003 wurde dort die Integrationskita errichtet.
>Bewerbungen
sind bis zum 31.März zu richten an: Lebenshilfe Havelland e.V.,
Geschäftsstelle Ruppiner Straße 30/32, 14612 Falkensee oder
telefonisch bei Marko Lechner 0160/1778890
|
MAZ
17.12.04
| Bastelzeit
bei der Lebenshilfe Havelland e.V. |
|
Die Laternen leuchten
|
|
Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne nur noch wenig
scheint, wenn es draußen kalt und feucht ist, dann ist bei uns, der
Lebenshilfe Havelland e.V., wieder einmal soweit – es ist Bastelzeit.
Jedes Jahr denken sich die Mitarbeiter etwas Neues, Interessantes aus.
Mal waren es Adventsgestecke, mal gestalteten wir Kerzen und mal
bastelten wir Türkränze mit den Kindern.
In diesem Jahr waren es Laternen, die die Kinder zum
Martinsumzug nehmen konnten und die sie hinterher als Stimmungslicht für
die Adventszeit nutzen können. Das Alter der Bastelkinder lag zwischen
fünf und sechs Jahren, da bei dieser Bastelarbeit schon viel Geschick nötig
war.
Aber kein Kind musste Angst haben, alles allein zu tun, denn
alle Mitarbeiterinnen waren anwesend und halfen den Kindern.
Als erstes mussten die vier Laternenfenster
gestaltet werden. Dafür gab es jede Menge unterschiedliches Material,
bei dessen Auswahl uns Frau Peters von „Vronis Kinderland“ in
Premnitz beriet: Transparentpapier in Weiß und in verschiedenen Farbtönen
sowie bunt bedruckt.
Oder feste
|
Durchsichtige Folie, die mit Sternen und Herzen beklebt
werden konnten. Wenn diese Motive nicht gefielen, der schnitt sich
eigene Motive aus selbstklebender holograpischer oder nachleuchtender
Folie aus.
Dann mussten die Laternen zusammengeklebt werden. Während
sie trockneten, gab es Lebkuchen, Saft und Naschereien. Zum Schluss
setzten wir ein Teelicht in die Mitte der Laterne ein. Diese befestigten
wir an einem Stock und zogen mit unserer leuchtenden Laterne durch unser
Haus.
Die Kinder zogen singend ihren Eltern entgegen. Diese
warteten gespannt vor unserer Frühförderstelle in der Heidefeldstraße
56 in Rathenow. Die gebastelten Laternen waren wunderschön gelungen und
veranstalten ein angenehmes Licht.
Die Begeisterung auf den Gesichtern der Kinder war für uns Frühförderinnen der
Lohn für einen gelungen Nachmittag mit den Kindern. Wir werden an der
Tradition der Bastelnachmittage in unserer Frühförderstelle
festhalten.
.
S.Giese, Frühförderin
interdisziplinäre Frühförderstelle Rathenow
|
MAZ
05.11.04
|
Netzwerk
ANKE
FRIEBRANZ
Welche
Förderschule ist geeignet? Wo gibt es Integrationskitas? Welche
Hilfsmittel stehen meinem Kind zu? Was ist der Pflegestufe? Eltern von
behinderten Kindern müssen ihren Nachwuchs oft rund um die Uhr
betreuen. Gleichzeitig haben sie viele spezielle Probleme zu lösen. Ein
stressiger Alltag. Warum aber soll jeder immer wieder für sich Lösungen
suchen?
Das
fragten sich Eltern schon 1996 und gründeten die Selbsthilfegruppe
Eskimo. Die folgt dem Trend „Betroffene helfen Betroffenen“ und ist
damit gut gefahren. Eskimo-Mitglieder haben sich für den Bau der
Integrationskita in Falkensee eingesetzt. Dabei dachten sie schon an die
nächste Generation, da ihre eigenen Sprösslinge inzwischen aus dem
Kindergartenalter heraus waren. Als es im Sommer Probleme mit
Fahrtkosten für behinderte Schüler gab, waren es Angehörige der
Selbsthilfegruppe, die nachhackten und Änderungen vom Kreis verlangten.
Wer
sich meldet, wird wahrgenommen, so die Erfahrung der „Eskimos“. Der
Erfolg bei vergangen Aktionen hat sie selbstbewusster gemacht. Neue
Mitstreiter suchen sie dennoch: Schließlich sind noch viele spezielle
Probleme zu lösen. Da kann die Lobby nicht groß genug sein.
|
MAZ
05.11.04
|
Durchatmen unter
Gleichgesinnten
Bei den
"Eskimos" helfen sich Eltern behinderter Kinder aus dem
Osthavelland
|
|
ANKE
FIEBRANZ
FALKENSEE
"Für mich ist es zu Beginn schön gewesen, sich einfach nur
hinzusetzen. Ein paar Stunden für sich zu sein und zu wissen, das Kind
ist betreut." Ulrike Herzog beschreibt ihre Anfänge in der
Selbsthilfegruppe Eskimo. Dort sind Eltern, meist Mütter, behinderter
Kinder aus dem Osthavelland vereint. "Eltern suchen Kontakt,
Information, Orientierung" - das steckt hinter den einzelnen
Buchstaben von Eskimo.
An
jedem letzten Freitag im Monat treffen sich die "Eskimos" in
Falkensee, in den Räumen der Lebenshilfe. Sie kommen nicht nur aus der
Gartenstadt, sondern auch aus Pausin, Hoppenrade, Brieselang oder Nauen.
Während die Eltern für ein paar Stunden zusammensitzen, werden die
Kinder nebenan in den Räumen der neuen Integrationskita
"Entdeckeland" betreut.
Mütter
und Väter versammeln sich derweil um einen großen Tisch. Eine
Kaffeetafel. "Wir sind aber kein Mutti-Verein", sagt Birgit
Kreuter, wie um diesen Eindruck vorzubeugen.
|
 
Die
"Eskimos" bei ihrem monatlichem Treffen in Falkensee. Auch
zwischen den Terminen verabreden sie sich oder telefonieren. Das
Netzwerk funktioniert mittlerweile gut. FOTO: MAZ/ANKE
FIEBRANZ
|
Monika Brinkmann haben in dieser Angelegenheit schon
Kontakte mit der Agentur für Arbeit und dem Saozialamt aufgenommen, ein
nächstes Treffen gibt es jetzt im November. Beide Frauen engagieren
sich nicht nur bei Eskimo, sondern auch im Förderverein bzw. als
Sprecherin der Schulkonferenz der Förderschule Markee, wo ihre Kinder
lernen.
Genug
Plätze im Beschäftigungs- und Förderbereich sind aus mehreren
Gründen wichtig. Dort würden die Behinderten Neues lernen, mancher
könnte dann sogar in die Werkstatt schaffen. Kommen sie aber nicht
unter und sitzen statt dessen zu Hause, dürfte nicht nur manche
Fähigkeit verkümmern. Ihre berufstätigen Eltern müssten zur
Betreuung sogar den Job an den Nagel hängen. Für die
"Eskimos" geht es um das Recht behinderter Kinder sich
abzunabeln. Dafür wollen sie weiter streiten.
>
Die Selbsthilfegruppe freut sich über neue Mitglieder. Viele Infos sind
im Internet unter www.shg-eskimo.de
zu finden. Die E-Mail-Adresse lautet eskimo_shg@web.de
|
|
"Unser Anspruch ist
sich gegenseitig zu helfen." "Bei
vielen Themen ist es doch besser, man weiß vorher, worauf es
ankommt", findet Andrea Freisinger. Die Falkenseerin gehörte 1996
zu den Gründungsmitgliedern von Eskimo. Wie gut es ist aus dem
Erfahrungs-schatz der anderen zu schöpfen, hat Karin Brand erlebt.
"Mir hat die Selbsthilfegruppe
sehr geholfen, als ich meinen Sohn Felix einschulen wollte." Trotz
Empfehlung des Förderausschusses dauerte der Kampf mit den Ämtern ein
ganzes Jahr, bis endlich klar war, dass das geistig und körperlich
behinderte Kind auf die
|
Oberlinschule nach
Potsdam gehen konnte.
"Das hätten wir allein kaum geschafft", sagt Karin Brand für
Ihre Familie. Was sich viele in der
Runde wünschen ist, dass die Behörden jede Kind als einen Einzelfall
sehen, und nicht alle anhand von Akten über einen Kamm scheren.
"Warum beziehen Ämter uns nicht ein? Wir Eltern können denken und
lesen und wollen unsere Zeit sinnvoll einsetzen, nicht im
Behördenkampf", so Birgit Kreuter.
Die
Mütter und Väter der oft schwerst mehrfach behinderten
Kinder haben häufig das Gefühl, keine Zeit zum Durchatmen zu haben.
|
"Kaum ist ein Problem gelöst, gibt es schon das nächste", so
Karin Brand. Nun ist ihr Sohn in der Schule, aber sie macht sich schon
jetzt Gedanken, was wird, wenn er die beendet hat. Diese Zukunftssorgen
teilt sie mit vielen anderen bei Eskimo. Die konkrete Befürchtung: Für
die Kinder, die später nicht
in der Lage sein werden in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten, gebe
es nicht genug Plätze im so genannten Förder-und
Beschäftigungsbereich. "Dass dort Mangel herrscht, müssen wir dem
Landkreis klar machen", so die Falkenseerin Freisinger. Birgit
Armbruster und
|
MAZ
30.08.04
|
Notstand nicht
ersichtlich
Landkreis macht
Gesprächsangebot
|
|
HAVELLAND
Möglichst früh wollen Eltern behinderter Kinder wissen, wie ihre
Schützlinge nach dem Verlassen der Frühförderschule betreut werden
(siehe Beitrag auf dieser Seite). Sie machen sich Sorgen, dass die
Plätze im so genannten Förder- und Beschäftigungsbereich, die der
Landkreis Havelland vorhalten muss, nicht ausreichen.
"Wir
können da aus unserer Sicht so nicht bestätigen", sagte Anett
Kleinke, Sprecherin des Landkreises auf MAZ-Anfrage. Alle, die den
Wunsch auf solche einen Platz geäußert hätten, seien untergebracht
worden. Die Kapazität richte sich nach Landesvorgabe. In Brandenburg
wird der Bedarf für die Planung von stationären Einrichtungen für
schwerst mehrfach behinderte Menschen mit 0,2 Prozent der
Gesamtbevölkerung über 18 Jahren angegeben. Daraus ergeben sich
rechnerisch 252 Plätze. "Wir halten derzeit 241 vor. Dazu kommen
103 geistig und mehrfach behinderte Menschen, die außerhalb des
Landkreises betreut werden. Dies geschieht auf Wunsch der
Angehörigen", so die Sprecherin.
Aufgrund
der Fakten sei kein Notstand ersichtlich, so Anett Kleinke. Unter den
Abgängern der beiden Förderschulen des Landkreises seien im Schnitt
zwei, die aufgrund ihres Handicaps nicht in Werkstätten betreut werden
könnten,
|
sondern
in den Förderungs- und
Beschäftigungsbereich übergingen. Die Sprecherin räumte ein, dass
sich diese Erfahrungen auf die behinderten Menschen beziehe, die im
Kreis zur Schule gehen.
Eine
vorausschauende und langfristige Planung wie sie die Selbsthilfegruppe
Eskimo fordert, sei aus Datenschutzgründen schwierig, sagte Anett
Kleinke. SO werde in Deutschland die Zahl der behinderten Kinder von
Ämtern nicht erfasst. Ärzte müssten keine Rückmeldungen geben. Auch
aus den Schwerbehindertenausweisen ließe sich wenig ableiten. Ersten
hätten nur etwa 20 Prozent der Kinder einen, zweitens müssten dort
nicht alle Behinderungen aufgeführt werden.
Da
das Thema so komplex ist, sei das Kreis-Sozialamt gerne bereit, mit der
Selbsthilfe-Gruppe in Kontakt zu treten und ein Gespräch zu
führen, so Anett
Kleinke.
af
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Gutachten
Ob
Behinderte nach dem Ausscheiden aus der Förderschule in die
Behindertenwerkstatt oder in den Förder-und Beschäftigungsbereich
wechseln, entscheidet nicht das Sozialamt des Kreises, sondern die
Agentur für Arbeit aufgrund eines Gutachtens. Dafür werden die
Behinderten sechs Monate lang begleitet und dann eingestuft.
MAZ
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MAZ
30.08.04
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Fesselnde
Vorstellung
Beim
Sommerfest der Lebenshilfe Havelland, die am Sonnabend auf das Gelände
des Integrationskindergartens in Falkensee geladen hatte, kam zwar
manche Regenwolke, aber niemals Langweile auf. Die Kinder hatten ihre
Freude an Clownerie, Klanggeschichten, Musik und lustigen Spielen. Und
auch die großen Leute hatten Spaß dabei.
FOTO: Marko
Priske
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MAZ
26.08.04
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Gemeinsam
feiern
Sommerfest
bei der Lebenshilfe
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FALKENSEE
Der
Verein Lebenshilfe Havelland lädt am Sonnabend, 28. August, von 10 bis
16 Uhr zum Sommerfest ein. Es findet auf dem Gelände des neuen
Integrationskindergartens "Entdeckerland" in der Falkenhagener
Straße 95/96 statt. Vorbereitet ist ein buntes Programm mit
Clownerie, Glücksrad, Tanzgruppe
und Quintett. Ein Trödelbasar
lädt zum
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Stöbern
und Kaufen ein, ein Eiswagen wird erwartet und auch
sonst ist für Essen und Trinken gesorgt.
Der
Verein Lebenshilfe unterhält in Falkensee neben dem Integrationskinder-
garten mit seinen 89 Plätzen auch den "Spaßkeller" als
Freizeitstätte für geistig Behinderte Kinder und Jugendliche sowie
eine Wohnstätte für 32 geistig behinderte Erwachsene in der Ruppiner
Straße.
MAZ
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MAZ
17./18.08.04
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Ein
heiteres, offenes Haus
Minister
besuchte geistig Behinderte
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FALKENSEE
"Ach, Sie sind jetzt die Frau Hildebrandt?", fragte eine der
Bewohnerinnen, und sie strahlte Sozialminister Günter Baaske an, als
wäre ihr der Heiland erschienen. Seine Vorgängerin ist in dieser
Wohnstätte für geistig Behinderte in Falkensee noch sehr präsent.
Denn es war Regine Hildebrandt, die dieses Ensemble auf einer Anhöhe an
der Ruppiner Straße 1998 eröffnet hatte - ein Projekt der Lebenshilfe
Havelland. Das war damals ein tolles Fest, denn zuvor hatten die Männer
und Frauen beengt gelebt.
Am
Donnerstag nun sahen sich Minister Günter Baaske und mit ihm Landrat
Burkhard Schröder (beide SPD) sowie Margarethe von Fintel, die
Sozialdezernentin des Landkreises, in der Einrichtung um, die 32 geistig
behinderten Erwachsenen im Alter von 21 bis 63 Jahren ein Zuhause gibt.
Doch nur jeder Zweite hat noch Bindungen an seine Familie. Wer dieses
Hinterland noch besitzt, verlässt das Wohnheim oft am Wochenende oder
fährt mit seinen Angehörigen in den Urlaub. Aber alle Bewohner kehren
auch gerne wieder in ihre vier Wände zurück, die ihnen in dieser
farbenfrohen Wohnanlage als eigenes Refugium
zur Verfügung
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stehen.Hier
leben auch die Freunde, die Betreuter, die helfen, fordern und trösten
- ganz wie es die Situation erfordert. Und denen die heitere, offene
Atmosphäre zu verdanken ist, die die Besucher sofort ansprach.
"In
der Philosophie der Lebenshilfe geht man davon aus, dass geistig
Behinderte Menschen sind wie du und ich, mit den gleichen Bedürfnissen,
mit Rechten und Pflichten", sagt Uwe Piel, Geschäftsführer der
Lebenshilfe Havelland, einer von 21 Lebenshilfe Vereinen im Land. Der
havelländische wurde 1991 gegründet, um damals den Niedergang der
geschützten Werkstatt Falkensee zu verhindern. Das gelang. Seit 2001
steht mit der Theodor-Fliedner-Werkstatt sogar ein Neubau an der
Spandauer Straße - in Trägerschaft des Landesausschusses für Innere
Mission. In dieser Werkstatt arbeitet die Mehrzahl der Heimbewohner.
Doch bald erreichen viele das Rentenalter. Wie wird dann die Betreuung
organisiert und finanziert? Ein Thema, mit dem sich die Politik
beschäftigen muss. Denn bisher lebten wenige alte debile Menschen in
Deutschland. Eine ganze Generation wurde im "Dritten Reich" zu
"lebensunwertem Leben" gestempelt und ausgelöscht.
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Berührungsängste
sind Minister Baaske
fremd.
FOTO: MAZ/MÜLLER
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MAZ
10./11.07.04
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Eine
Bude am Scheinwerferberg
Verein
Lebenshilfe bietet Behinderten Ferienspiele in Falkensee an
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HITRUD
MÜLLER
FALKENSEE
Eine
Schiffspartie macht hungrig. Folglich sind die Käsetoast im Nu
verputzt, die die Praktikantinnen Tina Seydel und Anja Mohri für die
kleine Gesellschaft, die gerade von einer Havelrundfahrt zurückgekehrt
ist, im "Spaßkeller" zubereiteten.
Claudia,
obwohl schon 17, braucht beim Essen noch die helfende Hand. Auch der
14-jährige David, der ohne behutsame Steuerung der Betreuerin Häppchen
um Häppchen in sich hineinstopfen würde, da ihm das Gefühl des
Maßhaltens nicht gegeben ist.
Die
sieben Mädchen und Jungen zwischen 13 und 18 Jahren, die den
"Spaßkeller" des Vereins Lebenshilfe in Falkensee besuchen,
sind geistig behindert - meist durch frühkindliche Hirnschädigungen
oder genetische Defekte; einige leiden obendrein an Epilepsie. Ihre
Mütter und Väter werden von der Elternrolle niemals entbunden. Sie
werden ihr Kind auch dann noch behüten und umsorgen, wenn es längst
erwachsen ist. Der Verein Lebenshilfe für geistig Behinderte Havelland
versucht, diesen Familien die Bürde zu erleichtern, die ihnen auferlegt
wurde. In der Schulzeit werden hier am Nachmittag hauptsächlich
Schüler der Förderschule für geistig Behinderte Markee betreut.
"Wir verstehen uns als gemütlicher Übergang von der Schule zum
Feierabend", sagt Doris Rutz, die Leiterin des Bereiches Familie
und Freizeit im Verein Lebenshilfe, die am großen Esstisch mit den
Kindern Platz genommen hat.
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Gute
Freunde: Veikko und Jeanette Krämer, die Heilpädagogin (o.) Immer
guter Dinge: Joulin beim Toben im Spielzimmer (l.). Doris Rutz (u.)
leitet den Bereich Familie und Freizeit im Verein Lebenshilfe. FOTOS
(3): MAZ/MÜLLI
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"Das
ist auch deshalb wichtig, weil viele Eltern berufstätig und somit nicht
in der Lage sind, ihr Kind schon am frühen Nachmittag von der Schule
abzuholen." Jetzt, in den Sommerferien veranstaltet der
"Spaßkeller" Ferienspiele für geistig behinderte Kinder aus
dem Havelland. Drei Wochen lang. "Die zweite Ferienhälfte sollte
dem Familienurlaub vor-behalten sein", sagt Doris Rutz. Die
bildhübsche 13-jährige Joulin aus Dallgow wird mit ihrer Mutter nach
Dänemark
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reisen.
Wird die erste Ferienhälfte zum
Familienurlaub genutzt, kann für die
zweite eine Reise für das Kind bei "Lebenshilfe" gebucht
werden - fachlich versierte Reise für das Kind bei
"Lebenshilfe" gebucht werden - fachlich versierte
Betreuung inklusive. Die gewährleistet
unter anderem die Heilpädagogin Jeanette Krämer, die nach den
Ferienspielen mit einer Gruppe an die Ostsee
fährt. Zwölf Reiseziele bietet der Verein im Jahresrund, vorwiegend
für Erwachsene, wobei oftmals
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Handicap-Pensionen angesteuert werden -
ganz auf Behinderte
eingestellt. Die Einbindung ins normale Leben, die soziale Integration
der durch eine Laune der Natur Benachteiligte ist erklärtes Ziel des
Vereins.
Und
so verkriecht sich auch die kleine Ferienspiel-Truppe nicht nur im
"Spaßkeller" dem Souterrain der Vereinsräume an der
Falkenhagener Straße, wo jeder Tag mit einem gemeinsamen Frühstück
beginnt. Man pilgert ins Waldbad oder zum Scheinwerferberg, wo sich die
Jugendlichen eine Bude bauen, die leider immer wieder von Radaubrüdern
zerstört wird. Oder sie fahren gemeinsam nach Spandau, wo es
öffentliche Spielplätze gibt, die auch für ihre Bedürfnisse taugen.
Denn in Falkensee, sagt der 15-jährige Veikko verächtlich, "gibts
ja bloß Babyrutschen".
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Falkensee Bürger- und
Besucher-Information 2004
Auszug
aus Bürgermeister plant Verschiebung
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Und
bei den Kitas ergibt sich das Problem: "Kaum haben wir eine neue
Kita eröffnet, bauen sich schon wieder Wartelisten auf!" Die
Lebenshilfe beispielsweise hat letztes Jahr ihr „Entdeckerland“ in
Betrieb genommen. 90 Plätze bietet die Integrations-Kita, die also auch
Kindern mit Behinderung offen steht, und alle sind belegt.
Leiterin
Gerlinde Ihrke freut sich, den Bürgermeister durchs Haus führen zu
können. „Hier gibt es täglich was zu entdecken, kein Raum ist wie
der andere“, zeigt sich Bigalke selbst nach wiederholtem Besuch zu
Recht fasziniert.
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MAZ
28.05.04
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Das
Ende einer öden Wand: Hannes Höhlig gibt dem neben dem noch
unvollendeten Konterfei des Entdeckers wehenden Spruchband den letzten
Schliff.
FOTO: NADINE FABIAN
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Drache
wacht über Kita
Graffiti
schmücken das "Entdeckerland"
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AGNES
MÖLLER
FALKENSEE
"Graffiti machen graue
Wände lebendig, ich wünschte ich könnt' das auch", heißt es im
Lied "Kling Klang" von Keimzeit. Dass der Traum wahr werden
kann, zeigen die fantasievollen Figuren an den Wänden der
Integrationskita "Entdeckerland" an der Falkenhagener Straße.
Mehrere
Tage arbeiteten die 21-jährigen Hannes Höhlig und Alexander Ballunit
an den Graffiti - ganz legal. "Ich bin zur Kita gegangen und hab
gefragt, ob ich nicht etwas an die Außenwände sprayen könnte",
sagte Hannes Höhlig. DIe Antwort geben nun ein Entdecker und ein
Drache.
Laut
Hannes Höhlig kann das Graffiti bis zu zehn Jahre halten, mit
Klarlack versiegelt sogar
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länger. Für die Kita lohnt sich der Ausnahme-Anstrich, denn die
farbfrohen Bilder sind allemal besser als graue Tristesse. Bevor die
Sprayer loslegten, wurden die Wände geweißt, ansonsten würden die
Bilder nicht haften. Alle Farbdosen wurden zudem vom Träger, der
Lebenshilfe, bezahlt. Nicht schlecht, denn eine Dose kostet 3,50 Euro
und die beiden brauchten etwa 100.
"Wir
haben hier beim Arbeiten in kurzer Zeit drei Aufträge bekommen",
meint Hannes Höhlig, der seinem Hobby auf so großer und
repräsentativer Fläche nicht oft frönen kann.
Er
sprayt, seit er 15 ist. Als "Ost-Kind" hat er die Graffiti zum
ersten Mal im Westen gesehen und wusste: Das will ich auch können. Er
kann.
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MAZ
05.04.04
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Endlich
raus, die Rutsche und den Sandkasten erkunden - das konnten die Kinder der
Falkenseer Integrationskita am Sonnabend beim ersten Tag der offenen Tür.
Es waren auch viele Neugierige gekommen die sich das Haus von innen
ansehen wollten.
Die
Buddelkiste gestürmt
Falkenseer
Integrations-Kita "Entdeckerland" jetzt offiziell eröffnet
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JUDITH
MEISNER
FALKENSEE
Für Mut und Weitsicht eine Integrationskita einzurichten, dankte ihre
Leiterin Gerlinde Ihrke dem Trägerverein Lebenshilfe Havelland e.V. bei
der offiziellen Eröffnung des Kindergartens an der Falkenhagener
Straße am Sonnabendvormittag. "In Zeiten immer knapper werdender
Mittel ist das keine Selbst-verständlichkeit", sagte sie.
Hier
können insgesamt 89 Kinder miteinander spielen und lernen. "In
jeder der sechs Grup-pen sind drei behinderte Kinder", berichtete
die Leiterin. Enorm wichtig aus ihrer Sicht ist, dass die so
genannten 'Regelkinder' und
ihre
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Altersgenossen mit Behinderungen
voneinander Toleranz lernen und die Fähigkeiten des anderen zu
schätzen: "Wenn einer nicht laufen kann aber prima puzzeln, dann
merken das alle", erzählte sie von ihren Erfahrungen. Auch dass
Kinder Meister in non-verbaler Kommunikation sind.
Die
Kleinen waren in ihr neues Haus schon im Januar einge-zogen. Nun im
Frühling können sie auch den Garten mit Schaukel, Turngeräten und
Buddelkiste voll mit feinstem, weißen Sand in Besitz nehmen. Das die
Rasenflächen etwas spärlich sind hat seinen Grund: Auf dem
Wegen kommen Rollis besser
vorwärts. Die Kita
liegt
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direkt an der viel befahrenen und lauten Falkenhagener
Straße, also konstruierte Architekt Wolfgang Müller eine
Lärmschutzmauer und lockerte den Garten mit drei Pavillons auf. Hier
saßen am Sonnabend die Schüler der Förderschule Markee, als sie mit
selbst gebastelten Instrumenten aus Keksdosen den Kindergartenkindern
und ihren Eltern ein Ständchen brachten.
Auch
die Kleinen des "Entdeckerlandes", so der Name der neuen Kita,
sangen Lieder und führten Kreisspiele vor. Hubert Kaufhold,
Vorsitzender der Lebenshilfe Havelland e.V. machte begeistert mit, bevor
er einen riesigen roten Schlüssel
an Leiterin Gerlinde
Ihrke
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übergab. Er wünschte sich, dass die Kinder
in ihrer Kita immer so lachen mögen wie die Sonne während der
Eröffnungsfeier.
Gerlinde
Ihrke wies auf eine wichtige Errungenschaft des Hauses hin: die eigene
Küche mit Küchenleitung, Köchin und einer ebenfalls behinderten
Küchenhilfe. So können alle Kinder nach ihrem Bedürfnissen mit
Frühstück, Mittagessen und Vesper versorgt werden. Manche essen nur
Püriertes, andere nur Kartoffeln und wir können so Allergien
berücksichtigen. Die Kita ist von 6 bis 17.30 Uhr geöffnet. Allerdings
ist sie rappelvoll und es gibt eine lange Warteliste.
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MAZ
02.04.04
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Festakt in der
Integrationskita
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Falkensee
Drei Monate nach ihrer Inbetriebnahme wird die Integrationskita
"Entdeckerland" an der Falkenhagener Straße morgen Vormittag
feierlich eröffnet. An dem Festakt nehmen neben Vertretern des Vereins
Lebenshilfe, der Bauherr ist, Vizelandrat Dennis Granzow und Falkensees
stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Schulz teil. Zwischen 11.30 und
16 Uhr können Interessierte bei einem Tag der offenen Tür das
"Entdeckerland" besichtigen.
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Falkenseer
Stadtjournal 02/04
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Ein Kita-Bau mit neuen
Maßstäben
An
der Ruppiner Straße in Falkensee eröffnete im Januar der Verein
"Lebenshilfe
Havelland" die erste Integrations-Kindertagesstätte im Osthavelland.
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Zu
Beginn des Jahres hat in Falkensee die erste Integrations- Kindertagesstätte
im Osthavelland ihre Pforten eröffnet. Bauherr und auch Betreiber des
1,74 Millionen Euro teuren Kita-Neubaus, in dem auch behinderte Kinder
betreut werden, ist der Verein Lebenshilfe Havelland e.V.
Etwas
erschöpft, aber auch sichtlich erleichtert war der Geschäftsführer der
Lebenshilfe Havelland e.V., Uwe Piel, als pünktlich am 5.Januar die
Kinder und Eltern mit gespannten Gesichtern von der neuen Kita
„Entdeckerland“ Besitz
ergriffen. Mitten in der Stadt Falkensee, an der Ecke Falkenhagener
und Ruppiner Straße, werden künftig 89 Kinder der von 17 Pädagogen und
Wirtschaftskräften, darunter auch vier Heilpädagogen, betreut. Das
Grundstück für den Neubau wurde mit Bedacht gewählt: „Gerade eine
Integrations-Kita gehört nicht an den Rand, sondern mitten in die
Stadt“, so Uwe Piel. Erstmals gibt es damit im Osthavelland eine Tagesstätte,
die sowohl die Aufgaben einer ganz normalen Kita, als auch die Betreuung
behinderter Kinder vereint.
Es
gibt sechs Gruppen mit durchschnittlich 15 Kindern, darunter meist zwei
behinderte Kinder, die von zwei Pädagoginnen betreut werden.
Zufrieden
äußerte sich der Geschäftsführer mit dem Bauablauf: In nur acht
Monaten wurde der Bau, der fast ausschließlich von einheimischen Firmen
ausgeführt wurde, termingerecht
fertig gestellt, so dass im Dezember die Ausstattung des Gebäudes
erfolgen konnte. Zufrieden konnte aber auch die Stadtverwaltung sein: Der
Neubau des
Vereins
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Der
1,7 Millionen Euro teure Neubau an der Ruppiner Straße wurde vom
Falkenseer Architekturbüro Müller entworfen. Das Gebäude verfügt auch
über einen Bewegungs- und Bastelraum, zwei Therapieräume sowie eine
eigene Küche und Wäscherei.
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Lebenshilfe hat nicht nur
dringend benötigte Kita-Plätze
geschaffen, sondern auch das Stadtbild sichtbar aufgewertet. Das
von dem Falkenseer Architektenbüro Müller entworfene Gebäude, das einen
sehr ungewöhnlichen aufweist, setzt neue Maßstäbe für das „zweite Zuhause“
der jungen Bewohner: Zu den in unterschiedlichen Farbtönen gehaltenen
Gruppenräumen gehören jeweils ein Neben- und Abstellraum, eine
Garderobe, ein eigener gehaltenen
Gruppenräumen
„Eine
Integrations- Kita gehört nicht an den Rand, sondern mitten in die
Stadt.“
gehören jeweils ein Neben- und Abstellraum, eine
Garderobe, ein eigener Sanitärbereich mit Dusche, eine offene Empore als
zusätzlich Stellfläche, eine Terrasse und ein Separater Ausgang zum
Garten. Zusätzlich
gibt es im Gebäude einen Bastel-
und einen
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Bewegungsraum, zwei Therapieräume
sowie einen „Matschraum“ und einen „Snoezelraum“, in dem bei Musik
und plätscherndem Wasser die kleine Seele baumeln kann. Nicht alltäglich
ist
auch, dass die Kita über einen Aufzug sowie eine eigene Küche sowie
eine Wäscherei verfügt.
Kein
Wunder also, dass die Kita keine Probleme mit der Auslastung haben wird.
Bereits im Februar werden alle Plätze für „Regelkinder“ und auch die
meisten Plätze für behinderte Kinder – deren Vergabe mit einem
Bewilligungsverfahren der Sozialämter verbunden ist – vergeben sein. Die
Verantwortlichen des Vereins hatten nicht damit gerechnet, schon zur Eröffnung
so viele Kinder in Schon
deshalb notwendig, erläutert Uwe Piel, da der Verein für die
Finanzierung der Kita „
an die Schmerzgrenze gegangen ist“. Denn die
insgesamt 1,7 Millionen Euro teure Investition wurde zu ca. zwei Dritteln
aus Krediten finanziert,
das
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restliche Drittel stammt aus Eigenmitteln des
Vereins und einer Förderung der „Aktion Mensch“ in Höhe
von 147.000
Euro. Die Bedienung der langfristigen Kredite erfordert eine über
Jahrzehnte hohe Auslastung der Plätze – insofern befinde sich eben auch
eine Kindertagestätte „in einer ganz normalen Konkurrenzsituation“.
Der
Verein „Lebenshilfe Havelland“, im Jahr 1991 ausschließlich von Angehörigen
Behinderter gegründet wurde 1995 mit der Übernahme der Wohnstätte
für
geistig Behinderte in der Ruppiner Straße und dem
Aufbau von stationär und ambulant betreuten Wohngruppen auch wirtschaftlich aktiv.
Die
„Lebenshilfe Havelland“ ist inzwischen mit rund 80 Beschäftigten auch
im Familienunterstützenden Dienst tätig, betreibt eine Heil-pädagogische
Frühförder- und Beratungsstelle in Rathenow sowie das Beschäftigungs-projekt
Indura in Falkensee.
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MAZ
23.01.04
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Ein
Haus zum Erleben
Architekt
Wolfgang Müller plante die Integrationskita
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JAN
STERNBERG
FALKENSEE
Für Wolfgang Müller ist es seine erste Kita - jedenfalls die
erste, die er als Architekt entworfen hat. Und gleich der ursprüngliche
Plan für die Integrationskita "Entdeckerland" an der
Falkenhagener Straße überzeugte sowohl die Lebenshilfe Havelland als
Bauherrn als auch das Landesjugendamt. "Der Entwurf war Anlass,
warum das Genehmigungsverfahren gut und schnell lief", sagt Müller
selbstbewusst.
Es
lief glatt, obwohl - oder weil - das schneckenartige Gebäude durchaus
ungewöhnlich ist für die noch an Baracken oder umfunktionierte
Wohnhäuser gewöhnten havelländischen Kita-Kinder. Die Räume für
sechs Gruppen - 89 Kinder nimmt die Einrichtung auf - sind auf zwei
Stockwerken angeordnet. Das Treppenhaus und der Aufzug liegen zur
Hofseite. "Wir wollten möglichst wenig Platz für die
Erschließung wegnehmen", erklärt
Wolfgang Müller.
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Noch
wichtiger: Alle Gruppenräume sind zum Garten hin angeordnet, große
Fenster selbstverständlich. "Ich finde es wichtig, dass die Kinder
nirgendwo den Eindruck haben eingesperrt zu sein, nur verwahrt zu
werden", umreißt Wolfgang Müller seine Gedanken. "Sie sollen
die Möglichkeit bekommen, sich ihre Welt selber zu erschließen, selber
erleben zu können."
Der
Bau setzt diese Gedanken um: Ein Innenhof bietet allen Fenster nach
mindestens zwei Seiten. Wichtiger: Die Kinder jeder Gruppe haben
direkten Zugang zum Garten - im Erdgeschoss über die vorgelagerte
Terrasse und drei Treppen. Die Terrasse ist zudem überdacht, hier ist
Spielen auch bei schlechtem Wetter möglich.
Damit
nicht genug der Ideen: Weil das Amt für Immissionsschutz eine
Schallmauer forderte, um den Lärm von der viel befahrenen Falkenhagener
Straße abzuhalten, musste sich der Architekt etwas einfallen lassen.
Denn eine graue Wand wäre dem
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geplanten
Eindruck wirklich alles andere als förderlich gewesen. Wolfgang Müller
entschied sich für drei kleine Pavillons, die an der Mauer stehen.
Zur
Straßenseite hin, über den Köpfen der Kinder, sind sie verglast.
Durchblick durch Glasbausteine gibt es auch seitlich hinter den
Pavillons: "Die Passanten sollen hinter die Mauer schauen können.
Damit sie wissen, dass dort eine Kita ist", meint Müller.
Und
die Kinder können die Autos auf der Straße fahren sehen - sind vor
ihnen aber gut geschützt. Ein Pavillon nimmt Spielgeräte auf, in den
anderen können die Kleinen sitzen und malen oder Geschichten vorgelesen
bekommen.
Ein
echtes "Entdeckerland" ist die Kita also - gebaut zum
größten Teil von lokalen Firmen, in sieben Monaten Bauzeit und auch
noch für 80 000 Euro weniger als mit 1,82 Millionen veranschlagt waren.
Ein Märchen für Kleinkinder? Mitnichten sondern Realität, als
Ergebnis eines guten Entwurfs und solider Arbeit.
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MAZ
23.01.04
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Kraftakt
für spielerischen Umgang
Der
Verein Lebenshilfe hat sich auch finanziell stark engagiert
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FALKENSEE
Uwe Piel , Geschäftsführer des Vereins Lebenshilfe Havelland,
lächelte bei der Eröffnung der neuen Integrationskita
"Entdeckerland" Anfang Januar. Doch in die Freude mischten
sich auch ein paar andere Gefühle. "Wir sind total an unsere
Schmerzgrenze gegangen", sagt Piel und meint die Finanzierung für
den 1,74 Millionen Euro teuren Neubau. Etwas mehr als 1,2 Millionen Euro
haben die Banken über Kredite finanziert, 147 500 gab die
"Stiftung Mensch" dazu, für Mehrausgaben, um die Kita
behindertengerecht einzurichten. Doch den Rest musste der Verein aus
eigener Tasche zahlen - zusätzliche Kredite waren nicht zu bekommen.
Die
Banken halten sich zurück, obwohl in Falkensee auch in den nächsten
Jahren ein großer Bedarf für Kita-Plätze besteht und das
"Entdeckerland" überdurch-schnittlich ist. So
macht sich
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Mittag
im "Entdeckerland": In der Küche wird jeden Tag frisches
Essen für die 89 Kinder zubereitet.
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Uwe
Piel auch keine wirklichen Sorgen: "Hier bekommen die Kinder mehr
geboten. Kinder-betreuung
ist ein Markt, und auf dem stehen wir gut da." Dass im
"Entdeckeland" behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen
lernen, ist für Uwe Piel das größte Pfund: "So etwas prägt
fürs Leben." Das Anders-sein für normal zu nehmen, es im
täglichen Umgang in
den
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Hintergrund treten zu lassen
- das wünschen sich Piel und Kita-Leiterin Gerlinde Ihrke für die
Kinder. Und das können sie im Spielgarten, im Sport- und Bewegungsraum,
in der "Snoozelraum" genannten Dämmerstube, im voll gefliesten
Matschraum, beim Mittagessen und in zwei Therapieräumen bei
Physiotherapie oder Logopädie.
jps
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